Die Nachrichten

Corona-RegelungenDas wurde beschlossen:

Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer haben sich auf Corona-Auflagen bis zum 20. Dezember geeinigt - sowie Sonderregelungen für Weihnachten und Silvester. Das sind die Ergebnisse der Beratungen von Bund und Ländern:

Kontaktregelungen und Teil-Lockdown

Der derzeitige Teil-Lockdown soll zunächst bis zum 20. Dezember verlängert werden. Die sogenannten Novemberhilfen für Unternehmen sollen auf den Dezember ausgeweitet werden. Über das weitere Vorgehen wollen sich Bund und Länder bis zum 15. Dezember abstimmen. Die Länder gehen davon aus, dass wegen des hohen Infektionsgeschehens umfassende Beschränkungen auch über den Jahreswechsel hinaus erforderlich sein werden. Die Kontaktbeschränkungen werden ab dem 1. Dezember verschärft. Demnach sollen sich maximal fünf statt bisher zehn Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahren sind davon ausgenommen. Alle Bürgerinnen und Bürger bleiben aufgerufen, jeden nicht notwendigen Kontakt zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben.

Sonderregeln für Weihnachten und Silvester

Für die Zeit vom 23. Dezember bis zum 1. Januar werden die Kontaktbeschränkungen gelockert. Treffen eines Haushaltes mit Menschen aus mehreren anderen Haushalten bis maximal zehn Personen sollen in dieser Zeit möglich sein - Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht gezählt. Arbeitgeber werden gebeten zu prüfen, ob die Unternehmen entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösung vom 23. Dezember bis 1. Januar weitgehend geschlossen werden könnten. Zudem wird die Bevölkerung in der Vorweihnachtszeit aufgerufen, Weihnachtseinkäufe auch unter der Woche zu erledigen.

Kein generelles Feuerwerksverbot

Zum Jahreswechsel wird empfohlen, auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Das Silvesterfeuerwerk wird auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagt. So sollen größere Gruppenbildungen verhindert werden. Die örtlichen Behörden sollen die Plätze und Straßen bestimmen, für die die Regelung gelten soll.

Schulen und Universitäten

Kitas und Schulen bleiben geöffnet. In Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gilt künftig ab Klasse sieben grundsätzlich eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Zur Aufdeckung von Infektionsketten sollen in den Schulen verstärkt AntigenSchnelltests eingesetzt werden. Hochschulen und Universitäten sollen grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen. Ausgenommen sind Labortätigkeiten, Praktika, praktische und künstlerische Ausbildungsabschnitten und Prüfungen.

Maskenpflicht

Die Maskenpflicht wird erweitert und gilt künftig auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen. Die Bevölkerung wird aufgerufen, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. Zudem sollen Masken in geschlossen Räumen mit Kundenverkehr Pflicht sein. Zudem sollen Masken in geschlossen Räumen mit Kundenverkehr Pflicht sein. Am Arbeitsplatz soll ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Dieser soll nur am eigenen Arbeitsplatz abgenommen werden, wenn ein Abstand von mindestens anderthalb Metern zu anderen Personen eingehalten werden kann.

Einzelhandel

Bund und Länder wollen schärfere Auflagen für den Einzelhandel. In den Geschäften soll sichergestellt werden, dass sich nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Generell gilt, dass sich in einer Einrichtung: a) mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 qm insgesamt höchstens eine Person pro 10 qm Verkaufsfläche, b) mit einer Verkaufsfläche ab 801 qm insgesamt auf einer Fläche von 800 qm höchstens eine Person pro 10 qm Verkaufsfläche und auf der 800 qm übersteigenden Fläche höchstens eine Person pro 20 qm Verkaufsfläche befindet.

Quarantäneregelung

Das Zeitintervall der häuslichen Quarantäne wird einheitlich auf zehn Tagen festgelegt. Mit den nun in größerer Zahl zur Verfügung stehenden Antigen-Schnelltests sei eine testgestützte Verkürzung der Quarantänezeit möglich, heißt es.

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 25.11.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10)

Test und Schutz

+ Schutz: So soll die Impfung gegen das Coronavirus organisiert werden (Stand: 20.11.) + Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 29.10.) + Wie sinnvoll sind Massentests für die ganze Bevölkerung? (Stand: 15.11.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 18.11.) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 16.11.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus wei�? (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 14.11.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Wie ansteckend sind Kinder? (Stand 17.11.) + Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 29.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 14.11.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 13.11.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Gefangenenaustausch IranAustralische Dozentin nach zwei Jahren Haft freigelassen

Nach zwei Jahren Haft im Iran ist die australische Islamwissenschaftlerin Kylie Moore-Gilbert wieder frei. Wie der staatliche iranische Fernsehsender IRIB berichtet, wurde sie im Rahmen eines Gefangenenaustauschs gegen drei im Ausland festgehaltene Iraner entlassen. Die Dozentin der Universität Melbourne war im September 2018 nach einer Konferenz im Iran verhaftet und wegen Spionage für Israel sowie Gefährdung der nationalen Sicherheit zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Alle Versuche der australischen Regierung, ihre Freilassung über diplomatische Kanäle zu ermöglichen, waren gescheitert.

WashingtonUS-Präsident Trump hat Ex-Sicherheitsberater Flynn begnadigt

Der scheidende US-Präsident Trump hat seinen ehemaligen Sicherheitsberater Flynn begnadigt. Das teilte er auf Twitter mit. Er hatte bereits vor einiger Zeit intern angekündigt, er wolle Flynn sowie weitere Personen begnadigen, so lange er noch im Amt sei. Flynn hatte im Zuge der Nachforschungen im Zusammenhang mit einer möglichen Einflussnahme Russlands auf die Präsidentenwahl 2016 eingeräumt, dass er über Gespräche mit dem damaligen russischen Botschafter kurz vor Trumps Amtsübernahme gegenüber dem FBI die Unwahrheit gesagt habe. Später zog er seine Aussage wieder zurück. Die Anklage ließ daraufhin alle Vorwürfe gegen ihn fallen. Der zuständige Bundesrichter stellte den Fall jedoch zur weiteren Entscheidung zurück, da Flynn sich bereits schuldig bekannt hatte. Trump hatte wiederholt erklärt, Flynn habe kein Gesetz gebrochen.

BundesverwaltungsgerichtJemeniten scheitern mit Klage wegen bewaffneter US-Droheneinsätze

Vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig sind drei Bürger aus dem Jemen mit einer Klage wegen der US-Drohneneinsätze in ihrem Heimatland gescheitert. Die Kläger wollten erreichen, dass die Bundesrepublik Deutschland die bewaffneten Drohnenflüge unterbindet. Die USA nutzen dafür Einrichtungen des Luftwaffenstützpunkts im rheinland-pfälzischen Ramstein. Die Kläger hatten 2012 bei einem Angriff im Jemen zwei Angehörige verloren. Die Richter in Leipzig wiesen die Forderung zurück, wonach die Bundesregierung hätte sicherstellen müssen, dass die Nutzung des Stützpunkts durch die amerikanischen Streitkräfte völkerrechtskonform war.

Rheinland-PfalzUmweltministerin Höfken kündigt Rücktritt an

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Höfken hat ihren Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Sie bedaure die Fehler, die bei Beförderungen in ihrem Ministerium passiert seien, teilte die Grünen-Politikerin mit. Ähnlich äußerte sich Staatssekretär Griese, der um Versetzung in den Ruhestand bat. Den Vorwurf der Begünstigung wiesen beide Politiker zurück. Im September hatte das Oberverwaltungsgericht Koblenz die Beförderungspraxis für teilweise rechtswidrig erklärt. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt, sind im rheinland-pfälzischen Umweltministerium über Jahre hinweg bei mehr als 150 Beförderungen Stellen nicht ausgeschrieben und Kandidaten nicht schriftlich bewertet worden. Die Rede sei von "Beförderung nach Gutsherrenart und Günstlingswirtschaft" gewesen.

Champions LeagueBayern München nach Sieg gegen Salzburg im Achtelfinale

In der Fußball Champions League hat Titelverteidiger Bayern München das Achtelfinale erreicht. Die Bayern gewannen gegen RB Salzburg mit 3:1 und sicherten sich damit vorzeitig den Gruppensieg. In einer weiteren Begegnung gewann Mönchengladbach gegen Schachtjor Donezk mit 4:0. Vor dem Anpfiff des Bayernspiels gab es für den gestern im Alter von 60 Jahren gestorbenen Weltfußballer Diego Maradona eine Schweigeminute.

FußballDiego Maradona im Alter von 60 Jahren gestorben

Der argentinische Fußball-Weltstar Diego Maradona ist gestorben. Der Weltmeister von 1986 starb knapp vier Wochen nach seinem 60. Geburtstag, wie der argentinische Verband AFA bestätigte. Laut Medienberichten hatte Maradona einen Herzinfarkt erlitten. Zuletzt war Maradona als Trainer des Fußballclubs Gimnasia y Esgrima La Plata tätig. Unvergessen machte ihn seine Aktion im WM-Viertelfinale 1986, als er den Ball gegen England mit der Faust ins Tor beförderte. Danach behauptete er, die "Hand Gottes" sei im Spiel gewesen. Maradonas früherer Verein Neapel bezeichnete die Meldung als schrecklichen Schlag. Die brasilianische Fußball-Legende Pelé reagierte bestürzt. Eines Tages werde er mit Maradona im Himmel kicken, erklärte er. Reaktionen zum Tod von Diego Maradona haben wir in unserem Beitrag "Du warst der Grö�?te von allen" zusammengefasst.

Reaktionen zum Tod von Diego Maradona"Du warst der Größte von allen"

Der Tod von Diego Maradona hat weltweit Bestürzung ausgelöst. Politiker, Sportler, seine früheren Vereine und Weggefährten brachten ihre Trauer zum Ausdruck. "Ich habe einen guten Freund verloren, die Welt eine Legende", schrieb Pele und Ronaldo: "Die Welt sagt auf Wiedersehen zu einem ewigen Genie." Argentiniens Präsident Alberto Fernandez: "Du hast uns an die Weltspitze geführt. Du hast uns sehr glücklich gemacht. Du warst der Größte von allen. Danke, dass es dich gab, Diego. Wir werden dich ein Leben lang vermissen." Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft: "Ganz Fußballdeutschland trauert. Ruhe in Frieden, Diego Maradona!" Deutsche Fußball Liga: "Wir trauern um Diego Maradona. Mit ihm verliert die Fußballwelt einen der größten Spieler aller Zeiten." Cristiano Ronaldo, fünfmaliger Weltfußballer: "Heute sage ich auf Wiedersehen zu einem Freund, und die Welt sagt auf Wiedersehen zu einem ewigen Genie. Einer der Besten für immer. Ein unvergleichlicher Zauberer. Er geht zu früh, aber hinterlässt ein Erbe ohne Grenzen und eine Leere, die nicht zu füllen ist. Ruhe in Frieden, Ass. Du wirst niemals vergessen sein." Lionel Messi, sechsmaliger Weltfußballer: "Ein trauriger Tag für alle Argentinier und für den Fußball. Er geht, aber verlässt uns nicht ganz, denn Diego ist unsterblich. Ich behalte all die schönen Momente mit ihm und sende seiner Familie und seinen Freunden mein Beileid. Ruhe in Frieden." Der frühere argentinische Nationaltrainer Cesar Luis Menotti: "Ich bin am Boden zerstört, ich kann es nicht glauben, es ist schrecklich." Brasiliens Fußball-Ikone Pele: "Welch eine traurige Nachricht. Ich habe einen guten Freund verloren, die Welt eine Legende. Eines Tages könne wir hoffentlich zusammen im Himmel spielen." FC Barcelona, früherer Maradona-Klub: "Der FC Barcelona drückt seine Anteilnahme über den Tod einer Ikone des Weltfußballs aus. Ruhe in Frieden, Diego!" Rudi Völler, Weltmeister von 1990: "Diego Maradonas Tod trifft mich sehr. Er war mein Jahrgang, wir waren bei Weltmeisterschaften und in Italien oft Gegner. Ein wunderbarer Spieler. Sein früher Tod ist ein herber Schlag für den Fußball und für Diegos Familie." IOC-Präsident Thomas Bach: "Abschied von einem der Größten aller Zeiten. Deine Seele war aufgewühlt, aber Du hast die ganze Welt mit deinen einzigartigen Fußballfähigkeiten begeistert. RIP." Rafael Nadal, 20-maliger Grand-Slam-Champion: "Heute verspürt die Sportwelt und die des Fußballs im Speziellen eine große Leere. Maradona war einer der größten Athleten der Geschichte. Was er für den Fußball getan hat, bleibt. Mein tiefstes Beileid für seine Familie, die Fußballwelt und ganz Argentinien." Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsboss Bayern München: "Mit Diego Maradona geht einer der größten Fußballer der Geschichte von uns. Ich hatte die Ehre, gegen ihn spielen zu dürfen: drei Jahre in der Serie A und mit der deutschen Nationalelf im WM-Finale 1986. Ich bin stolz, ihn auf dem Platz erlebt haben zu dürfen. Diego Maradona hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gab - und nicht zuletzt die Herzen aller, die die Schönheit des Fußballs lieben." Aleksander Ceferin, UEFA-Präsident: "Ich bin traurig über den Tod von Diego Maradona, einer der größten Fußballer der Welt. Ich hatte ihm erst alles Gute gewünscht, diese Nachricht jetzt ist ein ziemlicher Schock für mich."

WetterAm Donnerstag in der Nordhälfte Schauer, in der Südhälfte trocken

Das Wetter: In der Nacht gering bewölkt oder klar, im Westen etwas Regen. Tiefstwerte von plus 8 bis minus 4 Grad. Am Tag in der Nordhälfte Schauer, in der Südhälfte trocken. Temperaturen 0 bis 11 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag meist neblig-trüb. Im Süden gebietsweise Wolkenauflockerungen. 0 bis 11 Grad.

Covid-19Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut innerhalb von 24 Stunden 18.633 erfasste Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind gut 1.000 Fälle mehr als am gleichen Tag vor einer Woche. Der bisherige Höchststand war am Freitag mit mehr als 23.600 Neuinfektionen erreicht worden. Wie aus den Angaben auf der Internetseite des RKI hervorgeht, stiegt die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind, um 410 auf insgesamt 14.771. Insgesamt ist laut RKI die Zahl der in Deutschland registrierten Infektionen seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr auf 961.320 gestiegen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Auch in den vergangenen Wochen stieg die Zahl der Tests weiter an, allerdings auch der Anteil der positiven Ergebnisse (siehe auch positive Tests weiter unten). (Stand 25.11., 00:00 Uhr). Die Reproduktionszahl, der sogenannte 7-Tage-R-Wert, lag in Deutschland laut RKI gestern bei 0,90. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Durchschnitt 90 weitere Menschen anstecken. Am Tag zuvor lag der Wert bei 0,97. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. In den vergangenen Wochen war der täglich genannte R-Wert allerdings häufig nachträglich nach oben korrigiert worden. Die Johns-Hopkins-University, die häufiger aktualisierte Daten veröffentlicht und verschiedene Quellen dafür nutzt, meldet für Deutschland 963.192 bestätigte Fälle. Diesen Daten zufolge sind 14.832 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben (Stand: 25.11., 6:30 Uhr). Das RKI weist darauf hin, dass die übermittelten und ausgewiesenen Fallzahlen den Verlauf der Neuerkrankungen nicht vollständig widerspiegelten, da es unterschiedlich lange dauere, bis es nach dem Erkrankungsbeginn "zu einer Covid-19-Diagnose, zur Meldung und zur Übermittlung des Falls an das RKI" komme. Hier erklären wir, wie wir mit den Zahlen umgehen.

Hohe Testzahlen - Positivquote steigt

Jeden Mittwoch veröffentlicht das RKI im Lagebericht Daten zu Testkapazitäten und Testungen in Deutschland. In der Kalenderwoche 46 fielen demnach 9,0 Prozent der Tests positiv aus. In der Woche zuvor waren es 7,88, in der Woche davor 7,16 Prozent. Allerdings wurden laut RKI in der KW 46 die Testkriterien geändert, daher seien die Daten nicht direkt mit Vorwochen vergleichbar. Insgesamt wurden dem RKI in der Kalenderwoche 46 knapp 1.385.000 durchgeführte Tests übermittelt (Vorwoche: gut 1.597.000). Zuletzt waren einige Labore an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Das RKI weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist - denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein.

Die Lage in den Bundesländern

Mit 1.562 Infektionen pro 100.000 Einwohnern wurde im Verlauf der Pandemie bisher in Berlin die höchste Zahl an Infektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl festgestellt. Danach folgen Bayern (1.416), Bremen (1.366) und Nordrhein-Westfalen (1.319). Die wenigsten Fälle gab es demnach bislang in Mecklenburg-Vorpommern (326). (Stand: 24.11.) In absoluten Zahlen hat Nordrhein-Westfalen laut RKI mit 240.962 bestätigten Infektionen (3.126 Tote) die meisten Fälle. In Bayern wurden bisher 188.809 Infektionen bestätigt (3.553 Tote). An dritter Stelle rangiert Baden-Württemberg mit 136.892 erfassten laborbestätigten Infektionen (2.530 Tote), dann folgt mit relativ großem Abstand Hessen mit 79.260 Infektionen (1.111 Tote). Die geringsten Zahlen weist laut RKI Mecklenburg-Vorpommern auf (5.388 Infektionen/55 Tote) (Stand: 25.11.).

Sieben-Tage-Inzidenz in 29 Kreisen über 250

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des RKI in den Bundesländern Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen über dem bundesweiten Durchschnittswert. Die Anzahl der Landkreise mit einer erhöhten 7-Tage-Inzidenz von insgesamt mehr als 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern liegt bei 283 Stadt- und Landkreisen. Davon übersteigen 29 Kreise den Wert von 250 Fällen pro 100.000 Einwohner. Bundesweit lag die Inzidenz der letzten sieben Tage zuletzt bei 141,8 Fällen pro 100.000 Einwohner (Stand: 24.11.).

Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen steigt

Im sogenannten DIVI-Intensivregister melden Kliniken die Belegung ihrer Intensivstationen - auch mit Covid-19-Fällen. Die Zahlen steigen seit einigen Wochen deutlich. Derzeit werden im Register knapp 28.000 Intensivbetten gemeldet, von denen derzeit 5.946 frei sind. Unklar ist, ob alle freien Betten im Ernstfall genutzt werden können. Mediziner und Pflegeverbände haben mehrfach darauf hingewiesen, dass nicht genug Personal für die Intensivstationen zur Verfügung steht. Auf Intensivstationen liegen aktuell 3.777 Menschen, die nachweislich an Covid-19 erkrankt sind. Von ihnen müssen 2.180 invasiv beatmet werden. (Stand 25.11. - 7.00 Uhr) Dem Lagebericht des RKI zufolge sind bisher etwa 23 Prozent der auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten verstorben. (Stand 23.11.)

Altersdurchschnitt der Infizierten bei 42 Jahren

Bei einem Teil der registrierten Fälle bekommt das Robert Koch-Institut klinische Informationen zu den Infizierten - zuletzt war das bei 64 Prozent der registrierten Fälle so. Daraus lassen sich einige Informationen generieren: In Kalenderwoche 46 lag der Altersdurchschnitt der Infizierten insgesamt bei 42 Jahren. Zum Vergleich: In der Kalenderwoche 16, als anteilig besonders viele Infizierte im Krankenhaus behandelt werden mussten, lag der Altersdurchschnitt bei 51 Jahren. Das RKI warnt: "Bei stärkerer Verbreitung in höheren Altersgruppen muss weiterhin mit vermehrten schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen gerechnet werden." Zuletzt wurde ein Anstieg der Infektionszahlen auch in der älteren Bevölkerung verzeichnet. Der Anteil der Verstorbenen unter den gemeldeten COVID-19-Fällen lag in KW 43 rein rechnerisch nach den Zahlen des RKI derzeit bei knapp 0,91 Prozent. (Stand 22.11. - Hinweis: die Daten der darauffolgenden Wochen sind laut RKI noch nicht aussagekräftig, da der Ausgang der Erkrankungen in diesen Wochen noch unklar ist.)

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

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Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 25.11.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10)

Test und Schutz

+ Schutz: So soll die Impfung gegen das Coronavirus organisiert werden (Stand: 20.11.) + Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 29.10.) + Wie sinnvoll sind Massentests für die ganze Bevölkerung? (Stand: 15.11.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 18.11.) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 16.11.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus wei�? (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 14.11.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Wie ansteckend sind Kinder? (Stand 17.11.) + Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 29.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 14.11.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 13.11.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

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Merkel zu Corona-Maßnahmen Teil-Lockdown wird bis 20. Dezember verlängert

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Der Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie wird bis zum 20. Dezember verlängert. Auch danach sollen die Beschränkungen bis mindestens Anfang Januar gelten. Das ist das Ergebnis der Beratungen von Bund und Ländern.

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KOMMENTAR Der bitter benötigte Paradigmenwechsel im Kampf gegen Rassismus ist mit dem neuen Maßnahmenpaket der Bundesregierung ausgeblieben, meint Panajotis Gavrilis. Was fehle, seien Maßnahmen, die für strukturelle Veränderungen sorgten, etwa ein Partizipationsgesetz für mehr Diversität in Ministerien.

Ringen um die EU-Migrationspolitik Europas Werte, Europas Versagen

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Das inzwischen abgebrannte Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist längst zur Chiffre einer gescheiterten europäischen Flüchtlingspolitik geworden. Weiterhin sterben täglich Menschen auf ihrer gefährlichen Flucht nach Europa. Doch bei Begriffen wie Solidarität ist die EU tief gespalten.

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INTERVIEW Ein Jahr nach dem Überfall auf das Grüne Gewölbe ist Marion Ackermann von den Kunstsammlungen Dresden optimistisch. Die jüngsten Ermittlungen könnten Hinweise auf den Verbleib der wertvollen Schmuckstücke liefern: „Juwelengarnituren können sich nicht einfach in Nichts auflösen.“

Antoine Leiris: "Danach, das Leben" Die Zeit nach der Katastrophe

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Antoine Leiris' Frau, Mutter des gemeinsamen kleinen Sohnes, starb beim Anschlag auf den Pariser Club Bataclan 2015. In seinem Bestseller "Meinen Hass bekommt ihr nicht" hat Leiris über seine Trauer geschrieben. In seinem zweiten Buch erzählt er vom Weiterleben nach der Katastrophe.

Reaktionen zum Tod von Diego Maradona "Du warst der Größte von allen"

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Der Tod des Fußballers Diego Maradona hat weltweit Bestürzung ausgelöst. Politiker, Sportler, seine früheren Vereine und Weggefährten weltweit äußern ihre Trauer. "Ich habe einen guten Freund verloren, die Welt eine Legende", schrieb Pele und Ronaldo: "Die Welt sagt auf Wiedersehen zu einem ewigen Genie."

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Ist politische Gewalt legitim oder nicht? Auf diese Frage findet die US-amerikanische Philosophin Judith Butler ganz andere Antworten als die feministische Theoretikerin Elsa Dorlin aus Frankreich. Lesenswert sind ihre Bücher beide.

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Buchcover: Petro Rychlo (Hrsg.): „Mit den Augen von Zeitgenossen. Erinnerungen an Paul Celan“ (Buchcover: Suhrkamp Verlag, Hintergrund: picture alliance / akg-images / Paul Almasy)

Wie war Paul Celan als Mensch? Zum 100. Geburtstag des Dichters ist ein Buch erschienen, das erstmals versucht, mit persönlichen Texten von Zeitzeugen, Weggefährten und Lebensgefährtinnen Dichtung und Persönlichkeit in Einklang zu bringen. Herausgeber Petro Rychlo wurde in vielen Archiven fündig.

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Islamische Beerdigungen Ende der Sargpflicht in Bayern?

Verwelkte Rosen und Grabsteine stehen auf dem muslimischen Gräberfeld auf dem Friedhof Stöcken in Hannover (Niedersachsen). (dpa / Hauke-Christian Dittrich)

Ohne Sarg, nur im Leintuch, ausgerichtet nach Mekka: So werden Muslime traditionell beerdigt. Auf deutschen Friedhöfen ist das nicht immer möglich. Bayern hat beschlossen: Verstorbene müssen nicht mehr grundsätzlich in einem Sarg beerdigt werden. Doch passiert ist bis heute nichts.

Theologin Margot Käßmann "Vielleicht ist ein abgespecktes Weihnachtsfest eine Chance"

07.05.2019, Baden-Württemberg, Freiburg: Die evangelische Theologin Margot Käßmann spricht während eines dpa-Interviews mit einem Redakteur. Käßmann wünscht sich einen flexibleren Umgang in Deutschland mit dem Ruhestand. Foto: Patrick Seeger/dpa | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa/ Patrick Seeger)

INTERVIEW "Weihnachten wird in diesem Jahr anders sein" - das weiß auch die evangelische Theologin Margot Käßmann. Sie schlug im Dlf vor, die besondere Zeit und das Weihnachtsfest als Chance zu sehen. Man könne sich von Druck und Überfrachtung befreien und sich als Familie auf das Wesentliche konzentrieren.

Sport

Schwimmbadsterben Projekt "Bäderleben" soll Politik bei Entscheidungen helfen

Der Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen mit Freibad und Wellebad.  (imago images / Hans Blossey)

Wie steht es um die Schwimmbäder in Deutschland? Die Website "Baederleben.de" soll einen Überblick darüber geben. Die Hochschule Koblenz hat das Projekt gestartet und bietet damit auch eine Hilfe für die Politik, die über Bäderschließungen zu entscheiden hat.

Beginn der Biathlon-Saison "Wir können froh sein, wenn so viele Rennen stattfinden wie möglich"

Denise Herrmann als Führende beim Verfolgungsweltcup im März 2020 in Kontiolahti. (www.imago-images.de)

INTERVIEW Im Dlf-Sportgespräch sprechen Denise Herrmann und Arnd Peiffer über den möglichen Saisonverlauf im Biathlon unter Corona-Bedingungen, Rennen ohne Zuschauer, persönliche Grenzen und wie die Pandemie Prioritäten verschoben und neue Perspektiven eröffnet hat.

Programm