DLF24 | Die Nachrichten

Vor ParlamentswahlGroße Demonstrationen in Italien - Stimmung aufgeheizt

In Italien sind gut eine Woche vor der Parlamentswahl tausende Anhänger der verschiedenen Parteien und Gruppierungen auf die Straße gegangen. Während einer Kundgebung der rechtspopulistischen Lega-Partei in Mailand kam es zu Rangeleien zwischen antifaschistischen Demonstranten und der Polizei. In Palermo schlossen aus Furcht vor Zusammenstößen zwischen der extremen Linken und Rechten die Geschäfte vorzeitig. Allein in Rom gab es drei verschiedene Veranstaltungen, eine gegen Rassismus und Neofaschismus, eine gegen die jüngsten Reformen des Arbeitsmarktes und eine dritte gegen die Impfpflicht für Kinder, die seit dem vergangenen Jahr unter anderem für Masern gilt und die zu einem wichtigen Wahlkampf-Thema geworden ist.

Syrische Region Ost-Ghuta500 Tote in 7 Tagen

Bei den Angriffen auf die syrische Region Ost-Ghuta sollen in den vergangenen sieben Tagen mehr als 500 Zivilisten getötet worden sein. Das teilte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Etwa 120 der Opfer seien Kinder. Die syrischen Staatsmedien meldeten, Rebellen hätten Mörsergranaten auf Damaskus abgefeuert und Sachschäden verursacht. Der UNO-Sicherheitsrat will heute Abend über eine Resolution zu Syrien abstimmen. Einen ersten Entwurf hatte Russland blockiert. Die Menschenrechtsorganisation "Adopt a revolution" verlangte, die humanitäre Versorgung in Ost-Ghuta zu ermöglichen. Der Geschäftsführer des Vereins, Perabo, sagte im Deutschlandfunk, das syrische Regime greife systematisch Krankenhäuser, Schulen und Bäckereien an.

"Crisis Group"Übergriffe auf syrische Flüchtlinge in der Türkei nehmen zu

In der Türkei gibt es immer häufiger Berichte über Übergriffe auf syrische Flüchtlinge. Das internationale Konfliktforschungsinstitut "Crisis Group" zählte im vergangenen Jahr dreimal mehr Ausschreitungen als im Jahr 2016. Die Stimmung gegenüber den Geflüchteten sei vor allem in Großstädten wie Istanbul, Izmir und Ankara zunehmend aufgeheizt, heißt es in einem Korrespondentenbeitrag für die Deutschlandfunk-Sendung "Eine Welt". Die Türkei-Vertreterin von "Crisis Group", Nigar Göksel, erklärte, es genüge schon ein Gerücht, dass ein Araber ein türkisches Mädchen belästigt habe, und schon würden die Scheiben syrischer Geschäfte eingeschlagen. 35 Menschen seien bei solchen Ausschreitungen 2017 getötet worden, davon 24 Syrer. Göksel erläutert, vor allem "Türken, die im Niedriglohnsektor arbeiten, sehen in den Flüchtlingen Konkurrenten, weil die in ihrer Not bereit sind, für noch weniger Lohn zu arbeiten". Berichte über Misshandlungen und Bedrohungen von Flüchtlingen gibt es auch von der türkisch-syrischen Grenze. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtet unter anderem von Schüssen auf Geflüchtete. Die türkische Regierung hat eine Prüfung des Berichts versprochen, bezeichnete es aber zugleich als "höchst unwahrscheinlich", dass diese Schüsse von ihren Soldaten abgegeben worden sein könnten.

Frankfurt am MainRettungsdienste und Feuerwehr demonstrieren für mehr Respekt

In Frankfurt am Main demonstrieren Rettungskräfte und Feuerwehrleute für mehr Respekt. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Hände weg! Wir sind Eure Rettung!" hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Der zuständige Fachgruppenleiter Feuerwehr, Dick, sagte, in den letzten drei bis vier Jahren hätten die Rücksichtslosigkeit und Gewaltbereitschaft gegenüber Rettungskräften spürbar zugenommen.

MedienberichtDemos von Rechtsextremisten deutlich zurückgegangen

Die Zahl der Demonstrationen von Rechtsextremisten ist 2017 offenbar deutlich zurückgegangen. Neonazis, Freie Kameradschaften und andere Rechtsextremisten hätten im vergangenen Jahr insgesamt 107 Kundgebungen angemeldet, heißt in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion, aus der die Funke Mediengruppe zitiert. Insgesamt seien dabei rund 11.000 Teilnehmer zusammengekommen. Das sei lediglich ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. 2016 waren es demnach noch 312 Aufmärsche mit insgesamt fast 30.000 Teilnehmern gewesen. Im Jahr 2015 hatte die Zahl rechtsextremer Demonstrationen sogar bei 430 gelegen, mit fast 60.000 Teilnehmern. Zu den Organisatoren dieser Protestmärsche gehörten auch Parteien wie NPD, "Die Rechte" oder "Der 3. Weg". Wie es weiter heißt, gab es 2017 auch weniger Kundgebungen des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses als zuvor. Die Innenexpertin der Partei Die Linke, Jelpke, erklärt sich den Rückgang der Demonstrationen auch mit dem Einzug der AfD in die deutschen Parlamente. Wenn der Rassismus heute im Parlament von der AfD vertreten werde, müssten Nazis für ihre Anliegen weniger auf die Straße gehen, sagte sie. Auch das Siechtum der NPD habe zum Rückgang der Aufmärsche beigetragen, fügte Jelpke hinzu.

SPDSpitzenpolitiker wollen Kühnert integrieren

In der SPD werben mehrere Spitzenpolitiker für eine führende Rolle des Juso-Vorsitzenden Kühnert in der Partei. Die Stellvertretende Parteivorsitzende Dreyer sagte dem Magazin Spiegel, es werde eine wichtige Aufgabe sein, nach dem Mitgliedervotum Befürworter und Gegner der Großen Koalition zusammenzuführen. Kühnert werde eine wichtige Rolle bei der Erneuerung der SPD spielen. Parteivorstandsmitglied Grötsch erklärte, der Juso-Vorsitzende sei besonders für viele Neumitglieder eine entscheidende Stimme. Auch Bundesaußenminister Gabriel forderte, Kühnert stärker zu integrieren. Der Juso-Chef führt das Lager der Gegner einer Großen Koalition an. Das Ergebnis der Mitgliederbefragung soll am 4. März bekannt gegeben werden. Inzwischen haben mehr als ein Fünftel der Berechtigten abgestimmt. Damit ist das Quorum erreicht und das Resultat für die Partei bindend.

Vor CDU-Parteitag"Das Konservative in der Union könnte manchmal kräftiger hervortreten"

Vor dem CDU-Parteitag nehmen die Stimmen für eine Erneuerung der Union zu. Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Günther sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er halte ein neues Grundsatzprogramm für überfällig. Dieses muss nach Ansicht des Mitgliederbeauftragten der CDU, Otte, dezentral aus den Regionen der Landesverbände erwachsen und nicht in der Berliner Zentrale geschrieben werden. Die CDU-Nachwuchspolitikerin Kinnert forderte eine inhaltliche Erneuerung. Die CDU denke zu wenig über die Konsequenzen des demografischen Wandels und der Digitalisierung nach, sagte sie im Deutschlandfunk. Führende Politiker der Union forderten, die Union müsse wieder ein konservativeres Profil gewinnen. Günther führter dazu aus, das Konservative könne in der Union manchmal kräftiger hervortreten. Die Spaltung der Gesellschaft offenbare eine Sehnsucht nach Wertorientierung. Der designierte bayerische Ministerpräsident Söder sagte der Funke-Mediengruppe, es gehe dabei nicht um einen Rechtsruck, sondern um die Rückgewinnung der alten Glaubwürdigkeit. CSU-Landesgruppenchef Dobrindt betonte in der "Passauer Neuen Presse", das Konservative müsse Markenkern der Unionsparteien bleiben. Ein Sonderparteitag der CDU wird übermorgen über die Annahme des Koalitionsvertrages mit der SPD entscheiden. CSU-Chef Seehofer kritisierte die bereits für morgen geplante Bekanntgabe der CDU-Minister in einer neuen Großen Koalition. Seehofer sagte der Augsburger Allgemeinen, es sei eine Frage des Stils, Posten erst dann zu verteilen, wenn eine Regierung stehe. Bundeskanzlerin Merkel will morgen Nachmittag die Führungsgremien der Partei darüber informieren, wer die sechs Ministerposten der CDU übernehmen soll.

Essener TafelWagenknecht kritisiert moralisierende Debatte

Die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Wagenknecht, hat die Empörung über den Aufnahmestopp von Ausländern bei der Essener Tafel als scheinheilig kritisiert. Wagenknecht sagte im Deutschlandfunk, man wisse seit langem, dass es Probleme bei den Tafeln gebe, weil inzwischen viele Menschen auf Hilfe angewiesen seien. Sie finde es falsch, die Tafel in dieser Weise zu überlasten. Wagenknecht betonte, die Bundesregierung habe entschieden, viele Flüchtlinge aufzunehmen. Sie habe sich aber nicht darum gekümmert, dass die Lasten dafür nicht auf Kosten der Ärmsten gingen. Die Essener Tafel hatte entschieden, keine weiteren ausländische Bedürftigen mehr in ihre Kartei aufzunehmen. Der Anteil der Migranten bei der Lebensmittelausgabe hatte den Angaben zufolge zuletzt bei 75 Prozent gelegen. Alleinerziehende Frauen und Rentner seien immer weniger gekommen, hieß es.

AbgasbelastungRegierung bereitet Regelung für Fahrverbote vor

Die Bundesregierung will in Kürze eine Rechtsgrundlage dafür schaffen, dass bei zu hoher Abgasbelastung Fahrverbote auf bestimmten Strecken verhängt werden können. In einer Stellungnahme des Verkehrsministeriums heißt es, dass solche Regelungen schon in der nächsten Novelle der Straßenverkehrsordnung enthalten sein könnten, die noch dieses Jahr abgeschlossen werden soll. Der Grünen-Politiker Gastel sagte, die Bundesregierung scheine Fahrverbote inzwischen für unvermeidlich zu halten und gestehe damit ihr eigenes Versagen ein. Es drohe ein Flickenteppich unterschiedlichster Regelungen, weil die Verantwortung auf Städte und Kommunen abgewälzt werde. Der FDP-Politiker Luksic sprach von einer kalten Enteignung von Millionen Autofahrern. Eine Sprecherin des Ministeriums betonte, Ziel sei weiterhin, Fahrverbote zu vermeiden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheidet am Dienstag darüber, ob Fahrverbote für Dieselfahrer ohne bundeseinheitliche Regelung generell zulässig sind.

USADruck auf Waffenlobby steigt - Gucci spendet 500.000 Dollar für Schülerdemo

Das italienische Luxus-Modehaus Gucci spendet eine halbe Million Dollar für die geplante Schülerdemonstration für schärfere Waffengesetze in den USA. Man stehe an der Seite des "March For Our Lives" und der unerschrockenen Schüler im ganzen Land, teilte das Unternehmen mit. Sie hätten recht, wenn sie forderten, dass ihr Leben und ihre Sicherheit vorrangig behandelt werden müsse. Zuvor hatten bereits mehrere Prominente Spenden angekündigt, darunter Hollywood-Schauspieler George Clooney und Regisseur Steven Spielberg. Die Schülerdemonstration soll am 24. März in Washington stattfinden und richtet sich vor allem gegen den enormen politischen Einfluss der Waffenlobby NRA. Veranstaltet wird sie von überlebenden Schülern des Amoklaufs in Parkland im Bundesstaat Florida. Auch in anderen Städten der USA sind zur gleichen Zeit Demonstrationen für ein schärferes Waffenrecht geplant. Der Druck auf die Waffenlobby in den USA steigt zunehmend. Mehrere Unternehmen kündigten an, ihre Zusammenarbeit mit der NRA aufzugeben. Firmen wie Symantec, Hertz, Enterprise und MetLife erklärten, sie wollten nicht mehr mit dieser Lobby-Organisation in Verbindung gebracht werden. Partnerschaftsprogramme würden gestrichen. Zumeist soll es dabei um Rabatte für NRA-Mitglieder gehen, die bisher Vergünstigungen bei bestimmten Versicherungen oder beim Mieten von Autos erhalten. Facebook stoppte unterdessen die Präsentation eines Ego-Shooters an seinem Werbestand bei der Jahresversammlung des konservativen Lobbyverbands CPAC, zu deren Hauptsponsoren ebenfalls die NRA gehört. Facebook habe die Vorstellung des Spiels beendet und bedauere, dies nicht gleich zu Beginn getan zu haben, erklärte ein Manager auf Twitter. Das Spiel hätte es dort nicht geben dürfen - "insbesondere mit Blick auf die jüngsten Ereignisse und aus Respekt gegenüber den Opfern und ihren Familien". Der Manager bezog sich damit ebenfalls auf Parkland. Ein Video zu dem Virtual-Reality-Spiel, bei dem es um das Erschießen von Figuren aus der Ich-Perspektive geht, hatte für Empörung gesorgt. Floridas Gouverneur Scott kündigte an, Polizisten an jede öffentliche Schule zu entsenden. Auf 1.000 Schüler solle ein Polizist kommen, führte er aus. Während des Amoklaufs von Parkland mit 17 Toten stand ein bewaffneter Polizist vor der Schule, der nicht eingeschritten war.

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Post-Brexit - Die Zukunft der EU Neuordnung oder Zusammenbruch

Belgien: Union Jack Flagge vor Europäischer Kommission in Brüssel.  (picture alliance / dpa )

KOMMENTAR Bei den ersten Beratungen über den künftigen EU-Haushalt sei klar geworden, dass sich erst noch zeigen müsse, wie reif und zukunftsorientiert die EU in der Post-Brexit-Ära tatsächlich sei, kommentiert Bettina Klein. Es werde sich noch weisen, ob die Familie der 27 sich neu aufstellen könne oder ob sie auseinanderbreche.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Kämpfe in Ost-Ghuta Die grausame Logik dieses Krieges

Ein Aktivist der "Weißhelme" läuft nach einem Angriff der Regierungstruppen in der syrischen Region Ost-Ghuta durch Trümmer. Hinter ihm steigt Staub auf. (AFP / Abdulmonam Eassa)

KOMMENTAR Die von Russland unterstützte brutale Offensive des Regimes von Baschar al-Assad in Ost-Ghuta sei keineswegs überraschend, kommentiert Paul-Anton Krüger von der "Süddeutschen Zeitung" im Dlf. Letztlich sei in Syrien noch jede Waffenruhe gebrochen worden, wenn das Regime sich davon militärische Vorteile versprach.

Aggression gegen Flüchtlinge Übergriffe auf Syrer in der Türkei nehmen zu

Die Türkei nimmt viele syrische Flüchtlinge auf. Die Regierung hat stets die türkische Gastfreundschaft für die muslimischen Brüder betont. Doch immer mehr Hilfsorganisationen beklagen Übergriffe gegen Migranten. Sie berichten von pogromartiger Stimmung gegen Syrer in manchen Großstädten.

Rückkehrer nach Somalia Heimweh nach dem Flüchtlingslager im Jemen

Ali Hassan Suufi am Strand von Mogadischu (Deutschlandradio/ Bettina Rühl)

Im Jemen leben einige hunderttausend Flüchtlinge aus Somalia. Doch der anhaltende Bürgerkrieg im Jemen zwingt viele von ihnen, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. So wie Ali Hassan Suufi und seine Familie. Was sie nach vielen Jahren vorfinden, ist weiterhin Elend, Hunger und Terror.

Linken-Politikerin Wagenknecht "Viele Probleme auch durch Flüchtlingskrise verschärft"

Sahra Wagenknecht bei einer Pressekonferenz nach dem Abbruch der Jamaika-Sondierungen.  (Imago / Metodi Popow)

INTERVIEW Sie empfinde die Aufregung über den Aufnahmestopp von Ausländern bei der Essener Tafel als über alle Maßen scheinheilig, sagte Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht im Dlf. Schuld an solchen Verteilungskonflikten sei in erster Linie die Bundesregierung: Die Ärmsten müssten die Lasten der Zuwanderung tragen.

Treffen der Ultra-Konservativen Vorfreude auf noch sieben Jahre Trump

US-Präsident Donald Trump spricht auf der Conservative Political Action Conference (CPAC) im Gaylord National Resort and Convention Center in National Harbor, Maryland. (imago / Ron Sachs/CNP/AdMedia)

Es ist noch gar nicht so lange her, da rümpften die Ultra-Konservativen in den USA die Nase über Donald Trump. Auf dem diesjährigen Treffen in der Nähe von Washington wurde er aber gefeiert wie ein Rockstar. Die Erwartungen seiner Anhänger hat er erfüllt und sie freuen sich auf mehr.

CDU-Politikerin Diana Kinnert Es fehlt ein Agendasetting

Diana Kinnert, Mitglied in der CDU-Parteireformkommission, steht am 14.12.2015 in Karlsruhe (Baden-Württemberg) beim Bundesparteitag der CDU im Plenarsaal. (dpa / picture alliance / Uwe Anspach)

INTERVIEW Die CDU-Nachwuchspolitikerin Diana Kinnert fordert von ihrer Partei ein klareres Profil. Statt sich auf die alte Links-Rechts-Debatte zu fokussieren, komme es auf eine Agenda für die kommenden Jahrzehnte an, sagte sie im Dlf. Große Hoffnungen setzt sie dabei auf die neue CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Vor dem CDU-Parteitag Diskussionen über Ausrichtung der Union

Konservativ, christlich-sozial oder liberal? Was davon ist die CDU und in welche Richtung wird das neue Grundsatzprogramm gehen? Zwei Tage vor dem Parteitag diskutieren die Christdemokraten über ihr Profil.

Ausstattungsmängel bei der Bundeswehr Neue Aufgaben, zu wenig Geld

Zwei Soldaten der Bundeswehr auf einem Waffenträger Wiesel mit einer TOW Panzerabwehrlenkwaffe (imago / Photothek)

KOMMENTAR Der Jahresbericht des Bundeswehrbeauftragten zum Zustand der Bundeswehr zeige, dass Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen den Mund zu voll genommen habe, kommentiert Peter Pauls vom "Kölner Stadtanzeiger". Von einer Trendwende, die sie versprochen habe, gebe es keine Spur.

Solarkraftwerk geplant Eine Provinz in Marokko hofft auf die Sonne

Die Provinz Midelt am Fuß des Atlasgebirges in Marokko bietet genug Platz für ein Solarkraftwerk, das dort mit Hilfe deutscher Kredite entstehen soll (Deutschlandradio/ Stefan Ehlert)

Midelt im mittleren Atlasgebirge gehört zu den ärmsten Provinzen Marokkos. Starke Schneefälle haben das einstige Bergbaugebiet nun noch stärker in Armut, Kälte und Hunger gestürzt. Ein geplantes Solarkraftwerk soll Jobs schaffen und Geld in die Kassen der Kommunen und der Geschäftsleute spülen.

Russisches Doping bei Olympia An der Betrugsmentalität hat sich nichts geändert

Bobpilotin Nadeschda Sergejewa vom Team Olympische Athleten aus Russland (OAR) steht nach dem Rennen im Zielbereich (21.2.2018). (dpa / Tobias Hase)

KOMMENTAR Keine Rehabilitierung, keine Flagge und keine russischen Athleten bei der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele, fordert Andrea Schültke in ihrem Kommentar. Die neuen Dopingfälle zeigten: Die Einladung vermeintlich sauberer russischer Athleten als Alternative zur Kollektivstrafe habe nicht funktioniert.

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Politik

Atomkonflikt mit Nordkorea Trump kündigt "Phase zwei" an

Donald Trump läuft durch die Krypta des Kapitol. (dpa / picture-alliance)

Mit der Ankündigung einer möglichen "Phase zwei" hat US-Präsident Donald Trump mit einer weiteren Eskalation im Nordkorea-Konflikt gedroht. Er deutete an, dass es "eine sehr raue Angelegenheit" werden könne. Zuvor hatte Trump bereits weitere Sanktionen verhängt.

Schweiz Volksentscheid über Zukunft des öffentlichen Rundfunks

 Die letzte Billag-Rechnung für das Jahr 2017, aufgenommen vor einem Fernseher. Die Schweizer stimmen am 04.03.2018 darüber ab, ob die Rundfunkgebühren, erhoben durch die Billag AG, Schweizerische Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren, abgeschafft wird.  (dpa / picture alliance / Walter Bieri)

Am 4. März stimmen die Schweizerinnen und Schweizer über die Abschaffung der Radio- und Rundfunkgebühren, Billag genannt, ab. Noch ist unklar, wie das Referendum ausgeht, doch schon jetzt sehen einige die mediale Vielfalt schwinden. Andere gehen noch einen Schritt weiter: Sie sehen die Schweizer Demokratie in Gefahr.

Wirtschaft

Großbritannien Volle Auftragsbücher trotz Brexit

Die Flagge Großbritanniens und der EU nebeneinander. (imago / Ye Pingfan)

Nordenglische Zulieferfirmen sehen dem Brexit gelassen entgegen, denn aktuell können sie sich vor Aufträgen aus dem Ausland kaum retten. Dafür verursacht vielen britischen Unternehmen aber etwas anderes Bauchschmerzen.

Gerichtsurteil Sieg für den Tierschutz

Schweinemast in Deutschland: Dieses Tier leidet unter seinem eigenen Körpergewicht und kann sich nur mit Mühe aufrichten.  (dpa)

Eingepferchte und fixierte Schweine: 2013 hatten Tierschützer erschreckenden Bilder in einer Mastanlage in Sachsen-Anhalt gefilmt und veröffentlicht. Im anschließenden Prozess wegen Hausfriedensbruchs wurden sie freigesprochen. Doch die Staatsanwaltschaft legte Revision ein. Jetzt hat ein Oberlandesgericht ein wegweisendes Urteil gefällt.

Wissen

Connected World in Berlin Worauf es beim Internet der Dinge ankommt

Das Cockpit des pilotiert fahrenden Autos "Jack" vom Typ Audi A7 am 06.01.2015 in Las Vegas, USA, auf der CES (Consumer Electronics Show) (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)

Selbstfahrende Autos, mitdenkende Kühlschränke, Roboter als Servicekraft: Technik, die mitdenkt, wird immer wichtiger. Damit das sogenannte Internet der Dinge (IoT) funktioniert, braucht es jede Menge Daten. Doch das ist nicht der einzige Faktor, wie auf der Connected World in Berlin zu hören war.

Traumjob Schule Wie kann der Lehrerberuf wieder attraktiver werden?

Eine Lehrerin steht mit einer Schülerin und einem Schüler an einer Tafel und schreibt eine 1. (dpa-Zentralbild/Jens Kalaene)

Schule und Unterricht haben sich schon immer verändert. Aber im Moment sind die Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer offenbar besonders hoch. Sie stehen unter hohem Druck und sollen immer mehr Aufgaben übernehmen.

Europa

Grenzland Griechenland Geschichten vom Zusammenleben

Griechenland wird auf einer Europa-Karte von der Seite angestrahlt. (dpa / Caroline Seidel)

Türkei, Albanien, Bulgarien, Mazedonien: Griechenland ist reich an Nachbarn. Die Nachbarschaftsverhältnisse sind historisch aufgeladen. Aber die Nachbarn, das sind auch die Menschen, die gleich nebenan wohnen.

EU-Finanzplanung "Die EU wird Farbe bekennen müssen"

Josef Janning vom European Council on Foreign Relations auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2008. (Imago / Wolf P- Prange)

INTERVIEW Im Vorfeld des EU-Gipfels hatte Angela Merkel vorgeschlagen, die EU-Mittel müssten künftig auch an die Einhaltung der Flüchtlingsquote gekoppelt werden. Widerspruch regte sich dagegen bereits aus Polen. Der Politologe Josef Janning sagte im Dlf, in dieser Situation mache sich bemerkbar, dass die Verhandlungen auf europäischer Ebene viel schärfer und kontroverser abliefen.

Kultur

"Dead Magic" von Anna von Hausswolff Die Faszination des Abgründigen

Anna von Hausswolff schaut in eine Glaskugel (City Slang / Lady Lusen)

In ihrer Musik steigt Anna von Hausswolff hinab in die dunkelsten Ecken der menschlichen Seele. Ihre Songs balancieren immer an der Schwelle zum Armageddon. Auch auf dem neuen Album "Dead Magic" lebt sie ihre Faszination des Abgründigen aus.

Band Erdmöbel "Wenn Musik gut ist, erlebt man Wahrheit"

Die Herren von Erdmöbel und ihre Instrumente werden von Pfeilen in der Art von Bedienungsanleitungen "erklärt" (Erdmöbel / Matthias Sandmann)

"Wenn man Musik hört, dann erlebt man sich selbst", sagte die Band Erdmöbel im Dlf. Dabei beziehen sich ihre Songs oft auf schillernde Personen der Zeitgeschichte: Das "Girl from Ipanema", der letztes Jahr verstorbene Musiker Al Jarreau, sogar Ex-Präsident Barack Obama tauchen auf dem neuen Album auf.

Literatur

Georgische und arabische Märchen Mit magischen Elementen zum Kulturaustausch

Ein Pferd weidet am georgischen Berg Kasbek, im Hintergrund ist die Gergetier Dreifaltigkeitskirche zu sehen (Sputnik / Maksim Blinov)

Welche Märchen erzählt man sich in Georgien und in der arabischen Welt? Märchen von Königen, schönen Frauen, Ungeheuern, von Dschinnis und Kamelen. Zwei neue, aufwendig illustrierte Bände führen in diese farbenprächtige Fantasiewelt ein - und regen dabei spielerisch zum Kulturaustausch an.

Am Mikrofon Der Schriftsteller Andreas Stichmann

(dpa / picture-alliance )

Die erste große Leidenschaft von Andreas Stichmann war das Comiczeichnen. Ob mit Bildern oder mit Buchstaben, auf eine gute Geschichte kommt es ihm an. Seine eigene illustriert er am Dlf-Mikrofon mit Musik.

Gesellschaft

Übersättigt und überfordert? Die Schattenseite der digitalen Welt

Eine Frau und ein Mann sitzen nebeneinander und kommunizieren jeder für sich über ihr Smartphone. (unsplash / rawpixel.com)

Smartphone, Tablet, Business-Notebook, immer erreichbar, immer verfügbar, mobil bei der Arbeit, vernetzt in den sozialen Medien, mit Fitness-Tracker kontrolliert in der Freizeit. Keine Frage, die Digitalisierung verändert unsere Lebenswelt immer weiter. Wie also sollten wir unsere digitale Welt gestalten?

Keyßer in Kaiser-Wilhelm-Land Das bin doch bloß ich

 Kai-Uwe Kohlschmidt musiziert mit Bewohnern von Mindik in Papua-Neuguinea. (Deutschlandradio / Momo Kohlschmidt)

Als Christian Keyßer 1899 in Finschhafen, Deutsch-Neuguinea, von Bord der Bavaria geht, ringt die bayerisch-lutherische Mission dort schon Jahre lang um die Seelen der Eingeborenen - ergebnislos. Sie haben schlechte Erfahrungen mit den Weißen.

Sport

Olympische Winterspiele 2018 Deutsche Paralympioniken bereiten sich auf Pyeongchang vor

Das Foto zeigt die blinde Parabiathletin Clara Klug und ihren Begleitläufer Martin Härtl (deutschlandradio / Henning Hübert)

Sie trainieren wie die Profis, werden von der Nationalen Antidopingagentur kontrolliert und strahlen bei Siegerehrungen genauso wie die Olympioniken. Allerdings: In Pyeongchang dürfen die Paralympioniken erst nach den Nicht-Behinderten um Medaillen kämpfen.

Munitionshersteller Lapua Kugeln für Goldschützen

Servicetechniker Heiko Weidner von der Lapua GmbH in Schönebeck (Salzlandkreis) präsentiert eine handelsübliche Packung mit Munition für Biathleten, aufgenommen am 14.01.2009. Sportschützen, Biathleten und Jäger aus 60 Ländern schießen mit Schönebecker Munition. (dpa / Jens Wolf)

Minus 22 Grad, der Atem kondensiert: Die Lapua GmbH testet ihre Produkte unter ungewöhnlichen Bedingungen. Denn das Unternehmen stellt fast alle Kugeln für die Biathleten bei den Olympischen Spielen her. Und schickt dafür die Sportschützen mit ihren Gewehren in die Kältekammer.

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