DLF24 | Die Nachrichten

WohnungsmarktBaukindergeld vor allem für Kauf statt Neubau

Das Baukindergeld lockt wenige Monate nach seiner Einführung vor allem Familien, die sich ein Haus oder eine Wohnung kaufen. Für Neubauvorhaben gehen deutlich weniger Anträge ein. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Demnach wurde bis Ende November nur etwa jeder achte Antrag für ein Neubauvorhaben gestellt. Knapp 88 Prozent der Anträge betrafen den Erwerb von Bestandsimmobilien. Die Linken-Abgeordnete Lay kritisierte, das Baukindergeld verfehle seinen Zweck. Statt den Neubau von Wohnungen anzukurbeln, subventioniere es den Kauf bestehender Häuser. Gefördert werde damit vor allem die Mittelschicht auf dem Land. Für Entspannung auf dem städtischen Wohnungsmarkt für Geringverdiener sorge es dagegen nicht.

Forderung des UnionsfraktionschefsJustiz soll schneller werden

Unionsfraktionschef Brinkhaus hat eine Beschleunigung von Strafverfahren und mehr Personal für die Justizbehörden gefordert. Der CDU-Politiker sagte der "Bild am Sonntag", das Vertrauen der Bürger in den Staat hänge davon ab, ob das Recht auch durchgesetzt werde. Die Dauer der Prozesse steige weiter, immer mehr Verfahren würden eingestellt. Nach Brinkhaus' Worten fehlen Staatsanwälte, Richter und Justizpersonal. Er forderte Bund und Länder zu einer Reform der Strafprozessordnung auf. Der Unionsfraktionschef verlangte unter anderem, nicht mehr zuzulassen, dass Befangenheitsanträge gegen Richter zu einer Verzögerung von Prozessen führen. Künftig solle bis zur Entscheidung über den Antrag weiter verhandelt werden können.

Haushaltssperre in den USADemokraten lehnen Trumps neue Vorschläge ab

Im Haushaltsstreit in den USA hat auch ein neues Angebot von Präsident Trump an die Demokraten keinen Durchbruch gebracht. In einer Ansprache im Weißen Haus bot Trump an, bestimmte Gruppen von Migranten in den USA drei Jahre lang vor Abschiebung zu schützen. Nutznießer wären rund eine Million von Abschiebung bedrohte Einwanderer in den USA, darunter rund 700.000 sogenannte Dreamer, die als Minderjährige illegal mit ihren Eltern ins Land gekommen waren. Im Gegenzug verlangte Trump erneut von den Demokraten, umgerechnet fünf Milliarden Euro für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko freizugeben. Die Mehrheitsführerin im Repräsentantenhaus, Pelosi, wies den Vorstoß umgehend zurück. Sie sprach von einem "Rohrkrepierer". Es handele sich um eine Ansammlung von bereits abgelehnten Vorschlägen. Wegen des Streits gibt es noch kein verabschiedetes Haushaltsgesetz in den USA. Mehrere Ministerien und zahlreiche Behörden können ihre Angestellten nicht bezahlen. Betroffen sind 800.000 Menschen, die entweder im Zwangsurlaub sind oder ohne Gehalt arbeiten müssen.

ParteichefHabeck: West-Grüne haben Ostdeutschland lange vernachlässigt

Der Grünen-Vorsitzende Habeck hat eingeräumt, dass sich der westdeutsche Teil seiner Partei lange Zeit zu wenig für Ostdeutschland interessiert hat. Er sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, man habe einen Raum freigelassen, in den andere gestoßen seien. Es brauche einen neuen Anlauf, Gemeinsamkeit in Deutschland herzustellen. Im Herbst stehen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen Landtagswahlen an. Zuletzt erreichten die Grünen in den ostdeutschen Flächenländern Ergebnisse zwischen fünf und sechs Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern verpassten sie den Wiedereinzug in den Landtag.

GroßbritannienPolizei in Nordirland ermittelt wegen möglicher Autobombe

Nach einer Explosion vor einem Gerichtsgebäude in der nordirischen Stadt Londonderry geht die Polizei Hinweisen auf eine Autobombe nach. Auf Fotos ist ein ausgebranntes Fahrzeug zu sehen. Medienberichten zufolge soll es eine telefonisch übermittelte Warnung gegeben haben. Als die Polizei das Gebiet daraufhin abriegeln wollte, sei es zu der Detonation gekommen. Berichte über Verletzte liegen nicht vor. Politiker sprachen bereits von einem Terror-Anschlag. Auch 20 Jahre nach dem Ende des Konflikts in Nordirland kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen irisch-katholischen Nationalisten und protestantischen Unionisten.

AfrikaVerfassungsgericht im Kongo erklärt Tshisekedi offiziell zum Wahlsieger

Das Verfassungsgericht in der Demokratischen Republik Kongo hat den Wahlsieg des Präsidentschaftskandidaten Tshisekedi für rechtskräftig erklärt. Die Richter wiesen eine Klage von Mitbewerber Fayulu gegen das vorläufige Endergebnis als unbegründet ab. Damit könnte Tshisekedi am Dienstag als Präsident vereidigt werden. Fayulu will das Urteil nicht akzeptieren und bezeichnete sich selbst als legitimen Präsidenten. Er rief seine Anhänger zu Protesten auf. Das Gericht diene einem diktatorischen Regime, sagte er. Die Afrikanische Union und die katholische Kirche hatten ebenfalls Zweifel am Wahlergebnis geäußert. Laut Wahlkommission erhielt Tshisekedi rund 39 Prozent der Stimmen, Fayulu 35 Prozent. Der vom langjährigen Machthaber Kabila unterstützte Kandidat, der frühere Innenminister Shadary, kam auf etwa 24 Prozent.

Vor libyscher KüsteMehr als 150 Tote befürchtet

Bei einem Bootsunglück vor der libyschen Küste sind möglicherweise mehr als 100 Migranten ums Leben gekommen. Die italienische Küstenwache rettete an der Unglücksstelle eigenen Angaben zufolge drei Überlebende. Sie berichteten, dass sich auf dem Schlauchboot insgesamt 120 Menschen befunden hätten. Das Boot sei zehn Stunden auf See gewesen, bevor es gesunken sei. Bei einem weiteren Bootsunglück sollen 53 Menschen ums Leben gekommen sein. Wie das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mitteilte, berichtete dies ein Überlebender, der nach 24 Stunden im Wasser von Fischern gerettet und nach Marokko gebracht worden war.

LuftangriffeUS-Militär tötet nach eigenen Angaben 52 Extremisten in Somalia

In Somalia hat das US-Militär Luftangriffe auf Stellungen der Al-Schabaab-Miliz geflogen. Dabei seien 52 Extremisten getötet worden, teilte das Afrika-Kommando der Streitkräfte mit. Vergangene Woche waren bei einem Anschlag auf einen Hotel- und Bürokomplex im Nachbarland Kenia mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Zu der Tat hatte sich die Al-Schabaab-Miliz bekannt.

MexikoZahl der Toten bei Explosion an Benzinleitung gestiegen

Nach der Explosion an einer Benzinleitung in Zentralmexiko ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 70 gestiegen. Das teilte der Gouverneur des Bundesstaats Hidalgo, Fayad, mit. Weitere 70 Menschen würden in Krankenhäusern behandelt. Anwohner hatten an einem Leck Benzin abzapfen wollen. Dabei war es zu dem Unglück gekommen.

Frankreich84.000 Teilnehmer bei "Gelbwesten"-Demos

In Frankreich haben sich wieder zehntausende Menschen an Protesten der "Gelbwesten"-Bewegung beteiligt. Die Demonstranten verlangten den Rücktritt von Staatschef Macron und erteilten seinem Vorschlag für einen "Bürgerdialog" eine Absage. Laut Innenministerium beteiligten sich landesweit rund 84.000 Menschen an den Protesten. Vereinzelt kam es zu Zusammenstößen zwischen Aktivisten und Polizisten. In Paris setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer gegen vermummte Demonstranten ein. 20 Personen wurden festgenommen.

Nach oben zurückspringen

Bahnreform Gute Vorsätze reichen nicht mehr

(dpa/Jan Woitas)

KOMMENTAR Mit dem, was nach dem Bahn-Krisen-Gipfel zu hören war, werden sich die Probleme der Bahn nicht beheben lassen, kommentiert Klemens Kindermann. Denn es seien eigentlich nur gute Vorsätze gewesen. Für Verbesserungen müssten Unternehmensspitze und Politik in die Organisation der Bahn und ihre internen Abläufe eingreifen.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Justizministerin Katarina Barley (SPD) zum Brexit "Wir können noch einige Schritte auf die Briten zugehen"

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) bei einer Ausstellungseröffnung in Berlin (Imago/ Xander Heinl)

INTERVIEW Die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Bundesjustizministerin Katarina Barley, hält ein weiteres Brexit-Referendum über die konkrete Ausgestaltung des EU-Austritts für zeitlich noch möglich. Die EU müsse hier flexibel sein, sagte sie im Dlf. Am Abkommen selbst solle aber nichts verändert werden.

Brexit Der EU muss etwas einfallen

KOMMENTAR Die Entscheidung über den Brexit sei nicht nur Sache der britischen Premierministerin May, kommentiert Stephan-Andreas Casdorff vom Berliner "Tagesspiegel". Hier sei auch die EU gefragt und müsse sich etwas einfallen lassen. Ansonsten drohe ein ganz bitteres Ende.

CSU-Parteitag Eine Chance für einen Neuanfang

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder während einer Rede auf dem CSU-Parteitag. Söder löst Horst Seehofer als Parteivorsitzender der CSU ab. (dpa / Alexander Pohl / NurPhoto)

KOMMENTAR Es sei ein ehrlicher Parteitag der CSU gewesen, mit dem der jahrelange Machtkampf zwischen Markus Söder und Horst Seehofer beendet worden sei, kommentiert Michael Watzke. Auch das Verhältnis zur Schwesterpartei CDU könnte mit der neuen Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer wieder besser werden.

Beckstein (CSU) über Markus Söder "Der Stärkste, den wir haben"

INTERVIEW Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein hat sich dafür ausgesprochen, dem neuen CSU-Parteivorsitzenden Markus Söder Zeit und Chancen zu geben. Söder werde das Verbindende mit der CDU herausstellen und nicht den Streit um des Streitens willen fortsetzen, sagte Beckstein im Dlf.

Allein unter Männern Frauenmangel in der IT-Branche

Kopf einer Frau mit digitalen Daten (imago / Nanette Hoogslag)

In der deutschen IT-Branche herrscht Frauenmangel. Gerade einmal 20 Prozent der IT-Studierenden sind weiblich. Experten machen hierfür alte Rollenbilder und eine fehlende Frühförderung an Schulen verantwortlich, um Mädchen für die Digitalisierung zu begeistern. Dabei wird das weibliche Potenzial dringend benötigt.

Vorstellungsgespräch mit einem Roboter Wie künstliche Intelligenz die Personalsuche verändert

Bewerbungsmappen auf einer Tastatur. (imago/blickwinkel)

Bewerbungsmappen lassen sich Arbeitgeber heute lieber digital schicken. Und die Entwicklung geht weiter: Bei der Vorauswahl der Kandidaten gibt es Hilfe von Computerprogrammen und künstlicher Intelligenz. Sie sollen die Persönlichkeitsmerkmale potenzieller Mitarbeiter etwa an Stimme und Wortwahl testen.

Mammutverfahren vor Einstellung Der Loveparade-Prozess als Extremfall

Tunnel mit Kerzen zum Gedenken der Opfer, Ort der Massenpanik auf der Loveparade 2010, Duisburg, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, Europa | Verwendung weltweit, Keine Weitergabe an Wiederverkäufer. (imageBROKER)

KOMMENTAR Wenn Staatsanwaltschaft und Verteidigung zustimmen, könnte der Loveparade-Prozess Anfang Februar eingestellt werden. Ein Vorschlag, der Empörung auslöste - letztlich aber folgerichtig sei, kommentiert Moritz Küpper. In diesem Extremfall komme das System an seine Grenzen.

Parteispendenaffäre der AfD "Das stinkt zum Himmel"

Das Logo der Alternative für Deutschland (AfD) (Markus Scholz/dpa)

INTERVIEW Die Grünen-Politikerin Britta Haßelmann wirft der AfD in der Parteispendenaffäre Verschleierung vor und fordert Aufklärung. Verstöße gegen die Parteienfinanzierung seien keine Lappalie, sagte sie im Dlf. Dadurch werde der Wettbewerb um Wähler verzerrt und das Vertrauen in die Demokratie erschüttert.

AfD wird zum Prüffall Der Verfassungsschutz macht sich unnötig angreifbar

Unzweifelhaft sei die öffentliche Einstufung der AfD als Prüffall eine Stigmatisierung, kommentiert Helene Bubrowski von der "FAZ". Im Gesetz sei ein Prüffall gar nicht vorgesehen. So habe der Verfassungsschutz der AfD ohne Not einen Grund geliefert, sich über Diskriminierung zu beschweren.

Doping-Ermittlungen nach ARD-Doku "Dass man so zu einem Fall kommt, ist eine Ausnahme"

Eine Blutprobe wird am 30.10.2013 bei einem Journalisten-Workshop der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) in Bonn (Nordrhein-Westfalen) in einen speziellen Transportzylinder verpackt.  (dpa/picture alliance/Marius Becker)

Nach der Ausstrahlung einer ARD-Doku hat die Münchener Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen unbekannt aufgenommen. In dem Film hatte Ski-Langläufer Johannes Dürr auf Blutdoping in Deutschland hingewiesen. Staatsanwalt Kai Gräber zeigte sich im Dlf überrascht: Normalerweise dringe aus der Sportszene keine Informationen nach außen.

Kulturschaffende in Nicaragua Eine Gegenöffentlichkeit zum Regime

Polizisten in Managua halten Ausschau nach Regimegegnern (AFP / Inti Ocon)

1979 befreite sich Nicaragua von einer Diktatur. Doch 40 Jahre später hat sich mit dem Ehepaar Ortega und Murillo ein neues Regime in dem zentralamerikanischen Land breitgemacht. Die Kulturschaffenden wehren sich dagegen.

Totale Mondfinsternis Roter Mond am Morgen

Kupferner Mond während der totalen Mondfinsternis (ESA/CESAR – M.Castillo)

Nach Einbruch der Dunkelheit steht der Vollmond am Osthimmel, etwas unterhalb der Zwillingssterne Castor und Pollux. Stellt man sich die drei als Zeiger einer Uhr vor, dann stehen sie anfangs auf fünf Uhr.

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Politik

Abschiebehaft "Bei Gefährdern kann man möglicherweise neue Wege gehen"

Eine Sitzbank steht vor vergitterten Fenstern in der Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige (UfA) der Bezirksregierung Detmold in Büren in Nordrhein-Westfalen (picture alliance/ dpa/ Friso Gentsch)

INTERVIEW Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) sieht bei den neuen Abschiebeplänen des Bundesinnenministeriums europarechtliche Probleme. Man könne Abschiebehäftlinge und Strafgefangene nicht unter einem Dach inhaftieren, sagte er im Dlf. Sonderregelungen für Gefährder seien aber möglich.

Russland-Affäre Neue Vorwürfe gegen Donald Trump

US-Präsident Donald Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen mit Polizisten vor einem Gerichtsgebäude in New York  (picture alliance/ newscom/ John Angelillo)

Donald Trump hat per Twitter Behauptungen seines Ex-Anwalts Michael Cohen zurückgewiesen, er habe diesen angestiftet, in der Russland-Affäre vor Gericht zu lügen. Doch selbst wenn die Vorwürfe sich bewahrheiten, bleibt ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten unwahrscheinlich.

Wirtschaft

Online-Diagnose Krankschreibung per WhatsApp

Frau liegt im Bett in einem abgedunkelten Raum und blickt auf ihr Smartphone (imago stock&people / Ute Grabowsky)

Volle Wartezimmer: Auf die möchten Patienten gerne verzichten. Doch für eine Krankschreibung braucht es einen Arztbesuch. Ein Unternehmen aus Hamburg geht nun einen neuen Weg – mit der Krankschreibung via WhatsApp. Juristen und Ärztekammer haben Zweifel an dem Modell.

Grüne Woche "Tierwohl ist das Trendthema"

Schweinezuchtbetrieb in Nordwestmecklenburg - wenige Tage alten Ferkel liegen am 21.08.2014 in einer Box in den Abferkelställen der Tierzucht Gut Losten. (dpa / picture-alliance / Jens Büttner)

INTERVIEW In Berlin hat die "Internationale Grüne Woche" begonnen. Tierwohl und Tiergesundheit seien das Hauptthema der Messe in diesem Jahr, sagte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, Bernhard Krüsken, im Dlf. Die Aufgabe der Landwirtschaft sei es, dies "regalkompatibel" zu machen.

Wissen

China und der Fall He Jiankui Ethik und Moral hinken dem Fortschritt hinterher

Der chinesische Gen-Forscher He Jiankui auf einem hochkarätig besetzten Fachkongress in Hongkong am 29. November 2018.   (Imagine china / Ling/ dpa)

Zwei Babys mit künstlich verändertem Erbgut: Der Fall des chinesischen Gen-Forschers He Jiankui sorgte im November für weltweites Aufsehen. Seitdem wird die Frage um Forschung am menschlichen Erbgut hitzig diskutiert. Außer in China selbst, dort ist es – zumindest öffentlich – sehr ruhig geworden.

Reformpläne zum BAföG „Grundbedarf von Studierenden müsste wesentlich höher liegen“

Studierende an der Universität zu Köln. Köln, 09.10.2017 | picture-alliance | Geisler-Fotopress | Verwendung weltweit (Geisler-Fotopress / picture-alliance )

INTERVIEW Die vom Bundesbildungsministerium geplanten BAföG-Reformen gehen für Achim Meyer auf der Heyde vom Deutschen Studentenwerk in die richtige Richtung - reichen aber nicht weit genug. Der Grundbedarf und der Wohnzuschlag müssten wesentlich höher angesetzt werden, sagte er im Dlf.

Europa

Abschied vom Danziger Bürgermeister Beisetzung in schwieriger Atmosphäre

Tausende Menschen verfolgen in den Straßen von Danzig die Trauerfeier für den ermordeten Bürgermeister Pawel Adamowicz.  (imago / Lukasz Dejnarowicz )

In ganz Polen haben die Menschen die Trauerfeier für den ermordeten Bürgermeister Danziger Pawel Adamowicz verfolgt. Seine Witwe sprach in ihrer Rede mit Bitterkeit auch über die Anfeindungen, denen Adamowicz davor schon ausgesetzt war. Der Danziger Erzbischof Slawoj Leszek Glodz appellierte an Politik und Gesellschaft.

Heimat, Hygge, Hochmut Dänemark hadert mit der EU

Die Flaggen von Dänemark und Deutschland wehen im dänischen Sonderburg über dem Hafen.  (dpa / picture alliance / Mauricio Gambarini)

Lange galt die deutsch-dänische Grenzregion nördlich von Flensburg als vorbildliches Beispiel für europäische Zusammenarbeit. Inzwischen aber hat die dänische Regierung Kontrollen eingeführt - und die Grenze wieder sichtbar gemacht. Eine "Volksbewegung gegen die EU" propagiert sogar den "Daxit".

Kultur

Symposium am Haus der Kulturen der Welt Wie politisch ist das Bauhaus?

Das Bauhaus in Dessau 1928 (imago/Arkivi)

Das Jubiläum des Bauhauses wird in diesem Tagen verschiedentlich gefeiert. Dabei war es politisch nicht frei von den „Gefährdungen des Totalitarismus des 20. Jahrhunderts“, sagt der Architekturtheoretiker Philipp Oswalt im Dlf.

Israelisch-irakisches Musikprojekt Dudu Tassa und sein „Iraq’n’Roll“

Dudu Tassa 2019 (Tal Schahar)

Der 1977 in Tel Aviv geborene Singer-Songwriter Dudu Tassa hat sich als feste Größe in der israelischen Rockmusik etabliert. Seit 2011 verarbeitet er mit „Dudu Tassa & The Kuwaitis“ das musikalische Erbe seines Großvaters, der im Irak der 1940er-Jahre ein Superstar war.

Literatur

Zum Tod von Mirjam Pressler "Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen"

Die Schriftstellerin Mirjam Pressler bei einer Lesung in München am 13. Juni 2018 (dpa / picture alliance / Sven Hoppe)

Sie war die deutsche Stimme von Amos Oz und hat die Geschichte der Familie Frank erzählt. Mehr als 50 Kinder- und Jugend-Romane hat sie geschrieben, über 300 Bücher übersetzt. Mirjam Pressler ist im Alter von 78 Jahren gestorben ist. Ein Portrait.

Ketil Björnstad: „Die Welt, die meine war. Die sechziger Jahre“ Sich selbst erschreiben

Ketil Bjørnstad und sein Roman „Die Welt, die meine war. Die sechziger Jahre“ (Buchcover Osburg Verlag / Autorenportrait dpa / NTB Scanpix / Hansen Stig B)

Der norwegische Schriftsteller und Pianist Ketil Björnstad hat den ersten Band eines höchst ambitionierten autobiographischen Großprojekts vorgelegt. Sechs weitere, jeweils ein Lebensjahrzehnt umspannende Bände sollen folgen.

Gesellschaft

Christiane Thiel vs. Wolfgang Thierse Sind Ostdeutsche benachteiligt?

Symbolfoto: Eine Frau steht mit ausgestreckten Armen da, auf ihren Händen steht geschrieben "Geh weg!" aufgenommen am 23.02.2016 in Osterode.  (dpa / picture alliance / Frank May)

Ostdeutsche seien „fast rassistisch benachteiligt“ - diese These äußerte die Hochschulpfarrerin Christiane Thiel in einem Dlf-Interview, das viele Reaktionen hervorrief. Ganz anders sieht das der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Er findet: Die negative Selbstwahrnehmung hilft nicht weiter.

Empathie Nicht nur nett

Flüchtlinge auf dem Hauptbahnhof in München (picture alliance/dpa/Foto: Sven Hoppe)

Im Herbst 2015 Jahren standen am ersten Septemberwochenende tausende Deutsche an Bahnhöfen, um Flüchtlinge willkommen zu heißen. Ein Wort machte Karriere: Empathie. Woher kommt das Mitgefühl mit den Armen und Bedrängten? Verpflichtet Religiosität zu Mitgefühl? Und: Wann ist Empathie echt?

Sport

Nationale Anti-Doping-Agenturen Wie unabhängig sind die nationalen Doping-Aufseher?

Ein Dopingkontrolleur der NADA (Nationale Anti-Doping-Agentur) bestellt einen Spieler zur Dopingprobe. (imago - Sven Simon)

Die Anti-Doping-Agenturen der einzelnen Staaten sollen ihre Sportler überprüfen und den Sport sauber halten. Oft sind sie jedoch selbst Teil von Sportverbänden - oder abhängig von staatlicher Finanzierung. Sportethiker fordern alternative Finanzierungsmodelle.

Entschädigungszahlungen Wie die NFL ihre Ex-Profis hinhält

NFL-Gastspiel in London: New York Giants gegen Los Angeles Rams (dpa/picture-alliance/EPA/GERRY PENNY)

2015 einigten sich die US-amerikanische National Football League und ehemalige Spieler auf eine Entschädigungszahlung für die Langzeitschäden, die die Profis während ihrer Karriere erlitten hatten. Doch die Auszahlung verläuft schleppend - die NFL wittert Betrug durch Simulanten. Opfer-Anwälte sind empört.

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