Die Nachrichten

Attacke auf ÖlanlagenUNO schickt Ermittler

Nach dem Angriff auf Ölanlagen haben die Vereinten Nationen Experten nach Saudi-Arabien entsandt. Wie UNO-Generalsekretär Guterres mitteilte, sollen sie sich vor Ort ein Bild von der Lage verschaffen. Zuvor hatte das Außenministerium in Riad eine Einladung für internationale Ermittler zur Untersuchung des Vorfalls ausgesprochen. Derweil bezeichnete US-Außenminister Pompeo die Angriffe während eines Besuchs bei Verteidigungsminister und Kronprinz bin Salman als "kriegerischen Akt". Beide Länder machen den Iran dafür verantwortlich, Teheran weist dies zurück.

Telefonat zwischen Trump und Johnson

US-Präsident Trump und der britische Premierminister Johnson sprachen sich in einem Telefonat nach Angaben aus London für eine "vereinte, diplomatische Antwort der internationalen Partner" aus. Zu den Attacken hatten sich die schiitischen Huthi-Rebellen bekannt. Sie werden im jemenitischen Bürgerkrieg vom Iran unterstützt. Bekämpft werden sie dagegen von einer durch Saudi-Arabien geführten Militärkoalition.

Landwirtschaft und KlimaschutzGrüne fordern weniger Tierhaltung

Die Bundesregierung soll sich nach Auffassung der Grünen in der morgigen Sitzung des Klimakabinetts dafür einsetzen, dass weniger Tiere in der Landwirtschaft gehalten werden. Ihr agrarpolitischer Sprecher Ostendorff sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", nur so könne die Tierhaltung ökologisch verträglicher werden. Landwirte brauchten eine verlässliche Unterstützung, wenn sie sich für mehr Klimaschutz entschieden und dafür weniger Tiere hielten. Bauernpräsident Rukwied erklärte, wolle man die Tierhaltung in Deutschland umbauen, brauche man neben einer umfassenden Unterstützung vom Gesetzgeber auch eine Honorierung am Markt. So müssten die Verbraucher bereit sein, im Supermarkt mehr fürs Fleisch aus umweltfreundlicherer und tiergerechterer Haltung zu bezahlen. Laut Umweltbundesamt hat die Landwirtschaft einen Anteil von etwa sieben Prozent am Ausstoß von Klimagasen in Deutschland.

EU-MigrationspolitikFrankreich und Italien beschwören neue Einigkeit

Frankreich und Italien fordern gemeinsam einen Verteilmechanismus für Flüchtlinge in der EU. Präsident Macron und Regierungschef Conte sagten nach einem Treffen in Rom, beide Länder wollten in der Migrationspolitik künftig eine gemeinsame Position vertreten. So müssten sich alle Mitgliedstaaten in der ein oder anderen Form an der europäischen Solidarität beteiligen - oder andernfalls finanziell bestraft werden. Abgelehnte Asylbewerber müssten zudem "effizienter" in ihre Herkunftsstaaten zurückgeführt werden. Auch wolle man gemeinsam an einer Stabilisierung Libyens arbeiten. Von dort brechen regelmäßig Migranten in Booten Richtung Europa auf. Macron war der erste europäische Spitzenpolitiker, der Rom nach dem Antritt der neuen Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten besuchte. Unter der Vorgänger-Koalition mit Beteiligung der rechten Lega hatte es zwischen beiden Ländern noch erhebliche Verstimmungen über den Umgang mit Migranten gegeben.

IdlibDeutschland fordert Abstimmung über UNO-Resolution zu Waffenruhe

Deutschland hat den UNO-Sicherheitsrat gemeinsam mit Belgien und Kuwait aufgefordert, über eine Resolution für eine Waffenruhe in der syrischen Provinz Idlib abzustimmen. Es müsse ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen erreicht werden, zitiert die Nachrichtenagentur AFP aus einem ihr vorliegenden Entwurf. Die Feuerpause solle Samstag-Nacht beginnen. Ziel sei es, eine weitere Verschlechterung der bereits katastrophalen Lage in Idlib zu vermeiden. Die Truppen von Syriens Staatschef Assad gehen seit Monaten mit Unterstützung der russischen Luftwaffe wieder verstärkt gegen die vorwiegend islamistischen Rebellen in Idlib vor. Bei den Angriffen sollen fast 1.000 Zivilisten getötet worden sein. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden zudem mehr als 400.000 Menschen vertrieben. In der Region leben rund drei Millionen Menschen. Vor allem die benachbarte Türkei befürchtet eine neue Flüchtlingswelle.

BrexitOhne Abkommen sieht Scholz Verzögerungen im Warenverkehr

Bundesfinanzminister Scholz erwartet bei einem ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens größere Probleme im internationalen Handel auch an deutschen See- und Flughäfen. Zwar hätten den größten Schaden wohl die Briten selbst zu erleiden, sagte der SPD-Politiker der Funke-Mediengruppe. Doch man solle sich keiner Illusion hingeben, denn auch auf Deutschland würde sich dies auswirken. So könne es durch neue Zölle und zusätzliche Kontrollen zu Verzögerungen im Warenverkehr kommen. Die Beamten in den deutschen Hauptzollämtern hätten sich bereits auf alle Szenarien vorbereitet. Scholz hatte im Bundeshaushalt Mittel für zusätzliche Stellen zur Bewältigung eines harten Brexits bereitgestellt. Sollte Großbritannien am 31. Oktober ohne ein Abkommen aus der Europäischen Union ausscheiden, würde einer der größten deutschen Handelspartner über Nacht zu einem Drittland.

BAMF-Überprüfungen"Positive Asylbescheide fast immer korrekt"

Positiv beschiedene Asylanträge sind nach Darstellung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im ersten Halbjahr dieses Jahres in den meisten Fällen korrekt erfolgt. Bei einer Überprüfung von den insgesamt 62.000 Fällen seien gut 97 Prozent nicht zu beanstanden gewesen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Anfrage der Linksfraktion. Demnach wurde der Schutzstatus bei gut zwei Prozent widerrufen, weil sich etwa die Situation im Herkunftsland verbessert oder ein Abschiebungshindernis wie eine schwere Krankheit nicht mehr bestanden habe. In etwa 0,5 Prozent der Fälle habe das BAMF demnach eine sogenannte Rücknahme der positiven Bescheide veranlasst. Dies geschehe, wenn Asylbewerber falsche Angaben gemacht oder getäuscht hätten.

Deutsche BahnKeine Beraterverträge für Ex-Manager

Die Deutsche Bahn will künftig ehemalige Manager nicht mehr mit Beraterverträgen ausstatten. Wie der Aufsichtsrat nach seiner Sitzung in Berlin mitteilte, sollen ab sofort Beraterverträge für frühere DB-Manager grundsätzlich untersagt sein, ebenso entsprechende Verträge mit "Personen mit politisch exponierter Stellung". Aufsichtsratschef Odenwald betonte, die Praxis der Vergangenheit werde abgestellt. Die Bahn hatte seit Anfang Juni auffällige Beraterverträge untersucht, die ehemalige Topmanager des Konzerns in den Jahren von 2010 bis 2018 ohne Beteiligung des Aufsichtsrates erhalten hatten. In einem Fall machte das Gremium den Weg für Rückforderungen von Honoraren von einem Ex-Vorstand einer Tochtergesellschaft frei. Er soll für den mit über 300.000 Euro dotierten Vertrag keine ausreichenden Leistungen erbracht haben.

KalifornienTrump will Sonderrechte bei Abgaswerten aufheben

Die US-Regierung wird Präsident Trump zufolge Kalifornien das Recht entziehen, eigene Umweltschutzvorgaben für Autos festzulegen. Trump erklärte auf Twitter, dies werde zu viel niedrigeren Preisen für die Verbraucher führen und die Fahrzeuge deutlich sicherer machen. Der bevölkerungsreichste Bundesstaat solle nicht länger strengere Maßstäbe setzen als von den Bundesbehörden gefordert, hieß es. - Kalifornien hatte im Jahr 1970 von Washington das Recht erhalten, im Kampf gegen die Luftverschmutzung eigene Umweltvorschriften zu erlassen. Zahlreiche andere Bundesstaaten übernahmen diese Regelungen.

FedUS-Notenbank kappt Leitzins zum zweiten Mal

Angesichts wachsender Konjunktursorgen hat die US-Notenbank Fed ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Damit liegt der Leitzins nun in der Spanne von 1,75 bis zwei Prozent, wie die Federal Reserve in Washington mitteilte. Begründet wurde der Schritt mit fortbestehenden Unsicherheiten beim Wirtschaftswachstum. - Zuletzt hatte die Fed Ende Juli den Leitzins gesenkt, erstmals seit der Finanzkrise 2008/2009. Mit niedrigen Zinsen soll die Wirtschaft stimuliert werden. Notenbankchef Powell hatte in den vergangenen Wochen vor allem angesichts des Handelskonflikts der USA mit China vor erheblichen Risiken für die Konjunktur gewarnt.

IranAm Sonntag findet jährliche Marineparade statt

Der Iran hält Medienberichten zufolge am Sonntag im Persischen Golf die jährliche Marineparade ab. Wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf Admiral Mohammadi berichtet, sollen mehr als 200 Schiffe der Seestreitkräfte der Armee, der Küstenwache und der Revolutionsgarden daran teilnehmen. Anlass ist der Jahrestag des Beginns der Iran-Irak-Kriegs. Dieser war am 22. September 1980 ausgebrochen und endete acht Jahre später am 20. August 1988 mit einem Waffenstillstand. Nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien ist die Lage in der Region derzeit äußert angespannt. Das Königreich und auch die USA machen den Iran dafür verantwortlich. Teheran bestreitet jegliche Beteiligung.

Nach oben zurückspringen

Arktis Drahtseilakt zwischen Klimawandel und Wirtschaft

Ein Eisbär klettert in der Arktis von Eis zu Eis. (dpa/Florian Ledoux/ HotSpot Media)

Das Eis in der Arktis taut - mit Folgen für das Klima. Dadurch könnte in Zukunft auch ein neuer Seeweg entstehen, der Asien, Europa und die USA miteinander verbindet. Das sorgt für Begehrlichkeiten. Auch mögliche Bodenschätze spielen eine Rolle im Wettstreit am Nordpol.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Angriff auf saudische Ölanlagen Wachsende Kriegsgefahr am Persischen Golf

Ein Satellitenbild der angegriffenen Ölraffinerie in Saudi-Arabien. (HO / US GOVERNMENT / AFP)

Der Drohnen-Angriff auf zwei Raffinerien in Saudi-Arabien hat die Ölproduktion empfindlich getroffen. Trump droht dem Iran unverhohlen. Denn die Huthi-Rebellen im Jemen, die vom Iran unterstützt werden, haben sich zu dem Anschlag bekannt. Doch bedeutet das auch Krieg?

Starker Zulauf bei Tafeln Mehr als Lebensmittelspenden

Ehrenamtliche Mitarbeiter der Nürnberger Tafel verteilen an Nutzer der Einrichtung am 20.10.2016 in Nürnberg Lebensmittel.  (dpa / picture-alliance / Daniel Karmann)

Die Tafeln in Deutschland versorgen eine steigende Anzahl von Menschen mit Lebensmitteln, etwa zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig retten die Vereine im großen Umfang Lebensmittel. Eine Doppelrolle, die der Staat nicht würdigt, sagen sie - und fordern finanzielle Unterstützung.

Anti-IS-Mandat Bundeswehreinsatz im Irak soll verlängert werden

Der Tornado landet auf einer asphaltierten Landebahn. Die Landschaft um ihn herum ist karg und sandig. Im Hintergrund ist das Lager zu sehen.  (dpa / Johannes Eisele / A)

Das Mandat der Bundeswehr für die Anti-IS-Koalition soll nun nach Wünschen der Regierung um ein Jahr verlängert werden, mit Ausnahmen. Um den Widerstand dagegen in der SPD zu überwinden, wird dafür die Personalobergrenze abgesenkt - nun muss noch das Parlament entscheiden.

Regierungsbildung gescheitert Grabenkämpfe statt Sorge fürs Landeswohl

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien (dpa / picture alliance)

KOMMENTAR Eitelkeit und Halsstarrigkeit dominieren die parteipolitische Landschaft in Spanien, kommentiert Marc Dugge die gescheiterte Regierungsbildung in Madrid. Das Land kann sich angesichts drängender Probleme jedoch keinen politischen Stillstand leisten. Auch Europa täte ein handlungsfähiges Spanien gut.

Wahlen in Israel Bibi spielt nicht mehr in einer eigenen Liga

Das Bild zeigt den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu in der Knesset. (dpa / picture alliance / Ilia Yefimovich)

KOMMENTAR Dem Magier der Macht sei in diesem Wahlkampf nichts gelungen, kommentiert Tim Aßmann das Abschneiden des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu bei den Wahlen in Israel. Seine politische Zukunft sei nun ungewiss.

Zwei Jahre MeToo Negative Spätfolgen

Zwei Frauen und zwei Männer unterhalten sich auf dem Flur eines Bürogebäudes. (imago stock&people, 81699237)

Angst vor Anschuldigungen, Benachteiligung von Frauen bei Bewerbungen: Die negativen Folgen der MeToo-Debatte am Arbeitsplatz überwiegen bislang, so das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie. Ob es sich nur um eine kurze Reaktion oder eine langfristige Veränderung handelt, muss sich noch zeigen.

Katholische Kirche "Synodaler Weg" stößt im Vatikan auf Missfallen

Eine Collage zeigt Schattenumrisse von Menschen mit verschiedenen Verkehrszeichen (imago / Ikon Images)

Zölibat, Frauen in Weihe-Ämtern, Mitbestimmung der Gläubigen - man wolle über alles diskutieren, beteuern deutsche Bischöfe. Das Vorhaben trägt einen rätselhaften Namen: synodaler Weg. Was das ist, wohin der Weg führt und wer wen anführt, ist offen. Dem Vatikan geht das alles zu weit.

Lebensdauer elektronischer Geräte "Produkte werden auch immer weniger repariert"

Elektronik- und Elektroschrott auf einem Wertstoffhof in Erfurt (imago/DATA73)

INTERVIEW Geräte gingen nicht generell schneller kaputt als früher, sagte Nachhaltigkeitsforscherin Melanie Jaeger-Erben von der TU Berlin im Dlf. Doch sei die Komplexität elektronischer Geräte und damit ihre Anfälligkeit gestiegen. Zudem reparierten Verbraucher ihre Geräte seltener.

Keine Lehrstelle trotz Azubi-Mangel "Barrieren im Kopf auf beiden Seiten abbauen"

Vor einem Hotel hängt ein Schild mit dem Schriftzug "Azubis gesucht !!" (dpa / Stefan Sauer)

Um Betriebe und Azubis zueinander zu bringen, plädiert Claudia Burkard von der Bertelsmann-Stiftung für bessere Berufsorientierung und mehr gegenseitige Information. Dabei sehe sie auch Bundesagentur für Arbeit in der Pflicht, sagte sie im Dlf.

Allianz-Studie Globales Vermögen sinkt erstmals seit der Finanzkrise

Illusration: Ein reicher und ein armer Mann sitzen in jeweils einem Sparschwein - mit und ohne Geld. (imago images / Ikon Images)

Für Sparer und Anleger war das vergangene Jahr durchwachsen - das zeigt sich auch beim Geldvermögen der Menschen, wie ein jährlich erscheinender Bericht der Allianz zeigt. Erstmals seit der Finanzkrise 2008 ist das weltweite Bruttovermögen leicht geschrumpft.

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Politik

Wahl in Israel "Bündnis von Likud und Blau-Weiß am wahrscheinlichsten"

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der Zentrale der Likud-partei.  (dpa / ap / Ariel Schalit)

INTERVIEW Alexander Brakel von der Konrad-Adenauer-Stiftung kann sich in Israel das Modell eines rotierenden Ministerpräsidenten vorstellen, bei dem auch Rechtspopulist Avigdor Lieberman zum Zuge käme. Erste Option ist für ihn aber eine Große Koalition. "Liebermann wäre dann Verlierer", sagte Brakel im Dlf.

Klimaschutz Was CSU, CDU und Grüne eint und was sie trennt

Windräder mit einer Höhe von bis zu 200 Metern drehen sich östlich von Parchim (Mecklenburg-Vorpommern). (dpa-Zentralbild/ JensBüttner)

Die CSU hat sich zuletzt ausgiebig und öffentlichkeitswirksam von ihrer grünen Seite gezeigt. Dass Klimapolitik und Umweltschutz für die Wähler keine Randthemen mehr sind, haben auch die Unionsparteien erkannt. Es muss sich jedoch noch zeigen, wie weit der konservative Wille zur Klimarettung reicht.

Wirtschaft

Deutsche Bahn Die Bahn ist kein Spekulationsobjekt

 Ein ICE der Deutschen Bahn aus München fährt in den Hauptbahnhof ein. (Annette Riedl/dpa)

KOMMENTAR Bahn und Bund sollten über eine Strukturreform der Bahn nachdenken, kommentiert Sebastian Engelbrecht. Und dazu gehöre auch, dass sie keine Aktiengesellschaft mehr sein müsse - denn der einst angestrebte Börsengang habe mehr Unheil als Fortschritt gebracht.

Entrümpeln Alte Dinge verschenken, aber richtig

Ein Mitarbeiter eines Betriebs für Haushaltsauflösungen verpackt am Dienstag (10.07.2012) in Mannheim in einer Wohnung Gegenstände in einen Umzugskarton.  (dpa / Uwe Anspach)

Vor allem intakt und sauber sollten Dinge sein, die noch verschenkt werden können. Dann freuen sich zahlreiche Initiativen und karitative Einrichtungen über solche Spenden. Aber: Manche Sachen sollten lieber ohne Umwege zum Recyclinghof - wie etwa altes technisches Gerät oder Lacke.

Wissen

Biometrie Mehr Sicherheit bei der Online-Identifikation

Das Foto zeigt einen Computer-Bildschirm, auf dem ein menschliches Gesicht biometrisch vermessen wird. (dpa / picture alliance / picturedesk.com / Hans Ringhofer)

Die Steuererklärung digital über das Internet abzugeben, ist kein Problem. Weniger komfortabel sieht es aus, wenn man andere Amtsgeschäfte von zu Hause aus digital erledigen will. Um sich dafür online ausweisen zu können, hat eine Firma aus Chile eine digitale Ausweiskontrolle entwickelt.

Ruß in der Plazenta Feinstaubbelastung im Mutterkuchen

Medizinische Illustration einer Fötusentwicklung in der neunten Woche (Imago / Stocktrek Images )

Die Plazenta versorgt das Ungeborene im Mutterleib mit Sauerstoff und Nährstoffen. Es hält aber auch einige Schadstoffe davon ab, bis zum Embryo oder Fötus vorzudringen. Nun haben Forscher aus Belgien nachgewiesen, dass Rußpartikel über die Lunge der Mutter bis in die Plazenta vordringen können.

Europa

Plan der Bürgermeisterin Grüner Umbau von Paris

Anne Hidalgo arrivant a Matignon NEWS : Edouard Philippe recoit Anne Hidalgo - Paris - 19/03/2019 MichaelBaucher/Panoramic PUBLICATIONxNOTxINxFRAxITAxBEL (www.imago-images.de)

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo will ihre Stadt ökologischer und lebenswerter machen. Mehr Grün, weniger Abgase und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer. Die Neuverteilung des öffentlichen Raumes sorgt für Widerstand. Doch Hidalgo hält an ihrem Kurs fest. Jetzt hat sie ihre Pläne präzisiert.

Europa Macron reist zur Aussöhnung nach Rom

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron trifft Italiens Premier Guiseppe Conte währende des G7 Gipfels in Charlevoix in Kanada am 08.06.2018 (AFP/Ian Langsdon)

Der Besuch in Rom soll ein Neuanfang werden: Monatelang lag der französische Staatschef Emmanuel Macron mit der damaligen Regierungskoalition von Lega und Fünf-Sterne-Bewegung im Streit. Auf dessen Höhepunkt zog Frankreich sogar kurzzeitig seinen Botschafter aus Rom ab - beispiellos in der EU.

Kultur

Die ukrainische Rapperin Alyona Alyona "Mir ist egal, wer mich mag"

(Reeperbahn Festival)

Sie rappt über die Verbundenheit zu ihrem Heimatdorf, den Umzug nach Kiew, über Traditionen und starke, dicke Frauen: Alyona Alyona ist der neue Stern am ukrainischen Rap-Himmel und begeistert die Menschen mit Energie und lebensnahen Texten – auch in europäischen Städten.

Roms abgehängte Vororte Are you happy?

(Göran Gnaudschun)

Der Fotograf Göran Gnaudschun nutzte sein Stipendium in der Villa Massimo für Exkursionen in römische Vororte. Die daraus entstandene Bilderserie "Are you happy?" zeigt italienischen Alltag in mitunter trister Umgebung und erinnert dabei an den italienischen Neorealismus.

Literatur

Symposium „Klagenfurt revisited“ „Eine starke Zeit der deutschsprachigen Literatur“

Der aus der DDR stammende Schriftsteller Uwe Saeger, aufgenommen während der Internationalen Frankfurter Buchmesse im Oktober 1993 (dpa - Report)

In den Jahren 1986 bis 89 ging der Ingeborg-Bachmann-Preis an Autorinnen und Autoren aus der DDR. Das österreichische Klagenfurt war offensichtlich ein neutraler Ort für die deutsch-deutschen Literaturbeziehungen. Ein Symposium in Berlin erinnert an die Jahrgänge unmittelbar vor der Wende.

Marius Hulpe: "Wilde grüne Stadt" Willkommen im Wirtschaftswundermünsterland!

Portrait des Schriftstellers Marius Hulpe (© Ekko von Schwichow)

Ein aufmüpfiger junger Iraner aus noblem Elternhaus wird nach Deutschland geschickt. Er soll spionieren, ausgerechnet in Soest. Dort verliebt er sich in die verheiratete Kürschnerstochter Clara, hat mit ihr sogar ein außereheliches Kind. Davon erzählt Marius Hulpe in seinem Roman "Wilde grüne Stadt".

Gesellschaft

Bluttest für Schwangere Kleiner Piks, große Erwartungen

Eine Medizinisch-Technische Aisstentin überprüft die Blutprobe einer schwangeren Frau auf Trisomien 21, 18 und 13 beim ungeborenen Kind  (Patrick Seeger / dpa)

Der Gemeinsame Bundesausschuss der Krankenkassen entscheidet darüber, ob der Bluttest von den Krankenkassen bezahlt werden soll. Befürworter loben die schonende Methode der vorgeburtlichen Diagnostik. Kritiker befürchten, dass künftig mehr Kinder mit Trisomie abgetrieben werden.

Argentinien Eine Apotheke im Elendsviertel

Vetye-Maler steht  mit weißem Kittel mit Mädchen und Frauen (Deutschlandradio / Victoria Eglau)

Die arme Bevölkerung in Argentinien leidet immer stärker unter der wirtschaftlichen Krise des Landes. Hilfe kommt aus Deutschland. Im Elendsviertel Villa Zagala versorgt die NGO "Apotheker ohne Grenzen" die Menschen mit dem nötigsten. Doch die Lage bleibt sehr angespannt.

Sport

Judo Weltverband sperrt iranischen Verband

Der iranische Judoka Saeid Mollaei gewinnt im Finale des Wettbewerbs in der 81-Kilogramm-Klasse bei der WM in Baku. (picture alliance / MAXPPP)

Nach der politisch brisanten Flucht des Judoka Saeid Mollaei ist der iranische Judo-Verband mit einer Schutzsperre belegt worden. Das Handeln des iranischen Verbands im Fall Mollaei habe gleich gegen mehrere Statuten und Regeln verstoßen, entschied die internationale Judo-Föderation IJF.

Nach der Tönnies-Affäre Schalker Ehrenrätin tritt zurück

Fans des FC Schalke 04 halten beim Pokalspiel in Drochtersen/Assel Plakate gegen Clemens Tönnies mit der Aufschrift "Wir zeigen Rassismus die Rote Karte". (augenklick / firo Sportphoto / picture alliance)

Kornelia Toporzysek ist als Mitglied des Schalker Ehrenrats zurückgetreten. Die Richterin nahm in ihrer Erklärung keinen Bezug auf die rassistischen Äußerungen von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, dennoch wird der nachsichtige Umgang des Ehrenrats mit dem Fall als Grund für den Rückzug vermutet.

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