DLF24 | Die Nachrichten

LübeckKandidaten für CDU-Vorsitz stellen sich der Basis vor

Die erste von bundesweit acht CDU-Regionalkonferenzen, auf denen sich die Bewerber für den Parteivorsitz präsentieren, hat am Abend in Lübeck begonnen. Zur Begrüßung der Kandidaten sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther, er hoffe auf einen fairen Wettbewerb. Zu den Bewerbern gehören Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer, der frühere Unionsfraktionschef Merz und Bundesgesundheitsminister Spahn. Sie stellen sich der Basis mit kurzen Ansprachen vor. Anschließend gibt es eine Fragerunde. Über den CDU-Vorsitz entscheidet ein Bundesparteitag am 7. Dezember in Hamburg.

RuhrgebietDiesel-Fahrverbote in Gelsenkirchen, Essen - und auf der A40

Erstmals soll in Deutschland ein Diesel-Fahrverbot auch auf einer vielbefahrenen Autobahn gelten. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ordnete eine Verbotszone für Essen an, in die es ausdrücklich auch die A40 im Stadtgebiet einbezogen hat. Ab 1. Juli 2019 dürfen nur noch Dieselfahrzeuge der Schadstoffklasse 5 oder höher, vom 1. September an dann nur noch Fahrzeuge der Klasse 6 fahren. Auch für Gelsenkirchen soll ein Fahrverbot für ältere Diesel gelten. Dort geht es um eine Hauptverkehrsstraße, die ab Juli 2019 für Diesel-Autos unterhalb der Norm Euro-6 gesperrt wird. Die Bezirksregierung Düsseldorf kritisierte vor allem die drohenden Fahrverbote in Essen und prüft nach eigener Darstellung in Berufung zu gehen. Sie sprach von einer nicht angemessenen Entscheidung.

AfDWeitere Großspende kam aus den Niederlanden

Die weitere ausländische Spende an die AfD ist nicht, wie zuvor behauptet aus Belgien, sondern aus den Niederlanden überwiesen worden. Nach Medienberichten bestätigte dies die mittlerweile nicht mehr aktive Stiftung "Identiteit Europa". Danach gingen im Februar 150.000 Euro an den AfD-Kreisverband Bodensee. Drei Monate später wurde das Geld zurückgezahlt. In der Angelegenheit prüft die Staatsanwaltschaft Konstanz, ob der Anfangsverdacht eines Verstoßes gegen das Parteiengesetz besteht. Zum AfD-Kreisverband Bodensee gehört Bundestagsfraktionschefin Weidel, für die bereits zuvor bekannt gewordene Spenden aus der Schweiz bestimmt waren. Auch dieser Vorgang beschäftigt die Justiz.

LuftverkehrVerdi droht Eurowings mit Streiks

Im Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Lufthansa-Tochter Eurowings für rund 1.000 Kabinenbeschäftigte stehen die Zeiten auf Eskalation. Die Arbeitnehmervertreter drohten mit Streiks. Angesichts monatelanger ergebnisloser Verhandlungen bereite man sich jetzt auf entsprechende Maßnahmen vor, teilte Verdi in Berlin mit. Ein Datum für mögliche Streiks wurde nicht genannt. Verdi fordert verlässliche Dienstpläne, Arbeits- und Bereitschaftszeiten und wirft Eurowings vor, diese ohne tarifliche Grundlage zu ändern. Eurowings zeigte sich von der Kampfansage überrascht. Der Schritt sei nicht nachvollziehbar, hieß es. Verdi solle an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Fall KhashoggiUSA verhängen Sanktionen

Die USA haben wegen der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi Sanktionen gegen 17 Bürger Saudi-Arabiens verhängt. Das teilte das Finanzministerium in Washington mit. Alle 17 seien in die Ermordung Khashoggis in der Türkei verwickelt. Gegen die Betroffenen hatten die USA bereits zuvor Einreiseverbote verhängt. Hinzu kommen nun ökonomische Sanktionen. So werden alle Vermögenswerte der Personen in den Vereinigten Staaten eingefroren, Amerikaner dürfen mit ihnen keine Geschäfte mehr machen. - Khashoggi wurde Anfang Oktober im Konsulat von Saudi-Arabien in Istanbul getötet. Der saudische Generalstaatsanwalt forderte heute für fünf an der Tat beteiligte Männer die Todesstrafe. Insgesamt sind elf Verdächtige angeklagt.

Brexit-VertragsentwurfMay droht Misstrauensantrag

Die britische Premierministerin May gerät im Zusammenhang mit dem Vertragsentwurf zum Austritt aus der Europäischen Union zunehmend unter Druck. Der konservative Abgeordnete Rees-Mogg will ein Misstrauensvotum gegen sie anstrengen. Er warf May vor, die Brexit-Befürworter im Stich gelassen zu haben. Immer mehr Parlamentarier unterstützten deshalb sein Ansinnen, der Regierungschefin das Misstrauen auszusprechen. Laut britischem Gesetz ist eine Mehrheit von 315 Abgeordneten erforderlich, um die Premierministerin zu stürzen. Sollte May das Votum überstehen, wäre ihre Position bis auf Weiteres gefestigt. Denn eine Misstrauensabstimmung kann nur einmal pro Jahr stattfinden. Am Mittag hatte May den Vertragsentwurf im Parlament vorgestellt und als bestmögliche Vereinbarung bezeichnet. Er stieß allerdings bei der nordirischen DUP, in der Labour-Partei und auch bei konservativen Abgeordneten auf Ablehnung.

Reaktionen auf Brexit-VertragsentwurfErleichterung in der EU

Der zwischen Brüssel und London ausgehandelte Entwurf eines Brexit-Vertrags wird in der EU mit Erleichterung, aber auch mit Skepsis aufgenommen. Bundeskanzlerin Merkel sagte, sie sei froh, dass es jetzt eine Grundlage für einen geregelten Austritt gebe. Nachverhandlungen lehnte sie ab. Diese Frage stelle sich für sie im Augenblick nicht, sagte Merkel am Rande einer Regierungsklausur in Potsdam. Sie widersprach damit der britischen Premierministerin May, die im Parlament in London erklärt hatte, das vorliegende Papier sei noch kein endgültiges Abkommen. Das EU-Parlament wird nach den Worten seines Präsidenten Tajani Anfang 2019 über den mit Großbritannien ausgehandelten Brexit-Vertrag abstimmen. Tajani sagte in Straßburg, er sei zufrieden mit dem Papier, weil darin drei für die EU essenzielle Punkte enthalten seien. Die Rechte von EU-Bürgern im Vereinigten Königreich würden geschützt und die finanziellen Verpflichtungen Großbritanniens festgelegt. Außerdem sei eine Lösung für die irische Grenze gefunden worden, erklärte der konservative Politiker. Das Europäische Parlament werde das letzte Wort haben. Auch der liberale Abgeordnete Verhofstadt lobte den Vertragsentwurf. Er verhindere ein Desaster für die EU-Wirtschaft und sei eine gute Basis für die künftigen Beziehungen mit Großbritannien. Der französische Regierungschef Philippe nannte den Entwurf auf Twitter einen großen Schritt. Man wisse aber nicht, ob die Vereinbarung auch angenommen werde.

"Olsen-Bande"Dänischer Schauspieler Morten Grunwald gestorben

Der dänische Schauspieler Morten Grunwald ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Er hat in mehr als 50 Filmen mitgewirkt, darunter 14 über die Olsen-Bande, in denen er Benny mit den gelben Socken spielte. Grunwald war der letzte noch lebende Schauspieler der Olsen-Bande. Die dänischen Filme über eine Gruppe Gauner waren sehr beliebt in der DDR.

OVG MünsterPläne für Bau eines neuen Braunkohlekraftwerks gestoppt

Im Streit über die Braunkohle-Verstromung in Deutschland hat der Energieversorger RWE einen weiteren Rückschlag erlitten. Pläne für den Bau eines neuen Kraftwerks im Rheinischen Revier wurden vom Oberverwaltungsgericht in Münster gestoppt. Es erklärte den Bebauungsplan der Stadt Bergheim für fehlerhaft und deshalb unwirksam, ließ allerdings Revision zu. Geklagt hatten Anwohner und Grundstücksbesitzer. RWE will in Niederaußem vier alte Kraftwerksblöcke durch ein effizienteres Kraftwerk ersetzen. Vor wenigen Wochen hatte das OVG Münster dem Unternehmen bereits untersagt, zum Zwecke der Braunkohleförderung den Hambacher Forst zu roden.

MittelfrankenEtwa 40 Verletzte bei Zusammenstoß zweier Schulbusse

In Bayern sind durch den frontalen Zusammenstoß zweier Schulbusse etwa 40 Kinder und Erwachsene verletzt worden, einige von ihnen schwer. Nach Angaben der Polizei prallten die Busse zwischen Ammerndorf und Zirndorf im Landkreis Fürth gegeneinander. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

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Militärnachrichtendienst MAD KSK-Soldaten wurden vor Durchsuchung gewarnt 

Einsatzkräfte der Bundeswehreinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) seilen sich in der Graf-Zeppelin-Kaserne im baden-württembergischen Calw bei einer Übung ab (picture alliance/ dpa/ Uli Deck)

Ein MAD-Offizier wird sich in Köln vor Gericht verantworten müssen. Ihm wird vorgeworfen, Informationen über Ermittlungen verraten zu haben. Im vergangenen Herbst hatte die Polizei Kasernen der Bundeswehr-Eliteeinheit KSK durchsucht. Dabei ging es um Verbindungen zu dem rechtsextremen Soldaten Franco A.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

US-Projekt gegen "Fake News" Die Lügen aus dem Internet herausholen

US-Präsident Donald Trump bei der Pressekonferenz am Mittwoch (7. Dezmeber 2018) im Weißen Haus.  (AP Photo/Evan Vucci)

Durch Donald Trump hat der Begriff "Fake News" eine unrühmliche Karriere hinter sich. Der US-Präsident nutzt ihn nur noch, um seriöse Medien zu diffamieren. Doch was "falsche Nachrichten" tatsächlich sind, zeigt ein Projekt der renommierten Columbia University.

Brexit-Vertrag im Parlament Kaum Rückendeckung für May

Die britische Premierministerin May steht im Parlament in London vor einem Rednerpult. (ap/video)

Überschattet vom Rücktritt mehrerer Minister hat die britische Premierministerin Theresa May den Brexit-Vertragsentwurf im Parlament verteidigt. Ob sie eine Mehrheit dafür im Unterhaus bekommt, ist zweifelhaft. Dafür bräuchte sie Stimmen der Opposition - und die zerriss den Deal von vorne bis hinten.

Der Tag Brüssels banger Blick

Wieso hat es die EU Großbritannien in den Brexit-Verhandlungen so schwer gemacht? Weil es gar nicht anders ging, meint unser EU-Korrespondent. Außerdem: Die SPD diskutiert über Hartz IV und plötzlich entdecken auch die Grünen ihre soziale Ader.

CDU-Regionalkonferenz Der Wettstreit beginnt

Jens Spahn, Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz bei ihrer Vorstellung als Kandidaten für CDU-Bundesvorsitz beim Bundesvorstand der Frauen-Union im Konrad-Adenauer-Haus am in Berlin.  (dpa / picture alliance / Eventpress Rekdal)

Auf der ersten Regionalkonferenz von insgesamt präsentieren sich in Lübeck die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz: Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn. Mit dem Format betritt die CDU Neuland. Alle drei erhalten zehn Minuten Redezeit. Danach folgt eine offene Fragerunde. Noch sind die Lager nicht sortiert.

Diesel-Debatte Neuer Grenzwert soll Fahrverbote verhindern

Das Foto zeigt die Abgase eines Dieselfahrzeugs in Essen. (dpa-Bildfunk / AP / Martin Meissner)

Mit der Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes will die Bundesregierung erreichen, dass Diesel-Fahrverbote nur dann kommen, wenn der europäische Grenzwert besonders stark überschritten wird. Außerdem sollen manche Fahrzeuge trotz Fahrverbot weiter in Städten fahren dürfen. Die Deutsche Umwelthilfe nennt das europarechtswidrig.

Staatsrechtler zu AfD-Parteispenden-Affäre "Eine strafbare Handlung ist nicht gegeben"

Die AfD-Fraktionschefin im Bundestag, Alice Weidel (picture alliance / Sven Simon)

INTERVIEW Nach Ansicht des von der AfD beauftragten Staatsrechtlers Karl-Albrecht Schachtschneider hat Fraktionschefin Alice Weidel in der Parteispenden-Affäre korrekt gehandelt. Er gehe davon aus, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit eingestellt würden, sagte er im Dlf.

Digitalpakt "Wir haben bei der Digitalisierung ein Umsetzungsproblem"

Professor Tobias Kollmann von der Universität Diusburg-Essen gibt am 19.09.2014 im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin ein Statement ab. Zuvor hatte Kollmann zusammen mit dem Bundeswirtschaftsminister an der Beiratssitzung Junge Digitale Wirtschaft teilgenommen.  (dpa / picture alliance / Wolfgang Kumm )

INTERVIEW Die Politik habe sich viel zu spät mit dem Thema Digitalisierung auseinandergesetzt, sagte der E-Business-Experte Tobias Kollmann im Dlf. Sie habe nun zwar erkannt, was auf dieser Ebene getan werden müsse - setze es aber nicht um. Sie stelle immer nur Geld bereit, anstatt digitale Strategien aktiv zu begleiten.

Bahnverkehr Mehr Geld bei Zugverspätungen

Reisende stehen Schlange an einem Informationsstand der Deutschen Bahn im Berliner Hauptbahnhof. (dpa / Paul Zinken)

Das EU-Parlament will die Bedingungen für Bahnreisende verbessern. Neben höheren Entschädigungen bei Verspätungen fordern die Abgeordneten auch mehr Fahrradstellplätze und mehr Komfort für Menschen mit Behinderungen.

Marina Weisband Das kleine Einmaleins gegen Falschmeldungen

Auf einer Wand steht mit Filzschrift geschrieben: "Allet Lügen. Vertrau auf dich, Herzverstand" (dpa/Wolfram Steinberg)

Niemand sei nur Konsument von Nachrichten, meint Marina Weisband. In ihrer Kolumne erklärt sie deshalb dieses Mal Faustregeln, die dabei helfen sollen, Falschmeldungen zu erkennen - und so am politischen Diskurs teilhaben zu können.

Exil in Griechenland Junge Türken fliehen vor dem Erdogan-Regime

Blick auf den Fluss Evros, der die natürliche Grenze zur Türkei bildet. (dpa/picture alliance/Socrates Baltagiannis)

Griechenland ist ein beliebtes Ziel vor allem für jüngere Türken, die wegen politischer Repressionen ihr Land verlassen. Sie ertragen das Erdogan-Regime nicht mehr, wollen aber nah an der Heimat bleiben. Viele berichten nun online über ihre Erfahrungen in der Türkei.

Medikamententests in Behinderteneinrichtung Versuchspillen mit schweren Folgen

Machenschaften in einem Labor (Symbolfoto) (imago/imagebroker Dunkle )

In der diakonischen Behinderteneinrichtung im südbadischen Kork soll 1972 ein triebhemmendes Medikament an Jugendlichen mit geistiger Behinderung getestet worden sein. Die Versuchspillen verabreichte damals auch ein Ersatzdienstleistender - noch immer fühlt er sich wie ein Mittäter.

Kalifornien "Da ist nichts, was diese Brände aufhalten kann"

Feuerwehrmänner kämpfen gegen die Flammen in Santa Rose in Nord Kalifornien. (picture alliance / Khaled Sayed)

INTERVIEW Die Vegetation in Kalifornien sei durch eine sogenannte Megadürre geschwächt, sagte Kirsten Thonicke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Dlf. In den letzten zwei Jahrzehnten sei darüber hinaus ein Anstieg der Temperaturen gemessen worden - was zu einer Zunahme von Waldbränden führen werde.

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Politik

El Salvador Die gefürchteten Mara-Jugendbanden

Häftlinge hinter Gittern (Anne-Katrin Mellmann, ARD Mexiko)

Ein Fluchtgrund für El Salvadorianer ist die extreme Gewalt: In dem mittelamerikanischen Land beherrschen Jugendbanden, die Maras, die Armenviertel. Der Staat begegnet den Banden seit vielen Jahren mit dem gleichen, wirkungslosen Rezept: der harten Hand. Deshalb sind die Gefängnisse überfüllt.

Italienischer Haushalt Rom bleibt stur im Streit mit der EU

Obere Hälfte einer italienischen Ein-Euro-Münze vor schwarzem Hintergrund (dpa)

Die italienische Regierung will ihre Haushaltspläne durchziehen - obwohl die EU sie abgelehnt hat. Ein starkes Wirtschaftswachstum soll die Probleme lösen, so die Prognosen der italienische Regierung. Experten im In- und Ausland halten das für blauäugig.

Wirtschaft

Brexit-Folgen für Unternehmen Kaum Einschränkungen - aber auch keine Freiheiten

Der Brexit-Chefunterhändler der EU, Michel Barnier, und EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani halten in Straßburg den Entwurf des Brexit-Vertrags in den Händen. (AFP/FREDERICK FLORIN)

Großbritannien wollte aus der EU austreten, um mehr Freiheit zu gewinnen. Im aktuellen Entwurf zum Brexit ist davon wenig zu sehen. Für britische Unternehmen könnte das aber sogar eine gute Nachricht sein, sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Denn diese könnten im Gegenzug ihre Handelsprivilegien behalten.

Verunreinigtes Futter PCB in Geflügelfleisch gefunden

Eine Geflügelfleisch-Auslage in einem Lebensmittelgeschäfts (dpa / Malte Christians)

PCB gilt als giftig und krebserregend - nun wurde es in Geflügelfleisch entdeckt. Ursache dafür sind offenbar verunreinigte Futterchargen. Die schlechte Nachricht für Verbraucher: Wenn die staatlichen Kontrollen versagen, haben sie kaum Möglichkeiten, sich selbst zu schützen.

Wissen

Unser Sonnensystem Kein guter Platz für Super-Erden

Drei Super-Erden umkreisen den leuchtenden Stern HD 40307 (künstlerische Darstellung). (picture alliance / Eso)

Super-Erden sind Gesteinsplaneten, die deutlich größer sind als unsere Erde. Im All sind sie weitverbreitet, nur in unserem Sonnensystem gibt es nichts derartiges. Das könnte daran liegen, dass sich zwei bestimmte Planeten des Sonnensystems wie Staubsauger aufführen.

Alterskrankheiten Verjüngungskur mit Bakterien

Eine Labormaus sitzt auf der behandschuhten Hand einer Wissenschaftlerin. (imago stock&people)

Im Alter leiden viele Menschen an Alzheimer oder rheumatischer Arthritis. Auch Diabetes wird durch eine Insulinresistenz begünstigt. US-Forscher haben jetzt in Versuchen mit Mäusen und Affen gezeigt, dass sich diese Resistenz mit nützlichen Bakterien auch wieder rückgängig machen lässt.

Europa

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Litauen Die stille "Orbanisierung" droht

Die Regierungschefs Litauens und Ungarns, Dalia Grybauskaite und Viktor Orban. (picture alliance / dpa / Olivier Hoslet)

Ein Jahr vor den Kommunal- und Präsidentschaftswahlen gerät in Litauen der öffentlich-rechtliche Rundfunk zunehmend unter Druck. Journalisten im Land sehen die Pressefreiheit in Gefahr - und warnen vor dem negativen Vorbild einiger Nachbarstaaten.

Old School trifft Zukunft Frühstück statt Nachsitzen - die beste Lehrerin der Welt

Andria Zafirakou lehrt Kunst an der Alperton Community School, einer Schule im Londoner Bezirk Brent. Ihr Einsatz für die Kinder wurde im Frühjahr mit dem Global Teacher Prize 2018 gewürdigt. (Benjamin Dierks                                   )

Zucht und Ordnung - das schätzen die konservativen Tories an der von Labour angestoßenen neuen Schulpolitik und am Modell der "Academies". Doch nicht überall funktionieren die alten Rezepte. Andria Zafirakou versucht es an der Alperton Community School daher ganz anders.

Kultur

Kunstmesse Art Düsseldorf Instagram als Tool und Trigger

Auf dem Bild sind Tontafeln zu sehen, auf die der türkische Künstler Berkay Tuncay Tweets des Rappers Kanye West eingraviert hat.  (Sanatorium)

Mittlerweile ist es für Künstler und Galerien unerlässlich geworden, sich in den sozialen Medien zu präsentieren. Besonders Instagram sticht als Plattform für die Darstellung von Kunstwerken hervor. Hat das Auswirkungen auf den Kunstmarkt? Eine Spurensuche auf der Kunstmesse Art Düsseldorf.

Unterhaltung bei ARD und ZDF Mehr "Babylon Berlin" wagen!

(Filmausschnitt: Sky Television)

Angesichts eines internationalen TV-Markts im Wandel plädiert der Mainzer Medienökonom Bjørn von Rimscha für mehr hochwertige Produktionen bei den Öffentlich-Rechtlichen. Angesichts knapper Budgets müssten die Sender dabei allerdings mit privaten Anbietern zusammenarbeiten, sagte von Rimscha im Dlf.

Literatur

Roger Willemsen: "Musik! Über ein Lebensgefühl" Musikerkundungen eines Kettenhörers

Der Schriftsteller Roger Willemsen schaut im Jahr 2012 aus einem Fenster (Jens Kalaene/ dpa)

Der 2016 verstorbene Roger Willemsen war ein Intellektueller und zugleich ein Unterhalter. Seine Leidenschaft galt der Musik: Er konnte Hörerlebnisse zum Sprechen bringen wie kaum ein zweiter. Seine gesammelten Texte vor allem zum Jazz vereint nun der Band "Musik! Über ein Lebensgefühl".

Ottessa Moshfegh: "Mein Jahr der Ruhe und Entspannung" Die Schlafwandlerin des Jahres

(Cover: Liebeskind Verlag / Hintergrund: Jelina Berzkalns)

In ihrem neuen Roman gelingt der US-Amerikanerin Ottessa Moshfegh ein beeindruckender Balanceakt: Während ihre weltflüchtige Heldin einen Großteil des Jahres 2001 verschläft, gerät der Autorin das New York der Jahrtausendwende wie nebenbei zum Bild der Epochenwende.

Gesellschaft

Islam „Wir brauchen ein aufgeklärtes Islamverständnis“

Die deutsch-türkische SPD-Politikerin Lale Akgün im September 2017 beim Ökumenischen Fest der EKD in Bochum. (imago / epd)

Passt der Islam mit den Werten westlicher Demokratien zusammen? Unbedingt, ist die türkischstämmige SPD-Politikerin Lale Akgün überzeugt. Allerdings müssten sich Muslime von den Geboten des 7. Jahrhunderts lösen. "Wir dürfen den Koran nicht wörtlich nehmen", sagte Akgün im Dlf.

Medienprojekt in den USA Eine Art Bürgerjournalismus

Ein Straßenpanorama von Germantown. (Klaus Martin Höfer für Deutschlandfunk)

Trump, CNN, Fox News: Geht es um Medien in den USA, richtet sich der Blick meist Richtung Washington. Doch das Beispiel von Germantown, einem Stadtteil von Philadelphia, zeigt, wie das Thema Menschen im ganzen Land bewegt - und aktiv werden lässt.

Sport

Fußball Der ungesunde Kampf um die Talente

Kinder-Fußballtraining beim VfB Stuttgart. (Pressefoto Baumann)

Stars lieber selber formen, als sie teuer zu kaufen. Das ist seit Jahren die Marschrichtung der Vereine. Die Talentförderung ist mittlerweile so professionell und hemmungslos, dass Klubs schon sieben- und achtjährige Kinder rekrutieren. Doch die Wenigsten schaffen es bis ganz nach oben.

Olympia 2026 Calgary sagt "Nein" zu Olympia

Die Fahne mit den Olympischen Ringen weht im McMahon-Stadion - aufgenommen während der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 1988 in Calgary, Kanada. (dpa / Wolfgang Eilmes )

Die Olympischen Winterspiele 2026 bleiben das Sorgenkind des Internationalen Olympischen Komitees: Die Bürger der kanadischen Stadt Calgary stimmen gegen die Austragung. Damit sind nur noch zwei Städte im Rennen und die wackeln ebenfalls.

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