Die Nachrichten

RomDi Maio erklärt Rücktritt als Parteichef

Italiens Außenminister Di Maio ist als Vorsitzender der Fünf-Sterne-Bewegung zurückgetreten. Dies teilte der 33-jährige Politiker in Rom mit. Er werde aber weiter in der Partei aktiv sein, sagte Di Maio. Sein Amt als Außenminister will er behalten. Ein Nachfolger für den Vorsitz soll in den kommenden Monaten auf einem Parteitag bestimmt werden. Bis dahin wird der Politiker Crimi die Fünf Sterne kommissarisch leiten. Di Maio stand seit September 2017 an der Spitze der Fünf-Sterne-Bewegung. Zuletzt wuchs jedoch intern die Unzufriedenheit, weil die Regierungspartei an Zustimmung verlor.

DavosPräsidenten Trump und Saleh für Fortführung des US-Einsatzes im Irak

Die Präsidenten Trump und Saleh haben sich für eine Fortsetzung des US-Militäreinsatzes im Irak ausgesprochen. Die beiden trafen sich am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos. Nach Angaben des Weißen Hauses waren sie sich einig über die Bedeutung des Einsatzes für die Wirtschaft und die Sicherheit im Irak. Es war die erste Begegnung der beiden Staatschefs seit dem US-Drohnenangriff Anfang Januar in Bagdad, bei dem unter anderen der iranische General Soleimani und der irakische Milizenchef al-Muhandis getötet wurden. Nach dem Angriff hatte das irakische Parlament den Abzug aller internationalen Truppen aus dem Land gefordert. Bislang ist unklar, ob der geschäftsführende irakische Regierungschef Mahdi dieser Forderung nachkommen wird.

VenezuelaGuaidó fordert weitere EU-Sanktionen gegen Maduro

Der selbsternannte venezolanische Interimspräsident Guaidó hat die EU aufgefordert, mehr Druck auf den sozialistischen Staatschef Maduro in seinem Land auszuüben. Die freie Welt müsse weitere Sanktionen gegen die Diktatur in dem südamerikanischen Krisenstaat verhängen, sagte Guaidó nach einem Besuch des Europäischen Parlaments in Brüssel. Vor kurzem hatte der EU-Außenbeauftragte Borrell mit zusätzlichen Strafmaßnahmen gedroht. Guaidó reist derzeit durch Europa, um für weitere Unterstützung im Machtkampf mit Maduro zu werben. Der Oppositionspolitiker wird von fast 60 Ländern, darunter den USA und Deutschland, als legitimer Übergangsstaatschef anerkannt. Allerdings ist es ihm bislang nicht gelungen, den vom Militär gestützten Maduro aus dem Amt zu drängen.

Weinstein-ProzessSchwere Vorwürfe im Eröffnungsplädoyer der Staatsanwaltschaft

Im Prozess gegen den früheren Filmproduzenten Weinstein hat ihm die Staatsanwaltschaft in ihrem Eröffnungsplädoyer noch einmal schwere Sexualverbrechen vorgeworfen. Die Beweise würden zeigen, dass Weinstein ein Sexualstraftäter und Vergewaltiger sei, sagte Anklägerin Hast in New York. Der Produzent habe seine Macht in der Unterhaltungsindustrie genutzt, um seine Opfer zu bedrängen und ihr Schweigen sicherzustellen. In dem Prozess geht es um zwei Frauen: Weinstein soll eine von ihnen im Jahr 2013 vergewaltigt und die andere im Jahr 2006 zum Oralsex gezwungen haben. Insgesamt haben ihm mehr als 80 Frauen in den vergangenen Jahren sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Bei einer Verurteilung droht Weinstein lebenslange Haft. Er weist die Anschuldigungen zurück und spricht von einvernehmlichem Sex. Das Bekanntwerden der Vorwürfe hatte die weltweite "MeToo"-Bewegung gegen männliche sexuelle Gewalt ausgelöst.

Wirtschaftsforum DavosFrankreich und USA einigen sich vorläufig im Digitalsteuerstreit

Frankreich und die USA haben am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos eine vorläufige Einigung im Streit um die französische Digitalsteuer erzielt. Finanzminister Le Maire sagte nach einem Treffen mit seinem amerikanischen Kollegen Mnuchin, Frankreich verzichte bis Ende 2020 auf die Erhebung der Steuer. Die USA würden dafür in diesem Zeitraum keine Strafzölle erheben. Le Maire betonte, dass Frankreich grundsätzlich aber an der Abgabe festhalte, sollte es keine internationale Lösung geben. Die Regierung in Paris erhebt seit dem vergangenen Jahr eine Steuer von drei Prozent auf den Umsatz großer internationaler Internetunternehmen, die in Europa bisher kaum Steuern zahlen. Die US-Regierung hat die Abgabe als unfair kritisiert und mit Strafzöllen auf französische Luxusgüter gedroht.

Erinnerungszentrum WesterborkNamen aller niederländischer Holocaust-Opfer werden vorgelesen

Im niederländischen Erinnerungszentrum Westerbork werden seit heute die Namen aller niederländischer Holocaust-Opfer vorgelesen. Die Lesung im früheren Durchgangslager dauert 116 Stunden, weil es sich um insgesamt 102.000 Menschen handelt. Westerbork liegt im Nordosten der Niederlande, von dem aus Juden, Sinti und Roma in die Konzentrationslager der Nazis transportiert wurden. Auch Anne Frank wurde von dort aus ins KZ deportiert. Die Lesung der Opfer-Namen wird live ins Netz gestreamt und soll bis Montag Nachmittag dauern. Sie endet nachmittags, wenn in Auschwitz die Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers beginnt. Seit 2005 lässt das Erinnerungszentrum von Westerbork alle vier Jahre die Opfer-Namen komplett vorlesen. Daran beteiligt sind in diesem Jahr auch Deutsche.

Lottozahlen3 - 16 - 23 - 33 - 41 - 47

Die Lottozahlen: 3 - 16 - 23 - 33 - 41 - 47 Superzahl: 4 "Spiel 77": 5 0 3 2 8 1 7 "Super 6": 7 7 2 5 2 8 Alle Angaben sind ohne Gewähr.

Irak2020 schon drei Journalisten getötet

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" beklagt ein zunehmendes Klima der Angst und Gewalt für Journalistinnen und Journalisten im Irak. Seit Jahresbeginn seien dort bereits drei Medienvertreter getötet worden, die über die seit Monaten andauernden Proteste gegen die Regierung berichteten, erklärte der Verband in Berlin. Zuletzt sei ein Fotojournalist in Bagdad mutmaßlich durch Schüsse von Sicherheitskräften getötet worden. Vorstandssprecher Rediske rief die Behörden auf, die Vorfälle zu untersuchen und die Verantwortlichen zu bestrafen.

Hacker-Angriff auf BezosUNO-Experten fordern Ermittlungen in Zusammenhang mit Kashoggi-Mord

Experten der Vereinten Nationen halten es für möglich, dass das Mobiltelefon von Amazon-Gründer Bezos von einer saudi-arabischen Quelle aus gehackt wurde. Sie fordern zügige Ermittlungen, ob darin auch Kronprinz Mohammed bin Salman verwickelt gewesen sein könnte. Von dessen WhatsApp-Account soll Bezos laut einem Bericht des britischen "Guardian" 2018 eine Datei mit Schadsoftware erhalten haben. Diese Darstellung war von der Botschaft Saudi-Arabiens in den USA umgehend als "absurd" zurückgewiesen worden. Bezos ist Besitzer der Zeitung "Washington Post", für die der Journalist Kashoggi arbeitete. Der Kritiker des Königshauses in Riad war im Oktober 2018 ermordet worden, als er in Istanbul das saudische Konsulat aufsuchte.

MigrationBundesregierung: Kein Asyl für Klimaflüchtlinge

Wer wegen der Folgen des Klimawandels seine Heimat verlässt, kann laut Bundesinnenministerium in Deutschland keinen Schutz einfordern. Die meisten Studien deuteten darauf hin, dass Umweltveränderungen zwar Auslöser, aber nicht alleinige Ursache von Migrationsentscheidungen seien, erklärte ein Sprecher in Berlin. - Nach Ansicht des UNO-Menschenrechtsausschusses dürfen Klimaflüchtlinge nicht in ihre Heimatländer abgeschoben werden, wenn die Lebensumstände durch den Klimawandel derart bedroht seien, dass das Recht auf Leben gefährdet sei.

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Kulturkampf in Frankreich Radikale Islamisten erobern Problemviertel

Im Pariser Stadtteil Sarcelles hat ein französischer Künstler die Worte: "Als ich Kind war, gab es Muslime, Juden, Christen, Schwarze und Weiße...Sie waren Freunde", Februar 2016 (AFP / Joel Saget)

Führende französische Islamwissenschaftler schlagen Alarm: Radikale Islamisten seien dabei, schleichend ganze Stadtviertel unter ihre Kontrolle zu bringen. Sie zwängten ihre extrem konservativen Normen der muslimischen Gemeinde auf. Der Staat, obwohl der Laizität verpflichtet, reagiere hilflos.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Holocaust-Gedenken in Yad Vashem Polens Stuhl bleibt leer

Ein Blick in das Holocaust-Memorial Yad Vashem. In einem Betonkegel sind unzählige Fotos von Überlebenden der Shoah zu sehen. (Getty Images/Lior Mizrahi)

Die Welt trifft sich in der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem - nur Polens Staatschef Andrzej Duda fehlt. Grund ist ein Streit mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin, der Polen eine Mitschuld am Zweiten Weltkrieg gibt. Historiker Peter Oliver Loew bezeichnete diese Vorwürfe im Dlf als "Humbug".

Corona-Virus Kein Anlass zur Hysterie

Das Foto zeigt Polizisten und Reisende, teils mit Mundschutz, in der Nähe des Bahnhofs von Peking. (dpa-Bildfunk / AP / Mark Schiefelbein)

KOMMENTAR Die kollektive Aufregung um die steigenden Infektionszahlen aus China sei nicht angebracht, kommentiert Ralf Krauter. Die gefühlte Bedrohung durch den neuen Corona-Virus sei viel größer als die reale Gefahr. Auf den Ernstfall vorbereiten sollten wir uns dennoch.

Frauen in Vorständen Nachholbedarf vor allem in Banken

Christian Klein, Bill McDermott und Jennifer Morgan stehen bei der Hauptversammlung des Softwarekonzerns SAP auf der Bühne. (picture alliance / dpa / Uwe Anspach )

Der Frauenanteil in den Vorständen großer deutscher Unternehmen ist im vergangenen Jahr etwas stärker gestiegen als 2018. Das geht aus dem Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hervor. Dennoch bleibt er gering, vor allem in den Banken.

Altmaier zum Kohle-Kompromiss "Die Umweltbilanz kann sich sehen lassen"

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, spricht auf einer Pressekonferenz (dpa/ Christoph Soeder)

INTERVIEW Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat den zwischen Bund und Ländern ausgehandelten Fahrplan zum Kohleausstieg gegen Kritik aus der Kohlekommission verteidigt. Viele Forderungen der Umweltverbände seien erfüllt, sagte Altmaier im Dlf. Die Stromversorgung müsse aber sichergestellt sein.

Verbandssprecher der Erneuerbaren Energien „Am Kohleausstiegsgesetz entzündet sich die Kritik“

Bildnummer: 56281774 Datum: 10.11.2011 Copyright: imago/Rainer Unkel Reiner PRIGGEN , Vorsitzender der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Nordrhein-Westfalen , 10.11.2011 People Politik GER Porträt x0x xsk 2011 quer FOTOGRAFIE PHOTOGRAPH FARBE COLOUR FARBFOTOGRAFIE COLOUR PHOTOGRAPH FARBAUFNAHME PORTRAET PORTRAIT PERSOENLICHKEIT PERSONALITY QUERFORMAT HORIZONTAL FORMAT DEU DEUTSCHLAND GERMANY POLITIK POLITICS 56281774 Date 10 11 2011 Copyright Imago Rainer Unkel Reiner Priggen Chairman the Group from Alliance 90 the Greens in Landtag from North Rhine Westphalia 10 11 2011 Celebrities politics ger Portrait x0x xSK 2011 horizontal Photography Photo Color Colour Color photography Colour Photo Ink Portrait Portrait Personality Personality Landscape horizontally Format DEU Germany Germany politics POLITICS  (imago images / Rainer Unkel)

INTERVIEW Reiner Priggen vom NRW-Landesverband Erneuerbare Energien kritisierte den Kohlekompromiss: Anders als abgesprochen, solle ein Großteil der Kraftwerke nun erst Ende der 2020er-Jahre abgeschaltet werden, sagte der Ex-Grünen-Politiker im Dlf. Der Gesetzentwurf müsse nachgebessert werden.

Online-Glücksspiele Zentrale Aufsichtsbehörde ist richtig und notwendig

Online Slot Machine (Symbolbild) (imago / Wavebreakmedia / Micro Panthermedia)

KOMMENTAR Online-Glücksspiel ist ein Milliardengeschäft. Deshalb ist es richtig, dass der neue Glücksspielstaatsvertrag es nun ab Mitte 2021 bundesweit erlaubt, meint Johannes Kuhn. Denn nun könne der Staat regulierend eingreifen.

Ein Jahr Aachener Vertrag Gute Chancen für deutsch-französischen Azubi-Austausch

Ein Auszubildender bei der Metallbau Windeck GmbH schweisst einen Fensterrahmen zusammen. (imago / Thomas Köhler)

Deutschland ist bei jungen Franzosen inzwischen äußerst beliebt. Das hilft dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, Austausch und Mobilität unter Jugendlichen beider Länder stärker zu fördern. Seit dem Vertrag von Aachen gibt es dafür sogar mehr Geld, doch noch werden nicht genug Jugendliche erreicht.

Konjunkturoptimismus und lockere Geldpolitik Dax schafft neues Rekordhoch

Die Anzeigetafel an der Frankfurter Börse zeigt einen neuen Höchstwert des DAX. Der Deutsche Aktienindex ist zu Börsenbeginn auf den höchsten Stand seiner Geschichte gestiegen.  (dpa)

Gute Stimmung an den Börsen - das erste Mal seit zwei Jahren hat der deutsche Aktienindex Dax wieder eine Rekordmarke geknackt. Die Gründe: die Unterzeichnung eines ersten Teilabkommens zwischen den USA und China sowie optimistische Wachstumsprognosen. Experten warnen jedoch vor zu viel Dax-Euphorie.

Greenpeace-Chefin zu Davos "Trotz schöner Worte keine Aktionen"

Das Foto zeigt Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan. (imago / Bernd Lauter)

INTERVIEW Im Bereich Klimaschutz passiere immer noch viel zu wenig, kritisierte Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan im Dlf anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos. Vor allem der Finanzsektor und die Banken würden weiterhin massiv in fossile Energien investieren.

Flüchtlingslager in Griechenland "Eine Schande für die EU"

Wildes Flüchtlingscamp auf Samos (Michael Lehmann / Deutschlandradio)

INTERVIEW Frank Schwabe, Beauftragter der SPD für Menschenrechte, hat dafür plädiert, mehr Druck auf EU-Länder auszuüben, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen. Die Situation für Flüchtlinge auf den griechischen Inseln sei eine Schande und lasse sich nur durch eine europäische Lösung ändern, sagte er im Dlf.

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Politik

Einkommensprüfung Rentenversicherung befürchtet Umsetzungsprobleme bei der Grundrente

Ein Rentnerpaar überquert eine Straße. (dpa/ Wolfram Steinberg)

Die politische Einigung zur Grundrente ist erreicht. Wenn es aber nun darum geht, sie einzuführen, meldet die Rentenversicherung scharfe Kritik an: Das neue System stelle die Behörden vor zu große Herausforderungen. Es fehlten Systeme und Personal für eine schnelle Bearbeitung.

Impeachment-Verfahren gegen Trump Demokraten sehen Gewaltenteilung in Gefahr

Porträtaufnahme von US-Präsident Donald Trump während seines TV-Duells mit der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton. (Imago / ZUMA Press)

Am Eröffnungstag des Impeachmentverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump wurde zwischen Demokraten und Republikanern hart um den Ablauf des Verfahrens verhandelt. Die Demokraten befürchten eine Aushebelung der Gewaltenteilung in den USA.

Wirtschaft

Flughafen Frankfurt Giftiger Aushub am neuen Fraport-Terminal

29.04.2019, Hessen, Frankfurt/Main: Bagger heben das Erdreich des Flugsteig H vom Terminal 3 aus. Der Grundstein für Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist gelegt worden. Der erste Flugsteig des neuen Terminals, ein reiner Billigflieger-Flugsteig, soll schon 2021 in Betrieb genommen werden. Foto: Andreas Arnold/dpa | Verwendung weltweit (dpa)

Am Frankfurter Flughafen entsteht aktuell das riesige neue Terminal 3. Die meisten Erdaushubarbeiten sind inzwischen erledigt, der Hochbau beginnt. Das Problem: Ein Teil des Aushubs ist mit giftigen Chemikalien belastet. Ein Zwischenlager soll entstehen, aber Anwohner sind beunruhigt.

Zukunft der Pipeline Nordstream 2 Die geopolitische Gasröhre

Mecklenburg-Vorpommern, Laage: Das Verlegeschiff "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 (Luftaufnahme mit einer Drohne). (Bernd Wüstneck/dpa)

150 Kilometer vor der deutschen Küste ist der Bau der Gas-Pipeline Nord Stream 2 nun erst einmal gestoppt: Die US-Sanktionen greifen und Unternehmen sind abgesprungen. Der russische Gasversorger Gazprom wird die Röhre wohl selbst zu Ende bauen.

Wissen

Schwierige Berufswahl Berufsberater: Klarmachen, wo die Zukunft liegt

Angehende KfZ-Mechaniker mit ihrem Ausbildungsleiter (www.imago-images.de / Monkeybusiness / Panthermedia)

Bei vielen Jugendlichen fehlt die Vorstellungskraft, welche Berufe es in zehn Jahren geben wird, sagte Berufsberater Christian Langkafel im Dlf. Zudem stünden sie vor einen Riesenauswahl, das mache die Entscheidung nicht leichter. Er versuche klarzumachen, dass die Zukunft in der Digitalisierung liege.

Kommunikation Stammbaum der Gebärdensprachen

Vier Gehörlose unterhalten sich in Gebärdensprache. (picture-alliance / Fredrik von Erichsen)

Gebärdensprache ist nicht universell. Das zugrunde liegende Fingeralphabet unterscheidet sich mitunter von Land zu Land. Forschende haben jetzt untersucht, wie sich die europäischen Gebärdensprachen auseinander entwickelt haben, und einen ersten Stammbaum des Sprechens mit den Händen vorgelegt.

Europa

Entschleunigtes Brüssel Tempo 30 für die belgische Hauptstadt

Eine Plakatwand mit der Aufschrift "Respekt" und Kindern, die einen Zebrastreifen überqueren. Das Brüsseler Mobilitätsministerium setzt vor allem auf Kommunikation. (Deutschlandradio / Carolin Born)

In Brüssel soll zur Regel werden, was bisher als Ausnahme galt: Ab 2021 soll die ganze Stadt zur Zone 30 werden – zumindest fast: Auf den großen Verkehrsachsen sollen Autos weiterhin 50 oder sogar 70 Kilometer pro Stunde fahren dürfen. Doch nicht alle halten das für eine gute Idee.

Dekolonisierung in Portugal Beide Seiten der Geschichte zeigen

Beatriz Gomes Dias, Linkspolitikerin und Kämpferin für die Aufarbeitung von Portugals kolonialer Vergangenheit (Deutschlandradio / Tilo Wagner)

In Portugal wurden während der Kolonialzeit sechs Millionen Menschen versklavt. Bisher gibt es keinen Ort, der an ihr Schicksal erinnert. Das soll sich nach dem Willen einer Bürgerinitiative in Lissabon bald ändern. Der Bürgermeister wollte ursprünglich einen Seefahrer-Themenpark für Touristen.

Kultur

Ärger um CSD-Motto "Wir sind weder vor rechts noch vor links eingeknickt"

Teilnehmer am Christopher Street Day unter dem Motto "50 Years of Pride" auf der Deutzer Brücke. (dpa / picture alliance / Geisler-Fotopress)

INTERVIEW "Einigkeit! Recht! Freiheit!" sollte das Motto des größten deutschen CSD 2020 in Köln lauten. Doch es hagelte Kritik. "Viele kleine Gruppen wollen damit nicht auf die Straße gehen", sagte Mitorganisator Oliver Lau im Dlf.

Deutsch-französische Freundschaft Ende einer Ära

Librairie Allemande - Eingangstür und Schaufenster der deutschen Buchhandlung in Paris mit dem Schild "Fermé" (Foto: Nora Karches)

Die deutschen Buchhandlungen in Paris waren einst intellektuelle Botschaften. Ausgerechnet am Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags schließt nun die letzte "Librairie Allemande" ihre Türen: Paris verliert mehr als nur ein Geschäft.

Literatur

Julie Otsuka: „Als der Kaiser ein Gott war" Die Deportation der "Japanese Americans" nach Pearl Harbor

Die US-Amerikanische Schriftstellerin Julie Otsuka und ihr Buch "Als der Kaiser ein Gott war" (Foto: Bob Bessoir, Buchcover: Lenos Verlag)

Im Dezember 1941 griff die japanische Luftwaffe den US-Marinestützpunkt Pearl Harbor an. Anschließend wurden viele japanisch stämmige Amerikaner in Lager deportiert. Von einer solchen Familie erzählt Julie Otsuka in ihrem berührenden Roman "Als der Kaiser ein Gott war".

Köln im Spätmittelalter Der große Schied

Buchcover "Köln im Spätmittelalter" und der Altar der Stadtpatrone im Kölner Dom (Cover: Grevenverlag / Hintergrund: Bildarchiv Monheim GmbH)

Köln im Jahr 1396: Stefan Lochner malt die "Madonna im Rosenhag". Kölner Kaufleute stehen in Verbindung mit fast allen Teilen Europas. Frauen spielen ganz selbstverständlich eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben – davon berichtet eine beeindruckende Stadtgeschichte.

Gesellschaft

Berliner Immobilienmarkt Grüner Baustadtrat wegen Vorkäufen unter Druck

Florian Schmidt (Grüne), Baustadtrat vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, am 16. Juli 2018 im Rathaus Kreuzberg in der Yorckstraße (picture alliance / dpa / Tagesspiegel / Kitty Kleist-Heinrich)

Der Berliner Baustadtrat Florian Schmidt ist durch seinen Einsatz für bezahlbare Mieten bekannt geworden. Der Grünen-Politiker nahm Mehrfamilienhäuser aus dem freien Markt, in dem er ein Vorkaufrecht des Bezirks geltend machte. Doch bei den Vorkäufen ist wohl nicht alles korrekt gelaufen.

"Noah's Arche" in Kentucky Die Sintflut als Erlebnispark

Ansicht der gigantischen Arche (Deutschlandradio / Gesine Dornblüth)

In den USA ist die Bewegung der Kreationisten ausgesprochen stark. Sie lehnen Darwins Evolutionstheorie ab. Sie glauben, Gott habe die Erde in sechs Tagen erschaffen. Sie nehmen die Bibel wörtlich. Und so haben sie im US-Bundesstaat Kentucky Noahs Arche nachgebaut, originalgetreu, sagen sie.

Sport

Taekwondo Alizadeh will für Deutschland starten

160818 Irans Kimia Alizadeh Zenoorin 57-kilos taekwondo 18 august 2016 Rio de Janeiro. PUBLICATIONxINxGERxSUIxONLY Copyright: CARLxSANDIN BB160818CS079 (Carl Sandin / imago)

Die Deutsche Taekwondo Union unterstützt den Wunsch der iranischen Kämpferin Kimia Alizadeh bei Olympia 2020 für Deutschland starten zu wollen. Die 21-jährige Iranerin war vor kurzem aus ihrem Land geflohen, weil sie sich dort unterdrückt fühlte.

Konzert für Gebrüder Fuchs Vertriebene Stars

Nachfahren der Gebrüder Fuchs mit einem Pappaufsteller von Gottfried Fuchs (Dlf/Sturmberg)

Im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund gab es gestern zum ersten Mal ein Kammerkonzert. Hintergrund ist die Geschichte zweier Brüder, die einst gefeierte Stars in Sport und Musik waren und dann bewusst aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt wurden. Der Grund: Die Brüder Fuchs waren Juden.

Programm