DLF24 | Die Nachrichten

China-BesuchMerkel beginnt Gespräche

Bundeskanzlerin Merkel hat ihre politischen Gespräche in China aufgenommen. In Peking kam sie zum Auftakt ihres zweitägigen Besuchs mit Ministerpräsident Li Keqiang zusammen. Dabei erklärte sie, beide Länder sollten ihre Zusammenarbeit auf allen Ebenen verstärken und an einem multilateralen globalen System arbeiten. Merkel will auch Gespräche mit Staatschef Xi Jinping führen. Dabei soll es unter anderem um die Handelsbeziehungen, das von den USA gekündigte Atomabkommen mit dem Iran und die Entwicklungen in Nordkorea gehen. Merkel wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Die Kanzlerin möchte sich auch mit chinesischen Künstlern und Wissenschaftlern treffen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International appellierte an Merkel, sich für die Freilassung der chinesischen Malerin und Dichterin Liu Xia einzusetzen. Die Witwe des im vergangenen Jahr gestorbenen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo steht seit 2010 unter Hausarrest. Ihr Gesundheitszustand soll sehr schlecht sein.

ItalienLambsdorff blickt skeptisch nach Rom

Der FDP-Außenpolitiker Graf Lambsdorff hält die neue Regierung in Italien für eine schlechte Nachricht für Europa. Er sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, der Koalitionsvertrag der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega sei voller unrealistischer und nicht finanzierbarer Forderungen. Die neue Regierung in Rom sollte sich auf eine verantwortungsbewusste und pragmatische Politik besinnen. Italiens Staatspräsident Mattarella beauftragte gestern Abend den parteilosen Juristen Conte mit der Regierungsbildung. Conte sagte, er wolle die Interessen der Bürger gegenüber allen europäischen und internationalen Instanzen verteidigen. Er sei sich aber auch der internationalen Verpflichtungen Italiens bewusst. Der 53-Jährige kann nun ein Kabinett zusammenstellen, für das aber noch die Zustimmung des Parlaments erforderlich ist. Dort verfügen Fünf Sterne und Lega über eine Mehrheit.

AutoindustrieTrump ordnet Prüfung von Importzöllen an

US-Präsident Trump hat das Handelsministerium offiziell angewiesen, Importzölle auf Autos, Lastwagen und Autoteile zu prüfen. Trump erklärte in Washington, es müsse geklärt werden, ob die Autoeinfuhren eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA seien. Mit dieser Begründung hatte Trump bereits die Importzölle auf Stahl und Aluminium begründet. Von diesen sind die EU-Staaten derzeit noch ausgenommen. Sollten die USA tatsächlich Autoimporte mit Zöllen belegen, wären in Europa vor allem die deutschen Autokonzerne betroffen. Laut "Wall Street Journal" werden Schutzzölle von bis zu 25 Prozent erwogen.

Maas in WashingtonIran-Streit festgefahren

Außenminister Maas sieht im Streit um das Atomabkommen mit dem Iran keine Annäherung an die USA. Der SPD-Politiker sagte nach einem Gespräch mit seinem Kollegen Pompeo in Washington, man schlage zwei völlig unterschiedliche Wege ein. Weiterbetonte er, in dem Gespräch seien nur bekannte Positionen ausgetauscht worden. Maas stimmte aber Pompeos Vorschlag für ein gemeinsames Außenministertreffen mit Frankreich und Großbritannien zu. Zuvor hatte Maas bereits dem Sicherheitsberater von US-Präsident Trump, Bolton, gesagt, dass die europäischen Partner an dem Atomvertrag festhielten. Die USA hingegen sind aus dem Abkommen ausgestiegen und kündigten neue Sanktionen gegen die Führung in Teheran an. Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Chamenei, nannte den Europäern Bedingungen für den Verbleib seines Landes im Atomabkommen. Unter anderem verlangte er eine Garantie der EU, dass der Iran weiterhin sein Öl verkaufen könne. Außerdem sollen europäische Banken den Handel mit dem Iran absichern. Darüber hinaus lehnte er neue Verhandlungen über das ballistische Raketenprogramm Teherans ab.

Rente mit 63Bereits mehr als eine Million Anträge

Knapp vier Jahre nach der Einführung der Rente mit 63 hat die Zahl der Anträge die Millionenmarke erreicht. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Angaben der Deutschen Rentenversicherung. Demnach haben die Rententräger von Juli 2014 bis Ende April dieses Jahres mit mehr als 985.000 Bewilligungen fast allen Anträgen zugestimmt. Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann seit Juli 2014 mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Allerdings wird diese Altersgrenze seitdem pro Jahr um zwei Monate angehoben, so dass die Jahrgänge ab 1964 erst mit 65 nach 45 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können. Die Kosten der Rentenversicherung für die Regelung belaufen sich laut "Bild" inzwischen auf 1,3 Milliarden Euro im Monat.

DresdenTeilexplosion bei Bombenentschärfung

In Dresden ist es bei der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu einer Explosion gekommen. Wie die Polizei gestern am späten Abend per Twitter mitteilte, wurde niemand verletzt, als die Fünf-Zentner-Bombe teilweise detonierte. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Explosionen komme. Der Sprengkörper müsse jetzt abkühlen, erst dann werde die Bergung fortgesetzt. Den Angaben zufolge war es gelungen, per Fernsteuerung den Zünder aus der Bombe herauszudrehen. Doch durch Funkenflug sei ein Teil der Bombe explodiert. - Nach dem Fund am Dienstag mussten fast 9.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

NordkoreaVerantwortung für Gipfeltreffen liegt bei den USA

Nordkorea sieht die Verantwortung für das Zustandekommen des geplanten Treffens von Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Trump ausschließlich bei der Regierung in Washington. Man werde die USA weder um einen Dialog bitten noch dazu überreden, wenn sie das Treffen nicht wollten, teilte der nordkoreanische Vize-Außenminister Choe Son Hui mit. Trump hatte zuvor angekündigt, er werde in der kommenden Woche entscheiden, ob es zu der Begegnung kommen könne. Möglicher Termin sei weiterhin der 12. Juni. Das Treffen, das in Singapur stattfinden soll, war zuletzt von beiden Seiten in Frage gestellt worden.

IrakMehrere Tote nach Selbstmordanschlag

Bei einem Selbstmordanschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mehrere Menschen getötet worden. Örtliche Medienberichte sprechen von mindestens vier Toten. Die Zahl der Verletzten wird mit etwa 15 angegeben. - Polizisten waren auf den Täter aufmerksam geworden, als dieser einen Park in einem schiitisch geprägten Viertel im Norden Bagdads betreten wollte, in dem sich viele Menschen zum Fastenbrechen versammelt hatten. Dennoch gelang ihm die Zündung des Sprengsatzes.

SyrienBericht über Angriff der US-geführten Koalition gegen Armeestellungen

Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition haben in Syrien in der Nacht einem Bericht zufolge Stellungen der syrischen Armee angegriffen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Armeekreise berichtet, wurden mehrere Militärposten im Osten des Landes getroffen. In anderen Berichten heißt es, die Stützpunkte würden von iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. - Von Seiten der US-Armee gibt es bisher keine Bestätigung der Angriffe.

PflegeKritik an Spahns Sofortprogramm

Das Sofortprogramm Pflege von Bundesgesundheitsminister Spahn stößt bei der Diakonie auf Kritik. Der Präsident des Wohlfahrtsverbandes, Lilie, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, mit 13.000 Symbolstellen gewinne man nichts. Spahn stehe vor einer Bewährungsprobe und müsse weitreichende Reformen durchsetzen. Die FDP-Politikerin Westig nannte Spahns Programm eine Nebelkerze. Sie betonte, schon jetzt könnten offene Stellen nicht besetzt werden, weil der Markt leergefegt sei. - Laut Bundesregierung sind in Deutschland mehr als 35.000 Stellen in der Pflege nicht besetzt. Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Westerfellhaus, meinte, man müsse Lösungen finden, wie man Pflegekräfte finde und diese im Beruf halte.

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Trump dereguliert den Bankensektor Ein Rückschritt ohne Not

US-Präsident Donald Trump hält eine Rede während einer Gala  (dpa / picture alliance / Oliver Contreras )

KOMMENTAR Bei der Lockerung der Bankenregulierung gehe es Donald Trump vor allem darum, dass US-Geldhäuser besser und freier wirtschaften könnten als andere, kommentiert Mischa Ehrhardt. 

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Kolumbien vor der Präsidentschaftswahl Nur ein bisschen Frieden

Kolumbien: Unterstützer des rechtskonservativen Präsidentschaftskandidaten Ivan Duque bei dem der Abschlussveranstaltung seiner Wahlkampagne  (AFP / Raul Arboleda)

Zur Wahl am 27. Mai darf Juan Manuel Santos nicht erneut antreten. Der Friedensnobelpreisträger hatte das Abkommen mit der FARC-Guerilla erreicht - und damit den blutigsten Konflikt Südamerikas beendet. Anerkennung erhält er dafür aber nur im Ausland. Die Wahl entscheidet somit auch über die Zukunft des Friedensprozesses.

Zuckerberg im Europaparlament Peinliches Schauspiel

Facebook-Chef Mark Zuckerberg verlässt das Europaparlament in Brüssel (dpa-Bildfunk / AP / Geert Vanden Wijngaert)

KOMMENTAR Niemand mit ehrlichem Erkenntnisinteresse hätte die Befragung von Mark Zuckerberg in dieser Form angelegt, kommentiert Thomas Otto. Deutlich wurde in dem Verfahren lediglich, welche Fragen Facebook lieber nicht beantwortet.

DSGVO Was Vereine und kleine Firmen beachten müssen

Auf einer Internetseite ist ein Button zum "Datenschutz und Sicherheit" zu sehen (gestellte Aufnahme zum Thema: Datenschutz). Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) tritt mit einer Fülle neuer Vorschriften für den Daten- und Verbraucherschutz offiziell am 25.05.2018 in Kraft.  (dpa / Patrick Pleul)

Ab 25. Mai gilt in der gesamten EU die neue Datenschutzgrundverordnung. Sie soll Verbraucher unter anderem vor der Datensammelei großer Internetkonzerne schützen, gilt aber auch etwa für Freiberufler, Handwerker und Vereine. Was müssen sie beachten?

Diesel-Fahrverbote in Hamburg Durchfahrtbeschränkung in kleiner Dosis

Ab Ende Mai wird es in Hamburg zu Fahrverboten für Dieselfahrzeuge kommen. Ein Verkehrschaos ist nach Einschätzung von Dlf-Landeskorrespondent Axel Schröder jedoch nicht zu erwarten. Denn die Verbote beziehen sich bisher nur auf eine Strecke von 2,1 Kilometern - und enthalten einige Ausnahmen.

EU-Agrarpolitik Umweltforscher: Wir brauchen eine Pestizid-Abgabe

Ein Landwirt fährt mit einer Dünger- und Pestizidspritze am 18.05.2015 über ein Feld mit jungem Getreide nahe Neuranft im Oderbruch (Brandenburg). Foto: Patrick Pleul/dpa (dpa)

INTERVIEW Von Händlern und Importeuren von Pestiziden müsste ein Preisaufschlag verlangt werden, sagte der Umweltforscher Erik Gawel im Dlf. Und zwar ganz im Stil einer üblichen Verbrauchssteuer. Denn dann könne sich endlich auch der Vorteil umweltfreundlicher Produktion in den Agrarproduktpreisen ausdrücken.

Hausbelagerung in Hitzacker Polithappening oder Tabubruch?

Pfeilwegweiser zu den Orten Hitzacker, Grabau, Nienwedel, Penkefitz und Wusselgel (imago stock&people)

Im niedersächsischen Hitzacker ist es nach einer Demonstration zu Ausschreitungen zwischen linken Protestlern und der Polizei gekommen. Allerdings gehen die Schilderungen der beteiligten Parteien zu den Geschehnissen weit auseinander: Während die Demonstraten von einem friedlichen Protestkonzert sprechen, betrachtet die Polizei die Aktion als Belagerung.

Berichterstattung über Autonome "Kino im Kopf angeheizt"

INTERVIEW Musikalische Kundgebung oder Belagerung durch Autonome? Was geschah vor dem Haus eines Polizisten bei Hitzacker im Wendland? NDR-Redakteur Stefan Schölermann wundert sich im Dlf-Interview über die Berichterstattung einiger Medien, die keine Zweifel offenließen.

Zum Tod von US-Autor Philip Roth Verräter männlicher Betriebsgeheimnisse

Der Autor Philip Roth (dpa picture alliance/ Mondadori Publishing House)

INTERVIEW Als Literat hatte sich US-Schriftsteller Philip Roth schon vor Jahren zur Ruhe gesetzt. Nun ist er im Alter von 85 Jahren gestorben. Ausgerechnet in dem Jahr, in dem der Literaturnobelpreis nicht verliehen wird, für den Roth so häufig hoch gehandelt wurde - eine Pointe, sagte Roth-Kenner Volker Hage im Dlf.

Werk von Philip Roth Nie losgelassen von der jüdischen Herkunft

INTERVIEW Philip Roth hinterlässt ein Lebenswerk von rund 30 Romanen. Einer seiner wichtigsten Prägungen sei dabei von seiner jüdischen Herkunft ausgegangen, sagte sein deutscher Verleger Jo Lendle im Dlf. Beschäftigt habe Roth daneben aber auch stets der Zustand der amerikanischen Gesellschaft.

ZDF-Berichterstattung "Eine Mischung aus Sexismus und Rassismus"

Prinz Harry und Meghan Markle fahren nach ihrer Hochzeit in einer Kutsche in Windsor (imago / i Images)

INTERVIEW Von "afroamerikanischem Esprit" und "Exotik" wurde in der ZDF-Sendung zur Hochzeit von Meghan Markle und Prinz Harry gesprochen. Damit seien "ganz alte rassifizierende Bilder" von schwarzen und weißen Menschen bedient worden, sagte die Jounalistin Hadija Haruna im Dlf. Ein Ausnahmefall sei das allerdings nicht.

US-Bischof Michael Curry Der Liebesbote

Bischof Michael Curry während der Trauung der Royals (imago stock&people)

Die Predigt, die Michael Curry bei der royalen Hochzeit hielt, hat viele beeindruckt. Der anglikanische Bischof sieht die Liebe als Politikum - und eckt damit in seiner Kirche an.

Diskriminierende Sprache Über die Verteidigung der Deutungshoheit

INTERVIEW Im Gebot diskriminierungsfreien Sprechens sehen manche ein Redeverbot. Warum eigentlich? Der Linguist Anatol Stefanowitsch sagte im Dlf, manche privilegierte Bevölkerungsgruppe wolle so ihre sprachliche Verfügungsmacht verteidigen.

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Politik

BAMF-Außenstelle Keine Asyl-Entscheidungen mehr in Bremen

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Imago | Schöning)

Als Konsequenz aus der Affäre um unrechtmäßige Asyl-Bescheide wird die Bremer BAMF-Außenstelle keine Asylentscheidungen mehr treffen. Laut Innenministerium sollen zudem sämtliche Geschäftsvorgänge überprüft werden, an denen die in Verdacht stehenden Mitarbeiter beteiligt waren.

Geändertes Atomgesetz Kabinett beschließt Entschädigung für Atomkonzerne

Wasserdampf steigt aus dem belgischen Atomkraftwerk Tihange (picture alliance/ dpa/ Oliver Berg)

Ende Juni 2018 tritt das geänderte Atomgesetz in Kraft: Es sieht vor, dass Atomkonzerne für ihre Reststrommengen einen finanziellen Ausgleich erhalten - aus der Steuerkasse. Konkret geht es bisher um die Konzerne RWE und Vattenfall.

Wirtschaft

Wirtschaftsbeziehungen Viel Handel, wenig Wandel

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Präsident Xi Jinping schütteln sich vor den Flaggen ihrer Länder stehend die Hände. (dpa/picture alliance/Guido Bergmann/Bundesregierung.)

Chinas Wirtschaft brummt. Davon profitieren auch deutsche Firmen, die in China aktiv sind. Die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern sind deshalb auch ein wichtiges Thema des elften Besuchs von Angela Merkel in China.

Die Rückkehr der Werkswohnungen "Man macht sich attraktiv im Kampf um die besten Köpfe"

Der geplante Verkauf der alten Zechensiedlung " Augustastrasse " in Gelsenkirchen loeste bei den Mietern grosse Sorgen aus. 3. August 1981. | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Klaus Rose)

INTERVIEW Laut einer Studie des Berliner Beratungsinstituts RegioKontext geht der Trend bei Firmen wieder hin zur Werkswohnung. Nachfrage und Auslastung sprächen eine deutliche Sprache, sagte Projektleiter Simon Wieland im Dlf. Sowohl große als auch kleine Unternehmen wollten so Mitarbeiter an sich binden.

Wissen

Religion im Dreißigjährigen Krieg "Die wohlverdiente Strafe Gottes"

Eine historische Illustration aus dem 19. Jahrhundert zeigt den Prager Fenstersturz (imago stock&people)

Der Dreißigjährige Krieg war ein Konfessionskrieg. Und er war mehr als das. Schon die Zeitgenossen haben das so empfunden. Ihre Religiosität hat sich durch jenes Gemetzel verändert, das vor 400 Jahren begann. Wie haben einfache Christen jene Zeit erlebt? Als Pfarrer, als Mutter, als Söldner?

Rauswurf nach acht Jahren Wartezeit Europas Südsternwarte ohne Brasilien

Auch über dem VLT in der Atacama-Wüste ist der Blick in den Himmel manchmal von Wolken versperrt. (ESO)

Seit Anfang April ist Brasilien nicht einmal mehr vorübergehendes Mitglied der Europäischen Südsternwarte ESO. Europas Astronomieorganisation hatte lange auf Brasilien als neuen Partner gehofft. Doch nun wurde das Land vor die Tür gesetzt.

Europa

Weißrussland Gesetze für den Papierkorb

(Dlf / Florian Kellermann)

Die Regierung in Weißrussland gilt vielen als die autoritärste in ganz Europa. Die Hoffnung, daran etwas verändern zu können, haben viele mittlerweile aufgegeben - nicht so die Oppositionspolitikerin Anna Kanopatzkaja. Auch wenn sie mit ihren Reformvorhaben bisher wenig Erfolg hat.

EU-Datenschutzgrundverordnung in Irland Erdbeben in der Wahlheimat der Digital-Konzerne

Ein gemaltes Logo von Facebook im Hauptquartier von Facebook International in Dublin (Irland) (dpa / picture alliance / Christoph Dernbach)

Als Sitz der großen Internetunternehmen spielt Irland eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung. Außerdem kommt heute das neue irische Datenschutzgesetz abschließend ins Parlament in Dublin - das betreffe auch viele andere Europäer, erklärt Korrespondent Martin Alioth.

Kultur

Humboldt Forum-Generalintendant Dorgerloh Vom Schlossgegner zum Schlossherrn

Der künftige Generalintendant des Humboldt Forums Hartmut Dorgerloh (dpa/Gregor Fischer)

Hartmut Dorgerloh war zunächst kein Freund vom Wiederaufbau des Stadtschlosses in Berlins Mitte. Als künftiger Generalintendant wird er mit dem Humboldt Forum aber eines Tages dort einziehen. Es soll ein Ort der Begegnung und des Austausches werden.

Rupert Everett in "The Happy Prince" "Als schwuler Schauspieler ist man immer der Außenseiter"

Regisseur Rupert Everett auf der Berlinale 2018 (picture alliance/dpa/Foto: Ekaterina Chesnokova)

INTERVIEW Rupert Everett spielt in seinem Regiedebut “The Happy Prince“ auch die Hauptrolle, den irischen Schriftsteller Oscar Wilde. Es gebe eine Parallele zwischen dem Leben eines schwulen Schauspielers in Hollywood und der Tragik eines Oscar Wilde, “und zwar, dass man nie dazugehört“, sagte Everett im Dlf.

Literatur

Katharina Mahrenholtz über Wortraritäten Oh, dieser Halunke! Na warte, du Schlingel!

Buchstaben einer alten Schreibmaschine. (imago/McPHOTO)

Sprache ändert sich, neue Wörter kommen, andere verschwinden. Das sei manchmal schade, findet die Journalistin Kathrina Mahrenholtz. Sie ist verliebt in 100 vergessene Wörter und verlängert deren Leben - zumindest in ihrem Buch.

200. Geburtstag von Jacob Burckhardt Kulturhistoriker, konservativer Skeptiker und Individualist

Zeitgenössisches Porträt des schweizer Kunst- und Kulturhistorikers Jacob Burckhardt (1818-1897) (picture-alliance / dpa / Bifab)

Der Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt war kein Weltveränderer. Seine Fans verehrten ihn zu Lebzeiten als pessimistischen Warner und Fortschrittgegner, aber auch als gekonnten Erzähler. Anlässlich seines 200. Geburtstages widmet die "Zeitschrift für Ideengeschichte" Burckhardt ihre aktuelle Ausgabe.

Gesellschaft

Newsgames Spielerisch Nachrichten konsumieren

ILLUSTRATION - Eine Frau sitzt am 06.02.2014 in Berlin vor einem Computerbildschirm auf dem das Spiel "Steuerflucht für Anfänger" läuft. Nachrichten sind eine ernste Sache. Dass Informationsvermittlung aber auch Spaß machen kann, zeigen Newsgames. Die journalistisch angelegten Spiele weisen Medienhäusern neue Wege auf - manche sehen sie jedoch kritisch. Foto: Marc Tirl/dpa (zu dpa "Spiel mit den Nachrichten: Newsgames als neue Form im Journalismus" vom 11.02.2014) | Verwendung weltweit (Marc Tirl/dpa)

Mit Newsgames werden komplizierte politische Mechanismen, Daten und Fakten zu aktuellen Themen für den Nutzer erfahrbar gemacht. Renommierte Medienhäuser bedienen sich dieser Form des Infotainments, aber wie inhaltstief kann das sein?

Bildungsexpertin zur Lehrerausbildung Digitale Nutzung bedeutet noch keine digitale Kompetenz

Ein russischer Junge blickt auf sein Smartphone (imago/ Itartass)

Angebote zum Umgang mit digitalen Medien seien in der Regel noch kein verpflichtender Bestandteil des Lehramtsstudiums, sagte Bianca Brinkmann vom Centrum für Hochschulentwicklung im Dlf. Dabei müssten Lehrer ihren Schülern schnellstens Kompetenzen zur Teilhabe an einer zunehmend digitalisierten Welt vermitteln.

Sport

Buchvorstellung Per Mertesacker ist ein "Weltmeister ohne Talent"

Das Bild zeigt Per Mertesacker im Trikot des Vereins FC Arsenal im September 2017. (imago / Kieran Galvin)

Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker hat in seiner Heimatstadt Hannover seine Biografie vorgestellt. Hier beschreibt er seinen Aufstieg vom TSV Pattensen bis zum FC Arsenal. Aber auch seine Versagensängste sind ein Thema.

Unai Emery Die Erwartungen sind hoch

Unai Emery folgt beim FC Arsenal auf Arsene Wenger. (imago)

Unai Emery wird neuer Chefcoach bei Arsenal London. Er folgt auf Trainer-Ikone Arsène Wenger, der den Verein nach 22 Jahren zum Saisonende verlassen wird. Emery soll die Mannschaft nach einer schwachen Saison wieder an die Spitze der englischen Premier-League führen.

Programm