Die Nachrichten

Minsk700 Festnahmen nach Protesten in Belarus

In Belarus hat die Polizei rund 700 Demonstranten in Gewahrsam genommen. Dies teilte das Innenministerium in Minsk mit. In vielen Städten hatte es gestern den vierten Abend in Folge Proteste gegen den offiziell verkündeten Wahlsieg von Staatschef Lukaschenko gegeben. In sozialen Netzwerken war in Videos zu sehen, wie die Menschen den Rücktritt Lukaschenkos forderten und gegen die Polizei-Gewalt protestierten. Es soll Verletzte gegeben haben. Die Behörden teilten unterdessen mit, man werde den Tod eines jungen Mannes in Polizeigewahrsam untersuchen. Die belarussische Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch sagte in einem Rundfunkinterview, der Machtapparat habe dem Volk den Krieg erklärt. Niemand habe sich eine solche Gewalt in Belarus vorstellen können. Lukaschenko müsse gehen. Die Nachbarländer Litauen, Lettland und Polen boten an, zwischen der Regierung und der Opposition zu vermitteln. Ihr Drei-Punkte-Plan sieht die Schaffung eines Nationalrats vor, dem Vertreter der belarusischen Zivilgesellschaft sowie der Regierung unter Präsident Lukaschenko angehören sollen. Zudem müssten alle inhaftierten Demonstranten freigelassen werden und die Gewalt gegen die Bürger aufhören. Lukaschenko lehnt einen Dialog mit seinen politischen Gegnern bislang strikt ab. Morgen beraten die EU-Außenminister in einer Sondersitzung über die Lage.

Statistisches BundesamtArmutsrisiko in Deutschland 2019 gestiegen

Das Armutsrisko in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren 2019 bundesweit knapp 16 Prozent der Bevölkerung von Armut bedroht. Im Jahr zuvor war es ein halbes Prozent weniger. Als arm gilt, wer 60 Prozent oder weniger des durchschnittlichen Haushaltseinkommens monatlich zur Verfügung hat. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert für einen Einpersonenhaushalt bei 1074 Euro. Den höchsten Anteil armutsgefährdeter Personen verzeichnete Bremen mit fast einem Viertel, am niedrigsten war der Wert in Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils um die 12 Prozent. Ob und wie sich die Corona-Krise auf das Armutsrisiko auswirkt, ist noch unklar.

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Test und Schutz

+ Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (13.08.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 12.08.) + Tests: Wo man sich testen lassen kann (Stand: 12.08.)

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 13.08.) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 09.06.) + Desinformation: Warum Bill Gates zum Ziel von Verschwörungstheoretikern geworden ist (Stand: 17.07.)

Urlaub und Freizeit

+ Reisen: [Die aktuellen Regelungen in Deutschland|https://www.deutschlandfunk.de/coronavirus-die-aktuellen-reiseregelungen-in-deutschland.1939.de.html?drn:news_id=1161238] (Stand: 01.08.) + Infektionszahlen und Einreise: Wie ist die Lage in den Urlaubsländern? (Stand: 04.08.) + Tourismus: Reise-Kunden können weiter Geld zurück verlangen (Stand: 01.08.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle spielen Aerosol-Partikel bei der Übertragung? (Stand: 12.08.) + Prävention: Wie es derzeit um eine Zweite Welle beim Coronavirus steht (Stand: 06.08.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 11.08.) + "Superspreader-Events": Wann können Demonstrationen, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden? (Stand 07.08.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus? (Stand: 11.08) + Spätfolgen: Wie sehen die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion aus? (Stand: 08.08.) + Einkaufswagen und Co: Wie lange sich das Coronavirus auf Oberflächen hält (Stand: 08.08.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Coronavirus-PandemieSpahn für schnelle Behebung der Testpanne in Bayern

Bundesgesundheitsminister Spahn hat sich zurückhaltend über die Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern geäußert. Im ZDF nannte der CDU-Politiker die Verzögerungen "ärgerlich". In außergewöhnlichen Zeiten passierten aber auch Fehler. Entscheidend sei, dass sie transparent gemacht und dann schnell behoben würden, wie es die bayerische Staatsregierung ja auch mache. 44.000 Reiserückkehrer haben nach Coronatests in Bayern noch kein Ergebnis bekommen, darunter 900 nachweislich Infizierte. Die positiv Getesteten sollen bis heute Mittag informiert werden. Grund für die Verzögerungen sind nach offiziellen Angeben vor allem Probleme bei der händischen Übertragung von Daten und eine unerwartet hohe Nutzung des Angebots.

Opposition: "eklatantes Regierungsversagen"

Der bayerische Ministerpräsident Söder sagte einen geplanten Besuch in Schleswig-Holstein ab. Oppositionspolitiker von Grünen, SPD und FDP in Bayern sprachen von "eklatantem Regierungsversagen". In Bayern können sich alle Reisenden seit dem 25. Juli bei der Ankunft an den Flughäfen München und Nürnberg freiwillig testen lassen, seit dem 30. Juli auch an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie mehreren Autobahnraststätten. Für Urlauber aus Risikogebieten greift seit Samstag bundesweit eine Testpflicht.

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

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Test und Schutz

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Zahlen und Daten

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Urlaub und Freizeit

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Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle spielen Aerosol-Partikel bei der Übertragung? (Stand: 12.08.) + Prävention: Wie es derzeit um eine Zweite Welle beim Coronavirus steht (Stand: 06.08.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 11.08.) + "Superspreader-Events": Wann können Demonstrationen, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden? (Stand 07.08.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus? (Stand: 11.08) + Spätfolgen: Wie sehen die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion aus? (Stand: 08.08.) + Einkaufswagen und Co: Wie lange sich das Coronavirus auf Oberflächen hält (Stand: 08.08.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

RKI1.445 gemeldete Neuinfektionen - höchster Wert seit Anfang Mai

Die Zahl der neu registrierten und bestätigten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist innerhalb eines Tages um 1.445 gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Anfang Mai. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind seit Beginn der Pandemie 219.964 Infektionen gemeldet worden. Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Bundesländer, Kalayci, zeigte sich alarmiert. Die SPD-Politikerin sagte im Deutschlandfunk, man müsse genau beobachten, wo die Ausbrüche stattfänden. Kranken- und Pflegeeinrichtungen hätten die Situation inzwischen gut im Griff. Es verschiebe sich etwas: Der private Haushalt und Feierlichkeiten seien große Infektionsherde. Es sei wichtig, den Anteil der Infektionen bei Ausbrüche wie in Unternehmen oder in Wohnblöcken zu beziffern, denn dann könne man dies eindämmen. Das Infektionsgeschehen sei inzwischen breiter gestreut und die Infektionsketten seien dadurch schwerer nachzuvollziehen und einzudämmen. Auch in Berlin sei eine zunehmende Nachlässigkeit zu beobachten. Wenn beispielsweise vor Kneipen oder Gaststätten "Ballermannverhältnisse" entstünden, werde das zum Problem. Man wolle aber vermeiden, alle Gaststätten zu schließen, deshalb müsse man gezielt vorgehen. Grundsätzlich müsse mehr kontrolliert und es müssten mehr Bußgelder verhängt werden.

Testpanne in Bayern

Mit Blick auf die Testpanne in Bayern sagte Kalayci, es sei wichtig, dass die Testergebnisse die betroffenen Personen schnell erreichten. Sie sollten sich, bis das Testergebnis komme, in Quarantäne begeben. Insgesamt seien die Testungen in Deutschland in sehr kurzer Zeit erweitert worden und bei Häufungen könne immer zu Engpässen kommen. Das Infektionsgeschehen sei international hochdynamisch und Reiserückkehrer stellten ein erhebliches Risiko dar. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte sich im Deutschlandfunk ähnlich geäußert. Der ungebrochene Trend zu höheren Infektionszahlen quer durch das Land beunruhige auch die Regierung. Der Anstieg könne eine neue Dynamik entfalten, denn es gebe inzwischen viele kleinere und größere Ausbrüche im ganzen Land.

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

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Test und Schutz

+ Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (13.08.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 12.08.) + Tests: Wo man sich testen lassen kann (Stand: 12.08.)

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 12.08.) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 09.06.) + Desinformation: Warum Bill Gates zum Ziel von Verschwörungstheoretikern geworden ist (Stand: 17.07.)

Urlaub und Freizeit

+ Reisen: [Die aktuellen Regelungen in Deutschland|https://www.deutschlandfunk.de/coronavirus-die-aktuellen-reiseregelungen-in-deutschland.1939.de.html?drn:news_id=1161238] (Stand: 01.08.) + Infektionszahlen und Einreise: Wie ist die Lage in den Urlaubsländern? (Stand: 04.08.) + Tourismus: Reise-Kunden können weiter Geld zurück verlangen (Stand: 01.08.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle spielen Aerosol-Partikel bei der Übertragung? (Stand: 12.08.) + Prävention: Wie es derzeit um eine Zweite Welle beim Coronavirus steht (Stand: 06.08.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 11.08.) + "Superspreader-Events": Wann können Demonstrationen, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden? (Stand 07.08.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus? (Stand: 11.08) + Spätfolgen: Wie sehen die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion aus? (Stand: 08.08.) + Einkaufswagen und Co: Wie lange sich das Coronavirus auf Oberflächen hält (Stand: 08.08.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Streit um AtomexporteKlage gegen Ausfuhr von Brennelementen nach Belgien

Der Streit um den Export von Brennelementen aus Deutschland in das belgische Atomkraftwerk Doel geht in die nächste Runde. Ein Atomkraftgegner aus Aachen hat beim Verwaltungsgericht Frankfurt am Main Klage eingereicht. Er habe das stellvertretend für Anti-Atomkraft-Initiativen aus Aachen, Lingen, Bonn und Münster sowie die Ärzteorganisation IPPNW und das Umweltinstitut München getan, hieß es in einer Mitteilung. Die Klage richtet sich gegen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die in Eschborn ansässige Behörde hatte den Export aus Lingen genehmigt und später einen Widerspruch zurückgewiesen. Erstmals müsse sich nun ein bundesdeutsches Gericht mit der Sicherheit von Atomkraftwerken im grenznahen Ausland auseinandersetzen, hieß es weiter in der Mitteilung.

Breite Ablehnung der Atomexporte

SPD, Grüne, Linke, aber auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet (CDU) hatten sich gegen weitere Lieferungen von Brennelementen ins benachbarte Belgien ausgesprochen. Sie halten die Kernkraftwerke Doel bei Antwerpen und Tihange nahe Lüttich für unsicher. Im Juli 2019 hatte der Europäische Gerichtshof überdies festgestellt, dass die zur Laufzeitverlängerung von Doel erforderliche grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erfolgt sei.

Koalitionsvertrag und Kontroverse zweier Ministerien

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD betont, sie wollten verhindern, "dass Kernbrennstoffe aus deutscher Produktion in Anlagen im Ausland, deren Sicherheit aus deutscher Sicht zweifelhaft ist, zum Einsatz kommen." Das SPD-geführte Bundesumweltministerium hat dementsprechend den Entwurf für ein Gesetz vorgelegt, dass Lieferungen an Atomkraftwerke untersagt, die näher als 150 Kilometer an der deutschen Grenze liegen und älter als 30 Jahre sind. Nach einem Bericht der "tageszeitung" sperrt sich das Wirtschaftsministerium bisher gegen das Gesetzgebungsvorhaben. Wohl deshalb begrüßte das Umweltministerium die nun angekündigte Klage. Ein Sprecher erklärte, man setze auf eine verbindliche Klärung der Rechtslage durch die Verwaltungsgerichtsbarkeit.

IndonesienErneuter Vulkanausbruch führt zu Flugwarnung

Die indonesischen Behörden haben aufgrund eines weiteren Ausbruchs des Vulkans Sinabung auf der Insel Sumatra eine Flugwarnung verhängt. Nach Angaben der örtlichen Behörden stieg heute erneut eine Aschesäule aus dem Krater zwei Kilometer in den Himmel. Es bestehe die Möglichkeit, dass es zu weiteren Ausbrüchen komme, die Fluggesellschaften sollten in Alarmbereitschaft sein. Im Radius von fünf Kilometern um den Vulkan sei eine Sperrzone eingerichtet worden. Bereits am Montag hatte der Sinabung eine Kilometer hohe Säule aus Asche und Rauch ausgestoßen.

ChinaAlle Städte ab 200.000 Einwohner bekommen Bahnanschluss

China will sein Schienennetz bis zum Jahr 2035 um ein Drittel erweitern. Das derzeit zweitgrößte Eisenbahnnetz der Welt soll auf 200.000 Kilometer verlängert werden, wie die staatliche China State Railway Group bekanntgab. Davon sollen etwa 70.000 Kilometer Hochgeschwindigkeitsstrecken sein. Alle Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern werden demnach innerhalb der nächsten 15 Jahre an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Diejenigen mit mehr als 500.000 Einwohnern sollen einen Hochgeschwindigkeitsanschluss bekommen. Laut der Ankündigung soll der Eisenbahnbau auch an Orten gefördert werden, in denen vor allem ethnische Minderheiten leben. Ebenso sollen Grenzgebiete und unterentwickelte Regionen in Zentral- und West-China angeschlossen werden. Das solle zu mehr Wohlstand führen und dazu beitragen, den ländlichen Raum zu beleben, hieß es.

GriechenlandMitsotakis dankt Macron für Beistand im Streit mit der Türkei

Der griechische Ministerpräsident Mitsotakis hat Frankreich für die Unterstützung im Streit mit der Türkei gedankt. Er sagte, Präsident Macron sei ein wahrer Freund Griechenlands. Macron hatte gestern angekündigt, dass Frankreich seine Militärpräsenz im Mittelmeer vorübergehend verstärken wird. Grund ist ein türkisches Forschungsschiff, das zwischen Kreta und Zypern Öl- und Gasvorkommen erkundet und dabei von Kriegsschiffen begleitet wird. Griechenland beansprucht das Seegebiet für sich. Mitsotakis warnte in einer Fernsehansprache vor der Gefahr eines Unfalls in der aufgeheizten Situation. Griechenland sei nicht gegen Dialog. Allerdings werde ein Dialog irrelevant in einem Klima der Spannung und Provokation. Der türkische Präsident Erdogan sagte, eine Lösung des Konflikts könne nur in Verhandlungen erreicht werden. Die Türkei suche kein Abenteuer. Sowohl Griechenland als auch die Türkei sind Mitglieder der Nato.

Streit um Öl- und GasvorkommenFrankreich will Marinepräsenz im östlichen Mittelmeer verstärken

Frankreich hat angesichts des Konflikts um Öl- und Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer angekündigt, seine Marinepräsenz dort zu verstärken. Präsident Macron beriet per Telefon mit dem griechischen Regierungschef Mitsotakis. Er bekräftigte Frankreichs Absicht, in dem Konflikt für das Völkerrecht einzustehen und rief die türkische Regierung dazu auf, einen friedlichen Dialog mit Griechenland und den anderen Nato-Partnern zu ermöglichen. Mitsotakis betonte, die jüngsten Spannungen würden durch einseitige Entscheidungen der Türkei verursacht und müssten beendet werden. Die Linken-Politikerin Demirel kritisierte die Ankündigung Frankreichs, mehr Marineeinheiten ins östliche Mittelmeer zu schicken. Die stellvertretende Vorsitzende im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Türkei des Europaparlaments sagte im Deutschlandfunk (Audio-Link), sie glaube nicht, dass es eine militärische Lösung geben könne. Auch die Zypern-Frage spiele eine Rolle. Es sei wichtig, dass sich die betroffenen Staaten an einen Tisch setzten und versuchten, eine diplomatische Lösung zu suchen. Eine Konferenz könne wegweisend sei, da müsse sich aber auch die griechische Seite bewegen. Es sei kein Konflikt von zwei Wochen - sondern ein größeres Thema auf europäischer Ebene. Fakt sei, dass sich die Positionen verhärteten, betonte Demirel. Griechenland habe versucht, in Zusammenarbeit durch ein neues Abkopmmen mit Ägypten Fakten zu schaffen. Der Konflikt sei vielschichtig, aber die Türkei reagiere militärisch aggressiv und dies müsse zurückgewiesen werden. Sie wünsche sich, dass die EU eine vermittelnde Rolle spiele - und auch die Zypern-Frage behandele. Morgen befassen sich die EU-Außenminister mit dem Streit. Es geht es um die Frage, wem der Zugriff auf die Öl- und Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer zusteht. Die Türkei, die Republik Zypern und Griechenland erheben jeweils eigene Ansprüche auf die betreffenden Seegebiete. Der Konflikt hatte durch ein türkisches Erkundungsschiff in der Region an Schärfe zugenommen.

Covid-19Beratungen über Lage an den Schulen im Kanzleramt

Im Bundeskanzleramt finden heute Beratungen über die Lage an Schulen in der Corona-Krise statt. Nach Regierungsangaben geht es um einen Austausch zu den Herausforderungen, vor denen die Schulen in Zeiten der Pandemie stünden. Thema sollen auch digitale Bildungsangebote sein. An dem Treffen nehmen demnach Bundeskanzlerin Merkel, Bildungsministerin Karliczek, die SPD-Kovorsitzende Esken sowie mehrere Kultusminister der Länder teil. Weiter hieß es, Beschlüsse seien nicht geplant, weil Bildung Kompetenz der Länder sei und auch nicht alle Kultusminister anwesend seien.

Baerbock (Grüne): Treffen komme zu spät

Die Grünen-Vorsitzende Baerbock kritisierte im ZDF, das Treffen komme viel zu spät und hätte schon nach den Osterferien stattfinden müssen. Sie erwarte, dass die Beratungen konkrete Maßnahmen hervorbringen und nicht nur einen Lagebericht zur Folge haben. Der Bund müsse beispielsweise in Absprache mit den Ländern dafür sorgen, dass in den Schulen genügend Fachpersonal zur Verfügung stehe, um Lerngruppen klein zu halten. Außerdem müsse die Digitalisierung vorangetrieben und eine Infrastruktur in den Gebäuden geschaffen werden, die Unterrichten in der Pandemie möglich mache. Die Schulen hätten besser vorbereitet werden müssen, damit Kinder zu Hause nicht nur Aufgaben per Mail oder Cloud bekämen, sondern tatsächlich digitaler Unterricht abgehalten werden könne, betonte die Grünen-Chefin. Grundsätzlich warf Baerbock der Bundesregierung angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionen Nachlässigkeit vor. Seit Monaten sei die Regierung nur auf Sicht gefahren. Die Testungen von Reiserückkehrern hätte ihrer Ansicht nach schon zu Beginn der Sommerferien stattfinden müssen und nicht erst, wenn schon viele Urlauber wieder zurück seien. "Das fällt uns jetzt auf die Füße." Die Bundesregierung ergreife Maßnahmen, die man vorausschauend tun müsste, ad hoc. Das führe dazu, dass es jetzt wieder mehr Fälle gebe.

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Corona-Infektionsgeschehen "Problematisch ist, dass die Neuinfektionen gestreut auftreten"

Dilek Kalayci (SPD), Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung bei einer Pressekonferenz (imago/Christian Ditsch)

INTERVIEW Nach Einschätzung der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci findet derzeit eine besorgniserregende Verschiebung bei den Corona-Neuinfektionen statt. Diese ließen sich immer weniger lokalisierbaren Ausbrüchen zuordnen. Damit seien sie schwieriger beherrschbar, warnte die SPD-Politikerin im Dlf.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Gasstreit im Mittelmeer „Auch die EU muss sich von ihrer Heuchelei befreien“

Özlem Demirel, Abgeordnete der Linken im EU-Parlament (imago/Piero Chiussi)

INTERVIEW Im Streit um Seegebiete und Bodenschätze im Östlichen Mittelmeer spitze die Türkei die Lage militärisch aggressiv zu, sagte die Linke-Europaabgeordnete Özlem Demirel im Dlf. Der Konflikt sei jedoch vielschichtiger und neben Griechenland verfolgten auch EU und andere Länder ihre Interessen in der Region.

US-Demokraten Harris und Biden setzen auf Hoffnung und Vernunft

Kamala Harris und Joe Biden treten mit Corona-bedingten Abstand zueinander gemeinsam auf einer Bühne auf. Harris steht am Redepult während Biden ihr zuhört. (AFP / Olivier DOULIERY)

In Delaware traten erstmals Joe Biden und Kamala Harris im US-Wahlkampf gemeinsam auf. Der designierte Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten und seine Vizekandidatin präsentierten sich als Team, das Menschlichkeit und Empathie als Teil politischer Lösungen sieht. Donald Trump kritisierte beide scharf.

COVID-19 Wettlauf um den Corona-Impfstoff

Mehrere Injektionsnadeln liegen in einem Halbkreis, das Foto ist künstlerisch verfremdet. (imago / Future Image)

Der Wettbewerb um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs erinnert an den Wettlauf um den Weg ins All. Es dürfte kein Zufall sein, dass Russland seinen überraschend zugelassenen Impfstoff „Sputnik V“ nennen will. Auch andere Projekte sind schon sehr weit. Ein Überblick über den Stand der Forschung.

Europäische Union Europaabgeordnete fordern Sanktionen gegen Belarus

Belarus, Minsk: Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus, gestikuliert während einer Rede. (Sergei Grits/AP/dpa)

Etliche Abgeordnete des Europaparlaments haben das zögerliche Verhalten von EU-Außenminister Josep Borrell zur politischen Lage nach der Wahl kritisiert. Sie fordern, die Wahl nicht anzuerkennen und Sanktionen gegen diejenigen, die die Gewalt im Land zu verantworten haben.

Newsblog zum Coronavirus Erneut höchster Wert an Neuinfektionen seit Mai

Gesundheitspersonal in Schutzkleidung spiegelt sich in einer Autoscheibe (AFP/Christof Stache)

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus um 1.445 gestiegen. Zehntausende Reiserückkehrer warten nach Corona-Tests in Bayern noch auf das Ergebnis. Im Bundeskanzleramt finden heute Beratungen über die Lage an Schulen in der Coronakrise statt. Weitere Entwicklungen in unserem Newsblog.

Corona-Risikobewusstsein "Gruppe der Unbesorgten groß genug, um Probleme zu verursachen"

Ein Mann in Schutzkleidung nimmt eine Speichelprobe von einer Frau im Corona-Testcenter für Reiserückkehrer am Flughafen Stuttgart  (imago / Lichtgut)

INTERVIEW Die meisten Deutschen überschätzen einer aktuellen DIW-Studie nach das Risiko einer COVID-19-Erkrankung. Dennoch gebe es auch Gruppen, die glaubten, sie hätten kaum ein Risiko, sagte Studienautor Gert G. Wagner Dlf. Die Politik sei hier gefordert, diese Menschen besser zu erreichen.

Grundschulstart in NRW "Ein Plan, aber noch lange kein Masterplan"

Zwei Kinder mit Schulranzen und Fahrradhelmen sind von hinten auf ihren Fahrrädern auf dem Schulweg zu sehen. (dpa / Ralf Hirschberger)

INTERVIEW Die Rückkehr zum Regelunterricht zum Schulstart in NRW sei nicht ganz einfach gewesen, so Stephan Behlau, NRW-Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung, im Dlf. Vom "Masterplan Grundschule" ist er eher enttäuscht – und bemängelt fehlende Ressourcen.

Plastikmüll in Südostasien Die giftigen Folgen des deutschen Müllexports

Straßenkinder stehen inmitten von Abfällen neben einem Bagger auf einer Müllhalde in Malaysia, Aufnahme geschätzt, ca. 2012 (imago/HBLnetwork)

Jedes Jahr exportieren westliche Länder hunderttausende Tonnen Plastikmüll zum Recycling nach Südostasien. Viele der Abfälle werden aber nicht wiederverwertet, sondern landen in der Natur oder werden illegal verbrannt – mit drastischen Folgen, wie das Beispiel Malaysia zeigt.

Auswärtiges Amt Projekt "Religion und Außenpolitik" auf Eis gelegt

"Auswärtiges Amt" steht am der Außenmauer des Ministeriums in Berlin. (Markus Heine dpa/lbn)

Nurhan Soykans Berufung als Beraterin für das Projekt "Religion und Außenpolitik" des Auswärtigen Amtes stößt auf Kritik. Die stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland soll sich antisemitisch geäußert haben. Das Auswärtige Amt hat das Projekt gestoppt - und schweigt.

Debattenkultur Wenn auch ohne Sprechverbote keiner reden will

Auf einem Mundschutz steht der Schriftzug Maulkorb. (picture alliance/dpa-Zentralbild)

Er habe irgendwann angefangen, fremden Leuten ungefragt Feedback auf Texte zu schreiben, bekennt unser Kolumnist Matthias Dell. Meist seien das Journalistinnen und Journalisten. Doch diejenigen, die Sprechverbote beklagten, würden fast nie antworten. Ein Widerspruch, findet Dell.

Bewässerung von Reben Warum Wasser im Weinbau zum Konflikthema wird

Unter Wasserfontänen liegen am 08.07.2015 die Weinberge bei Escherndorf (Bayern). Aufgrund des extrem heißen und trockenen Wetters in Franken bewässern Winzer ihre Weinberge mit Wasser aus dem Main um ihre Erträge zu sichern. (picture alliance / Karl-Josef Hildebrand)

Immer mehr Weinreben müssen wegen zunehmender Trockenheit bewässert werden – so auch in der Pfalz. Die Bewässerung im Weinbau ist seit dem Jahr 2003 erlaubt, erhöht im größten deutschen Gemüseanbaugebiet jedoch die Konkurrenz um das ohnehin knappe Grundwasser. Auch die Umwelt leidet.

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Politik

Deutsch-amerikanische Freundschaft "Beziehungen waren noch nie so schlecht wie gerade"

Angela Merkel stützt sich auf den Tisch, Donald Trump verschränkt die Arme beim G7-Gipfel in Kanada, 2018 (dpa / Jesco Denzel / Bundesregierung)

INTERVIEW Die deutsch-amerikanische Freundschaft ist historisch gewachsen. Aber die Basis bröckelt gerade, sagte der Historiker Simon Wendt im Dlf. Mit der kommenden Präsidentschaftswahl könne sich das aber wieder ändern. Die Beziehungen seien "nicht irreparabel beschädigt".

Kipping (Linke) zur SPD "Scholz steht für Inhalte, gegen die wir hart protestiert haben"

Erfurt:  im Gespräch im Anschluss an die Aufzeichnung der Sendung maischberger. vor ort am 11. März 2020 im Erfurter Palmenhaus.  (imago-images.de/Jacob Schröter)

INTERVIEW Katja Kipping, Chefin der Linkspartei, hat sich grundsätzlich für ein Bündnis mit der SPD ausgesprochen. Man brauche Mehrheiten links der Union, sagte Kipping im Dlf. Olaf Scholz sei nicht ihr Lieblingskanzlerkandidat der SPD, doch er könne sich möglicherweise inhaltlich neu orientieren.

Wirtschaft

Corona-Hilfen Unternehmen halten sich bei Kreditanträgen zurück

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Kreditprogramme, Soforthilfen und Kreditstundungen: Die Möglichkeiten der staatlichen Unterstützung für Firmen und Selbstständige sind vielfältig. Doch tatsächlich hat nur ein kleiner Teil der deutschen Unternehmen bislang einen Antrag auf Kredit gestellt - aus mehreren Gründen.

Elektronische Sicherung Mit GPS und Sim-Karte das Rad vor Diebstahl schützen

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Wer sein Fahrrad gegen Diebstahl sichern möchte, kann zur elektronischen Radsicherung greifen. Dabei ist die Kombination von GPS und SIM-Karte am sinnvollsten. Verbraucher sollten vor einem Kauf jedoch die Kosten vergleichen. Und: Nicht jeder Diebstahlschutz ist im Alltag praktikabel.

Wissen

IT-Sicherheit Hacker manipulieren Ampeln

Ein Radfahrer fährt nachts über eine grüne Kreuzung. (imago stock&people / Florian Gaertner)

Verkehrsleitsysteme helfen, Staus zu vermeiden. In vielen Städten steuern sie Ampeln so, dass der Verkehr möglichst gut fließt. Doch die Technik birgt Risiken: Hacker könnten damit für Chaos auf den Straßen sorgen. Wie einfach das geht, zeigen die Experimente niederländischer IT-Experten.

Klimawandel Forscher: "Sind nicht an dieses andere Klima angepasst"

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INTERVIEW Sind wir in Sachen Klimawandel auf dem Weg in ein "Worst-Case-Szenario"? Elmar Kriegler vom Potsdam-Institut geht zumindest davon aus, dass es zu einer "massiven Veränderung" kommen wird, die in den Regionen unterschiedlich ausgeprägt auftreten wird. Wir als Menschen würden das mit vielen Konsequenzen bezahlen.

Europa

Heftige Proteste in Warschau LGBT-Community nimmt Margots Verhaftung nicht hin

Proteste in Warschau der LGBT Community (imago-images.de/Eastnews)

Die Auseinandersetzung zwischen der polnischen Regierungspartei PiS und der LGBT-Community im Land hat einen neuen Höhepunkt erreicht. In Warschau kam es zu heftigen Tumulten zwischen der Polizei und Vertretern der schwul-lesbischen Verbände, weil eine LGBT-Aktivistin immer noch in Haft sitzt.

Niederlande Wütende Landwirte wehren sich gegen Umweltauflagen

Ausbringen von Gülle auf dem Feld – aufgenommen in den Niederlanden. (imago images / blickwinkel)

Besonders dort, wo Tiere in Massen gehalten werden, überschreiten die Niederlande die EU-Grenzwerte für Stickstoff-Emissionen. Das ist schädlich für die Artenvielfalt. Mit neuen Regeln will die niederländische Regierung das Problem in den Griff bekommen. Doch viele Landwirte wollen da nicht mitmachen.

Kultur

Youtube-Tutorials für den Alltag "Es werden Erfolgsgeschichten erzählt"

Frauenhände, die mit dem Handy ein Foto von einem Stück Kuchen und Kaffee in einem Kaffeeshop machen (imago images / Westend61)

Aufstehen um 5 Uhr morgens, Tee trinken, Yogaübungen machen, schminken, duschen und dann erfolgreich in den Tag starten. "Morgenroutinen" stehen bei Youtube gerade sehr hoch im Kurs. Die Macherinnnen werden als Lifestyle Expertinnen wahrgenommen, sagt Lotta Körber, Kulturwissenschaftlerin im Dlf.

Mode als politisches Statement Ivanka Trump und die Botschaft ihrer weißen Kleidung

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Ivanka Trump trägt seit Juni fast ausschließlich weiße Kleidung. Von der Bluse über den Blazer bis hin zu den Pumps von Manolo Blahnik - reinste Helligkeit dominiert die Garderobe der Präsidententochter. Die politische Botschaft steckt zwischen den Falten.

Literatur

Missbrauchsroman von Ulrike Almut Sandig Die Uneindeutigkeit aushalten

Das Foto zeigt die Lyrikerin Ulrike Almut Sandig. (dpa / picture alliance / Frank May)

Wenn der Täter aus dem Roman an einen realen Menschen erinnert: Wie hängen Leben und Literatur zusammen? Und wie gehen wir mit diesem Verhältnis um, wenn uns von familiärer Gewalt erzählt wird? Eine Spurensuche in Ulrike Almut Sandigs Roman "Monster wie wir".

Robert Seethaler "Der Kontakt zu Leserinnen und Lesern ist sehr erfüllend"

Portrait von Robert Seethaler, der sein Gesicht zur Hälfte hinter einer Tür versteckt. (Imago / Leemage/ Leonardo Cendamo)

Der Bestseller-Autor Robert Seethaler steht nicht gerne im Rampenlicht. Dennoch sind Lesereisen für ihn ein wichtiger Teil seines Berufs. Der direkte Austausch mit seinem Publikum sei immer wieder "schön und berührend", sagte er im Dlf.

Gesellschaft

Jüdischer Buddhismus Du kannst einen Buddha neben mir haben

Eine Buddha-Skulptur im Gras. (imago)

Unter Jüdinnen und Juden in den USA gibt es ein überdurchschnittlich großes Interesse am Buddhismus. Und ein eigenes Wort dafür: JewBus – jüdische Buddhisten. Der Trend ist schon über 100 Jahre alt und erreichte bald auch Deutschland. Zeitweise lebte hier der allererste JewBu.

Studie über Bischof in der NS-Zeit "Nationalreligiös, nicht nationalsozialistisch"

(L-r): Der päpstliche Nuntius Bischof Aloysius Muench, NN, Kardinal Joseph Frings und Erzbischof Lorenz Jaeger. Am 01.09.1949 wurde in Bochum der bis zum 04.09.1949 dauernde 73. Deutsche Katholikentag eröffnet. (Picture Alliance / dpa)

Der frühere Erzbischof von Paderborn Lorenz Jaeger mobilisierte in Predigten für den angeblich "gerechten Krieg" Hitlers. Eine neue Studie im Auftrag des Erzbistums untersucht Jaegers Rolle in der NS-Zeit und bemüht sich um Differenzierung: Jaeger habe gegen den "Bolschewismus" gepredigt, aber keinen rassistischen Vernichtungskrieg befürwortet.

Sport

Corona und der Fußball Milliardenbranche kann nicht erneut privilegiert werden

Europa League Bayer 04 Leverkusen vs. Internazionale Mailand Stadion Innenraum Anpfiff Gedenkminute Fußball , UEFA, Europa League, Saison 19/20 Viertelfinale Bayer 04 Leverkusen : Internazionale Mailand In der Merkur Spiel Arena in Düsseldorf Foto: Norbert Schmidt / Pool Nur für journalistische Zwecke. Editorial use only Duesseldorf Merkur Spiel Arena NRW Germany *** Europa League Bayer 04 Leverkusen vs. Internazionale Milano Stadium Interior Kick-off Minute of Commemoration Football , UEFA, Europa League, Season 19 20 Quarterfinal Bayer 04 Leverkusen Internazionale Milano In der Merkur Spiel Arena in Düsseldorf Photo Norbert Schmidt Pool For journalistic purposes only Editorial use only Duesseldorf Merkur Spiel Arena NRW Germany Poolfoto Norbert Schmidt / Pool ,EDITORIAL USE ONLY (imago images / Poolfoto / Norbert Schmidt)

KOMMENTAR Die Gesundheitsminister sind vorerst gegen eine Rückkehr der Fans in die Fußballstadien. Dies ist die einzig logische und richtige Konsequenz, meint Mathias von Lieben. Denn es wäre eine Öffnung hinein in eine zunehmende Infektionsgefahr, die Epidemiologen für den Herbst sowieso erwarten.

Corona und Fußball Niederlande starten mit Fans - nur mit wie vielen?

ROTTERDAM - Feyenoord - Sparta , Football , Season 2020/2021, friendly pre-season match, Eredivisie , Stadium Feijenoord de Kuip , 09-08-2020 , Supporters with Masks and distance Feyenoord - Sparta PUBLICATIONxNOTxINxNED x8879489x Copyright:  (imago images / Pro Shots)

Die neue Saison im niederländischen Profifußball wird nach jetzigen Stand mit Fans in den Stadien beginnen - aber mit Abstand und ohne Gesänge. Wie viele Zuschauer letztlich dabei sein dürfen, sollen die Kommunen entscheiden. Für Feyenoord-Trainer Dick Advocaat ist die Rechnung einfach.

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