DLF24 | Die Nachrichten

Wahlen in der TürkeiErdogan offiziell Sieger

Die türkische Wahlkommission hat offiziell den Sieg von Präsident Erdogan bestätigt. Der Chef der Behörde, Güven, sagte in der Nacht auf einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz in Ankara, Erdogan habe im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen erhalten. Bisher seien rund 97 Prozent der Stimmen in das System der Kommission eingegeben worden, der Rest könne das Ergebnis nicht mehr ändern, betonte Güven. Erdogans Stimmenanteil wird von der Nachrichtenagentur Anadolu mit 52,5 Prozent angegeben. Erdogan selbst hatte bereits kurz vor Mitternacht den Sieg für sich beansprucht. Seine Anhänger feierten unter anderem auf dem Istanbuler Taksim-Platz sowie vor der Residenz Erdogans. Die Opposition zweifelt das Ergebnis an. Anhänger des sozialdemokratischen Kandidaten Ince, der auf etwa 31 Prozent der Stimmen kam, versammelten sich vor der Parteizentrale der CHP in Ankara sowie in Izmir. Ince selbst will sich am Vormittag zu dem Ergebnis äußern. Wahlbeobachter hatten vor allem im Südosten von zahlreichen Unregelmäßigkeiten berichtet. Bei der parallel stattfindenden Parlamentswahl wurde die AKP zwar wieder stärkste Kraft, braucht aber für eine Mehrheit ihren Bündnispartner, die nationalistische MHP. Auch die pro-kurdische HDP schaffte es über die Zehn-Prozent-Hürde ins Parlament, obwohl sie von den Medien vollständig ignoriert worden war. Mit den Wahlen wurde die Einführung des Präidialsystems abgeschlossen. Der neugewählte Präsident erhält weitreichende Vollmachten und ist auch Regierungschef. Der Posten des Ministerpräsidenten wird abgeschafft. Bei den wahlberechtigten Türken in Deutschland stieß Erdogan auf mehr Zuspruch als in der Türkei selbst. Nach Auszählung von knapp 80 Prozent der Stimmen erhielt Erdogan 65,8 Prozent, Herausforderer Ince kam auf nur 21,5 Prozent der Stimmen.

Türkei-WahlDeutsche Politiker kritisieren Ablauf

Die Linken-Politikerin Dagdelen hat den Ablauf der Wahlen in der Türkei kritisiert. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Abstimmungen seien weder fair noch frei gewesen. Mit Manipulationen habe Erdogan sein Ziel, ein autoritäres Präsidialsystem, erreicht. Der Grünen-Politiker Özdemir meinte, wenn der Wahlkampf einigermaßen fair verlaufen wäre, hätte Erdogan die Macht abgeben müssen. Die AfD-Politikerin Weidel erklärte, sie befürchte, dass künftig innertürkische Konflikte verstärkt auf Deutschlands Straßen ausgetragen würden. Demgegenüber äußerte die Türkische Gemeinde die Hoffnung, dass es nach der Wahl ein Ende der Spannungen zwischen den türkischen Gruppen in Deutschland geben könne. - Etwa zwei Drittel der wahlberechtigten Türken in Deutschland haben Erdogan gewählt.

UmweltbundesamtUBA-Präsidentin: Steuer auf Plastikprodukte prüfen

Um den Einsatz von Plastikprodukten zu begrenzen hat die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Krautzberger, die Einführung einer Steuer ins Gespräch gebracht. Die ökonomischen Anreize, die Umwelt zu schützen, seien nach wie vor schwach ausgeprägt, sagte Krautzberger der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Darum sei es sinnvoll, über eine solche Abgabe nachzudenken. Allerdings komme es auf die Ausgestaltung der Steuer an. Als richtig und wichtig bezeichnete sie die Pläne der EU-Kommission, Plastikprodukte wie Trinkhalme und Plastikgabeln zu verbieten. Für viele Gegenstände wie Plastikflaschen oder Plastiktüten gebe es gute Alternativen, die viele Male benutzt werden könnten.

Rotes KreuzDeutschland ist nicht für Extremfälle gerüstet

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Hasselfeldt, sieht die Bundesrepublik nicht ausreichend für extreme Ereignisse wie Naturkatastrophen, Epidemien oder Terroranschläge gewappnet. Deshalb würden im Auftrag des Bundes in zehn über das Land verteilten Lagern Zelte, Kleidung, Medikamente und Lebensmittel deponiert, sagte die frühere CSU-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen". Die geschätzten Kosten lägen bei rund 100 Millionen Euro für die Erstausstattung. Bis zu 50.000 Menschen könnten damit im Ernstfall versorgt werden. Nach Ende des Kalten Krieges seien vielerorts solche Depots geschlossen worden, erklärte Hasselfeldt weiter. Die restlichen Einrichtungen reichten nicht mehr aus. Zudem gebe es inzwischen neue Risiken, etwa das eines Cyberangriffs auf Krankenhäuser oder auf die Stromversorgung.

FrankreichZehn Festnahmen bei Anti-Terror-Ermittlungen

In Frankreich haben Anti-Terror-Ermittler zehn Personen aus dem rechtsradikalen Milieu festgenommen, die einen Anschlag geplant haben sollen. Das teilte Innenminister Collomb gestern Abend in Paris mit. Die Staatsanwaltschaft habe schon vor zwei Monaten mit den ersten Ermittlungen zu dem Fall begonnen. Collomb dankte dem Inlandsgeheimdienst DGSI, der in den Anti-Terror-Kampf eingebunden ist. - Medienberichten zufolge sollen die Verdächtigen einen Anschlag auf Muslime vorbereitet haben.

Fußball-WMKolumbien gewinnt, Polen scheidet aus

Bei der Fußball-WM hat Kolumbien mit 3:0 gegen Polen gewonnen. Damit ist Polen bereits vorzeitig ausgeschieden. Im zweiten Spiel der Gruppe H trennten sich der Senegal und Japan 2:2. Sicher im Achtelfinale steht England, das Panama mit 6:1 besiegte. Heute spielen: Saudi-Arabien - Ägypten, Uruguay - Russland, Iran - Portugal und Spanien - Marokko.

FlüchtlingspolitikTajani fordert Schließung der Mittelmeerroute

EU-Parlamentspräsident Tajani hat die Europäische Union aufgefordert, deutlich mehr Geld bereitzustellen, um illegale Migration über das Mittelmeer zu verhindern. Er schrieb in einem Beitrag für die Zeitung "Die Welt", nach dem Vorbild der Vereinbarung mit der Türkei, durch die die Balkanroute geschlossen worden sei, müsse die EU mindestens sechs Milliarden Euro investieren, um die Mittelmeerroute zu schließen. Außerdem sollten die Europäer enger mit Transitländern wie Marokko, Tunesien und Algerien zusammenarbeiten. Zudem forderte der Politiker aus Italien die Mitgliedsländer der EU auf, die Verteilung von Flüchtlingen gerechter zu gestalten. Tajani betonte, von den 650.000 Asylanträgen aus dem Jahr 2017 seien 416.000 in nur drei Ländern gestellt worden: Deutschland, Frankreich und Italien. - Zu dem Thema findet ab Donnerstag ein EU-Gipfel statt.

EU-AsylpolitikKein Durchbruch, aber "guter Wille"

Bei dem Treffen von 16 EU-Staaten in Brüssel hat es keinen Durchbruch in der Flüchtlingspolitik gegeben. Bundeskanzlerin Merkel sprach von "viel gutem Willen" und betonte, man sei sich einig darin, illegale Migration einzudämmen - möglichst auf Basis einer europäischen Lösung. Wo das nicht erreichbar sei, wolle man die willigen Länder zusammenbringen. Daran werde man in den kommenden Tagen bis zum EU-Gipfel Ende der Woche arbeiten. Die Kanzlerin steht innenpolitisch unter Druck. CSU-Chef Seehofer will nach dem offiziellen EU-Gipfel Ende der Woche notfalls im Alleingang verfügen, dass bereits registrierte Flüchtlinge an der deutschen Grenze abgewiesen werden.

FlüchtlingspolitikStegner (SPD) lehnt Entgegenkommen an Seehofer ab

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Stegner hat Widerstand gegen die Flüchtlingspolitik von Innenminister Seehofer angekündigt. Stegner sagte dem "Tagesspiegel", beim Treffen des Koalitionsausschusses morgen werde es keine Zugeständnisse seiner Partei geben. Die SPD habe schon während der Koalitionsverhandlungen entsprechende Pläne der CSU verhindert. Zurückweisungen an der Grenze lehne man ab, man sei aber bereit, schnelle rechtsstaatliche Verfahren für Flüchtlinge mitzutragen, die bereits in einem anderen EU-Staat registriert seien. Über das Thema streiten sich seit einiger Zeit CSU und CDU.

HandelstreitUS-Präsident Trump droht Partnern

US-Präsident Trump hat im Handelsstreit mit weiteren Konsequenzen gedroht. Über den Kurznachrichtdienst Twitter teilte er mit, die USA bestünden darauf, dass Partnerländer künstliche Handelshemmnisse sowie Zölle auf amerikanische Produkte beseitigten. Andernfalls müssten die Staaten mit einer deutlichen Gegenreaktion Washingtons rechnen. Namen nannte er nicht. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, erwägt das US-Finanzministerium Einschränkungen für Unternehmen, an denen chinesische Investoren beteiligt sind. So soll es ein Verbot für den Kauf bestimmter US-Technologiefirmen geben. Auch soll der Export ausgewählter Produkte nach China untersagt werden, die für die amerkikanische Industrie wichtig seien. Die US-Regierung nahm zu dem Bericht keine Stellung.

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Darknet Kindesmissbrauch im Netz

In einem Auge spiegelt sich das Bild von Kindern am Strand. (picture-alliance/ dpa / Lehtikuva)

In den letzten zehn Jahren gibt es immer mehr gemeldete Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern. Fotos der Taten werden nicht mehr unter dem Ladentisch gehandelt, sondern in verschlüsselten Bereichen des Internets. Mit neuen Abteilungen und spezieller Software gehen die Behörden auf Täterjagd.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

WM-Spiel Deutschland - Schweden Deutsches Team noch weit von der Titelverteidigung entfernt

Toni Kroos schießt in der Nachspielzeit das 2:1 für Deutschland und wendet damit das Vorrundenaus ab. (picture alliance / dpa)

KOMMENTAR Die Mannschaft von Joachim Löw müsse sich weiter steigern, um die Vorrunde zu überstehen, kommentiert Kerstin von Kalckreuth im Deutschlandfunk. Von der Titelverteidigung sei sie noch weit entfernt.

Kulturschaffende Streeruwitz über Österreich "Hier wird vernichtet"

Die österreichische Schriftstellerin und Regisseurin Marlene Streeruwitz am 8.10.2014 in Frankfurt/M. (picture alliance / dpa / Erwin Elsner)

INTERVIEW Die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz beobachtet in ihrem Heimatland eine neue Lust am Auslöschen von Denkkulturen. Sie sagte im Dlf, die österreichische Regierungen befördere einen Rückfall in die 30er-Jahre, vor allem bei Demonstrations- und Frauenrechten.

EU-Minigipfel Was für Angela Merkel auf dem Spiel steht

Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben parallel Pressekonferenzen abgehalten. (dpa / AFP / Combo: Deutschlandradio)

Im Asylstreit mit der CSU steht Bundeskanzlerin Angela Merkel eine stressige Woche bevor. Auf der Agenda sind unter anderem ein Koalitions-Krisentreffen, ein EU-Gipfel und eine Entscheidung der CSU über einen etwaigen Alleingang des Bundesinnenministers Horst Seehofer.

CDU/CSU im Asylstreit "Vorteile für die Landtagswahl nicht allzu ausgeprägt"

Der Politikwissenschaftler Uwe Jun sitzt in Trier an seinem Schreibtisch in seinem Büro. (dpa-Bildfunk / Birgit Reichert)

INTERVIEW Der Politologe Uwe Jun sieht hinter dem unionsinternen Machtkampf um Deutschlands Asylpolitik bayerische Wahlkampfinteressen der CSU am Werk. Ein substanzieller Nutzen etwa für die im Oktober anstehende Landtagswahl sei aber bislang nicht erkennbar, sagte er im Dlf.

Argentinischer Filmemacher Fernando Solanas Leben zwischen Kunst und Politik

Fernando E. Solanas steht vor Palmen bei den Cannes Filmfestspielen 2015 (imago stock & people)

INTERVIEW Neokolonialismus, Umweltzerstörung, die argentinische Regierung - Fernando Solanas hält sich mit Kritik nicht zurück. Mit seinen Filmen traf der Dokumentarfilmer und heutige Politiker den Nerv jener Generation, die in vielen Ländern gegen Ausbeutung und autoritäre Gesellschaftsstrukturen rebellierte.

Wahlen in der Türkei Künstler und Intellektuelle zeigen sich gelassen

Spaziergänger unter einem Wahlplakat des Präsidentschaftskandidaten Muharrem Ince im Künstlerviertel Beyoglu, Istanbul, Juni 2018 (AFP / Bulent KILIC)

In der Türkei haben am Sonntag vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen stattgefunden. Obwohl Kulturschaffende inhaftiert sind oder unter Hausarrest stehen, sieht Kunstkritiker Ingo Arend positive Zeichen: Es gäbe keinen großen Exodus oder gar Selbstzensur.

Andrej Platonow: "Tschewengur. Die Wanderung mit offenem Herzen" Der Traum von einem anderen Leben

Buchcover: Andrej Platonow: "Tschewengur. Die Wanderung mit offenem Herzen" (Buchcover: Suhrkamp Verlag, Foto: picture alliance /dpa / Novosti)

Proust, Kafka, Beckett, Musil, Faulkner: Für den Dichter und Literatur-Nobelpreisträger Iosif Brodsky waren das die größten Schriftsteller des 20.Jahrhunderts. Der einzige Russe, der diesen fünf ebenbürtig ist, war für Brodsky der im Westen bis heute weithin unbekannte Andrej Platonow. "Tschewengur.

Dokumentartheater an den Münchner Kammerspielen In den Mühlen der Bürokratie

Der geflüchtete syrische Archäologe Raaed Al Kour steht in Lola Arias' Dokumentartheater "What they want to hear" selbst auf der Bühne und erzählt seine Geschichte (Münchner Kammerspiele / Thomas Aurin)

Die 42-jährige Argentinierin Lola Arias gilt als Star des Dokumentartheaters. In ihrem neuen Stück "What they want to hear" steht ein syrischer Flüchtling auf der Bühne und zeigt seine Versuche, dem Bamf seine Fluchtgründe zu erklären. Aufgeführt wird es an Münchener Kammerspielen.

Pathos und Patina in Alexandria Im Kokon der Vergangenheit der Zukunft abgewandt

Angler an der Uferpromenade von Alexandria (Deutschlandradio / Anna Osius)

Bis in die 50er-Jahre war Alexandria eine mondäne Metropole. Europäische Migranten zog es zu Tausenden in das "Paris des Mittelmeeres". Doch der Glanz der Vergangenheit verblasst.

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Politik

Eine ganz normale Nachrichtenwoche Ohne Vertrauen keine Demokratie

Donald Trump kritisiert Deutschlands Asylpolitik via Twitter (Screenshot Twitter)

KOMMENTAR US-Präsident Trump und die Kanzlerin streiten über die Kriminalitätsstatistik. Ein Spektakel ähnlicher Art liefert sich Angela Merkel mit ihrem Innenminister. Es wird gefährlich für die Demokratie, findet Dlf-Nachrichtenchef Marco Bertolaso in seiner Bilanz einer inzwischen ganz normalen Nachrichtenwoche.

Flüchtlingspolitik Tunesien will keine EU-Asylzentren

Migranten aus Subsahara-Afrika kommen im Hafen der tunesischen Stadt Ben Guerdane an, nachdem sie von der tunesischen Küstenwache aus dem Mittelmeer vor Libyen gerettet wurden (AFP/ Fethi Nasri)

In der Debatte um die Asylpolitik der EU plädieren mehrere Staaten für die Einrichtung von Asylzentren außerhalb Europas, zum Beispiel in Tunesien. Doch das nordafrikanische Land lehne das ab, berichtet Dlf-Reporterin Anne-Francoise Weber. Tunesien wolle nicht dafür bestraft werden, dass es ein Transitland sei.

Wirtschaft

Gesundheitswesen Private Krankenversicherung – einfach abschaffen?

Gesundheitskarten verschiedener Krankenkassen liegen auf einem Tisch.  (dpa / Jens Kalaene)

Deutschland ist europaweit das einzige Land, das im Gesundheitswesen zweigleisig fährt. Angesichts einer alternden Gesellschaft, explodierender Kosten und der Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit stellt sich die Frage: Brauchen wir ein einheitliches Versicherungssystem? Darüber streiten Stefan Etgeton und Jochen Pimpertz.

Auswirkungen der EU-Gegenzölle Kein Grund für Hamsterkäufe

Jeans (picture alliance / dpa / Matthias Tödt)

Als Reaktion auf den Handelsstreit mit den USA hat die Europäische Union in der Nacht zum Freitag Gegenzölle auf US-Importe eingeführt. Für Waren im Umfang von gut 2,8 Milliarden Euro gelten nun Aufschläge. Machen die das Leben in Europa künftig teurer?

Wissen

125. Geburtstag von Victor Hess Im Ballon zum Nobelpreis

Victor Franz Hess (vorn im Korb) kurz vor dem Start seines Ballons (Uni Wien)

Vor 125 Jahren kam auf Schloss Waldstein in der Steiermark Victor Franz Hess zur Welt. Nach seinem Studium in Graz trat er 1910 eine Stelle am Physikalischen Institut der Universität Wien an.

Cybersicherheit Deutsches Militär im Netzwerk-Krieg

Ein Mann hält am 20.08.2014 in Neumünster (Schleswig-Holstein) seine Hand vor einen Verteilerpunkt, in dem zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. (dpa / Daniel Reinhardt)

Auf der Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit diskutieren Experten über die Herausforderungen für Deutschland. Immer seltener lässt sich erkennen, ob hinter Netzwerkangriffen Kriminelle oder Staaten stecken. Deshalb setzt auch das Militär verstärkt auf das Thema.

Europa

Streit um Unabhängigkeit Der Konflikt um Katalonien

Ein Anhänger der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung hat sich in eine katalanische Flagge gehüllt und spricht mit einer Frau, die sich die Fahne der fiktiven katalanischen Region Tabarnia umgehängt hat. Tabarnia fordert die Unabhängigkeit von Katalonien und wurde erfunden, um den Separatisten einen satirischen Spiegel vorzuhalten. (AFP/ Josep Lago)

Unabhängigkeitsreferendum, Zwangsverwaltung, Inhaftierungen, Neuwahlen: Der Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens spaltet nicht nur Spanien, sondern auch die katalanische Gesellschaft, Familien und Freundeskreise. Eine Spurensuche – jenseits der politischen Propaganda.

Zwei Jahre nach dem Referendum Warten auf den Brexit

Die Nationalflagge des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland weht am 20.03.2017 in London (Großbritannien) vor dem Elizabeth Tower (Big Ben). (Matt Dunham/AP/dpa)

Der Brexit dauert. Unklarheit und Ungewissheit prägen die Stimmung auf der Insel - Panik jedoch nicht. Umfragen in Großbritannien zeigen, dass die allermeisten Briten zwei Jahre nach dem Referendum immer noch an ihrer Meinung festhalten. Das Land bleibt gespalten.

Kultur

Indie-Band Carnival Youth Rock aus Riga

Drei Männer sitzen im Sonnenlicht vor einer Bretterwand. Sie lächeln in die Kamera. (Filips Smits)

Gegründet wurde Carnival Youth in der Schule. Anfangs machten sie "dummen Indierock", erzählt Edgars Kaupers, mittlerweile touren sie mit ihren Songs durch Europa. Das Erstaunliche: Die Musiker von Carnival Youth können seit ihrem Abitur tatsächlich von der Musik leben.

Berliner Autorentheatertage Alle Macht dem Regie-Zampano

In Stanniolpapier von Björn SC Deigner nach einer Idee von Anna Berndt in einer Fassung von Sebastian Hartmann Keine Uraufführung Auf dem Bild ist Linda Pöppel zu sehen (Arno Declair)

Drei ausgewählte Dramen sollten in der "Langen Nacht der Autor_innen" erstmals präsentiert werden. Zur Uraufführung am Deutschen Theater kamen dann aber nur zwei Stücke. Denn Jury und Autor distanzierten sich von der dritten Premiere, weil sie mit der Regie nicht einverstanden waren.

Literatur

Debütroman über Ende der DDR Die Schriftstellerin Isabel Fargo Cole

Die Schriftstellerin Isabel Fargo Cole (Deutschlandradio / Manfred Hilling)

"Grenzen überschreiten" - ihr auf Deutsch geschriebener Debütroman "Die grüne Grenze" war in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert: Die US-Amerikanerin Isabel Fargo Cole verblüfft die literarische Welt.

Schriftsteller und Nervenarzt Hans Keilson Sprachwurzellos

Der Schriftsteller Hans Keilson, aufgenommen am 7.11.2008 (picture alliance / dpa / Soeren Stache)

Die Emigration wirbelte sein Leben durcheinander. Erst im hohen Alter erlebte der jüdische Arzt und Schriftsteller Hans Keilson, wie sein Werk und Wirken populär wurde. Spielfreude und Eleganz prägen auch seine Romane, Gedichte und Essays.

Gesellschaft

Indien Ohne Wasser keine Entwicklung

Ein indisches Mädchen füllt einen Krug mit Trinkwasser aus einem Tankwagen im Slum Rasoolpura in Hyderabad (AFP/ Noah Seelam)

Indien leidet unter der größten Wasserkrise in der Geschichte des Landes. Einem Regierungsbericht zufolge haben rund 600 Millionen Menschen keinen oder erschwerten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das hat weitreichende Folgen für die Gesellschaft.

Erfolg durch Bildung Was "Bildungserträge" sind und wer sie verbucht

Grundschüler und eine Lehrerin während einer Unterrichtsstunde in einem Klassenzimmer (imago/photothek)

Je höher der Bildungsgrad, desto besser der Erwerb, die Gesundheit und die gesellschaftliche Integration: Zu diesem Ergebnis kommt der Nationale Bildungsbericht 2018. Doch ganz so einfach ist es nicht. Kritiker bemängeln, Bildung sei keine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung und hänge von vielen zusätzlichen Faktoren ab.

Sport

Fußball in Russland Die WM als große Chance

Russischer Torjubel im Spiel gegen Saudi Arabien. (imago sportfotodienst)

Zwei Spiele, acht Tore und sechs Punkte: Die russische Nationalmannschaft steht besser da als erwartet. Die Euphorie der WM könnte ein Schub für den Fußball in Russland sein. Die neuen Stadien und die Infrastruktur seien großartig, sagt Erik Stoffelshaus, Sportdirektor von Lok Moskau, im Dlf.

Sotschi Von der Olympia- zur WM-Stadt

Das Fischt-Stadion in Sotschi wurde für rund 47 Millionen Euro vom Olympia- zum Fußballstadion umgebaut. (imago sportfotodienst)

Genug Hotelzimmer und ein Stadion am Strand: Die WM-Stadt Sotschi profitiert derzeit von Bedingungen, die teilweise schon für die Olympischen Winterspiele 2014 geschaffen wurden. Auch für die Zeit nach der Fußball-WM gibt es große Pläne für die Stadt am Schwarzen Meer.

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