DLF24 | Die Nachrichten

Merkel trifft PutinGespräche über Krisen in der Welt

Bundeskanzlerin Merkel und Russlands Präsident Putin haben über Lösungen der Syrienkrise und des Konflikts in der Ostukraine beraten. Nach dem rund dreistündigen Treffen auf Schloss Meseberg in Brandenburg reiste Putin nach Moskau zurück. Über den Verlauf der Unterredung wurde nichts bekannt. Vor Beginn der Beratungen hatte Merkel die gemeinsame Verantwortung Deutschlands und Russlands für die Lösung internationaler Konflikte hervorgehoben. Sie sei bereit, mit Putin daran zu arbeiten, betonte die Regierungschefin. Zugleich warnte sie vor einer humanitären Katastrophe in Syrien. Zwar gingen offenbar die Kampfhandlungen zurück, notwendig seien aber eine Verfassungsreform und Wahlen. Putin seinerseits rief Europa zur Hilfe beim Wiederaufbau des Landes auf. Eine Wiederherstellung der Infrastruktur sei notwendig, damit syrische Flüchtlinge zurückkehren könnten. Merkel und Putin wollten auch über den russischen Vorschlag beraten, eine UNO-Friedensmission für die Ostukraine auf den Weg zu bringen. Zum Thema Pipeline Nord Stream 2 sagte Putin, die russischen Gaslieferungen würden dadurch noch zuverlässiger. Eine Fortsetzung des Gas-Transits durch die Ukraine auch nach dem Bau der neuen Ostsee-Pipeline schloss er nicht aus.

Sammlungsbewegung "Aufstehen"Parteispitze der Linken geht auf Distanz

Mehrere Spitzenpolitiker der Linkspartei haben sich von der linken Sammlungsbewegung "Aufstehen" distanziert. Der Parteivorsitzende Riexinger sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", die Sammlungsbewegung von Fraktionschefin Wagenknecht sei kein Projekt der Partei Die Linke, sondern eines von Einzelpersonen. Logistische Verknüpfungen zur Partei gebe es nicht. Co-Linkenfraktionschef Bartsch sagte ebenfalls der FAS, bisher handele es sich bei "Aufstehen" um ein eher virtuelles Projekt. Es gebe bislang lediglich eine Internetseite und ein paar professionell gemachte Videos. - Die Linken-Politikerin Wagenknecht will Anfang September ihre Sammlungsbewegung "Aufstehen" offiziell vorstellen. Sie will nach eigenen Angaben mit der neuen Initiative keine neue Partei gründen, sondern die Voraussetzung für neue linke Mehrheiten in der Politik schaffen.

RentenniveauScholz will Absicherung bis 2040

Bundesfinanzminister Scholz will eine Garantie des Rentenniveaus bis 2040 noch in dieser Legislaturperiode beschließen. Der SPD-Politiker sagte der "Bild am Sonntag", seine Partei werde darauf bestehen, dass die Bundesregierung ein stabiles Rentenniveau auch in den 2020er- und 2030er-Jahren gewährleiste und ein plausibles Finanzierungsmodell vorlege. Das habe hohe Priorität. Die Große Koalition hat sich bislang nur auf eine Stabilisierung bis 2025 bei 48 Prozent geeinigt. Scholz drohte der Union mit einem Rentenwahlkampf, falls es zu keiner weiterreichenden Lösung komme. Man hoffe auf einen Konsens in der Regierung. Sollte dieser nicht zustandekommen, werde das Thema Gegenstand der politischen Auseinandersetzung. Dann entschieden die Bürger diese Frage mit dem Kreuz auf dem Stimmzettel.

GenuaItalienische Regierung lehnt Hilfsangebot des Autobahn-Betreibers ab

Nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua hat die italienische Regierung ein Hilfsangebot des Betreibers "Autostrade per l'Italia" abgelehnt. Der Staat werde keine Almosen annehmen, schrieb Vizeministerpräsident Di Maio auf Facebook. Außerdem werde das Verfahren zum Lizenzentzug gegen "Autostrade per l'Italia" fortgesetzt. Der Autobahn-Betreiber hatte gestern 500 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Brücke sowie für Hilfszahlungen an die Verletzten zugesagt. Über das Geld könne ab Montag verfügt werden, erklärte Unternehmenschef Castellucci auf einer Pressekonferenz. Die italienische Regierung macht das Unternehmen für den Einsturz verantwortlich. Bei dem Unglück am Dienstag kamen nach jüngsten Angaben 43 Menschen ums Leben. In Genua wurde gestern mit einem Staatsakt der Opfer gedacht. Viele Angehörige der Toten blieben der Trauerfeier demonstrativ fern. Sie geben der Regierung eine Mitverantwortung an dem Unglück.

GriechenlandNotenbankchef fordert Beibehaltung des Reformkurses

Nach Ansicht des griechischen Notenbankchefs Stournaras muss Griechenland auf dem eingeschlagenen Reformkurs bleiben. Stournaras sagte der Zeitung "Kathimerini", sollte sein Land jetzt oder in der Zukunft einen Rückzieher bei den gegebenen Versprechen machen, werde es nicht möglich sein, sich am Kapitalmarkt wieder zu akzeptablen Bedingungen Geld zu beschaffen. Griechenland ist seit 2010 von Hilfen der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds abhängig gewesen und hat insgesamt mehr als 260 Milliarden Euro bekommen, um eine Staatspleite abzuwenden. Das dritte Rettungspaket, das ebenfalls mit Spar- und Reformauflagen verbunden war, läuft am Montag aus.

BrasilienFlüchtlinge aus Venezuela angegriffen

In Nordbrasilien ist es zu Zusammenstößen zwischen Einheimischen und venezolanischen Flüchtlingen gekommen. Wie das Nachrichtenportal G1 berichtete, griffen Bewohner der Stadt Pacaraima ein Flüchtlingslager an, nachdem am Vortag ein Händler angeblich von Venezolanern überfallen und verletzt worden war. Die Angreifer setzten die Zelte der rund 2.000 Flüchtlinge in der Stadt in Brand. Viele der Venezolaner kehrten zu Fuß in ihr Heimatland zurück. Nach Polizeiangaben gab es weder Verletzte noch Festnahmen.

Attacke in LondonErmittlungen wegen versuchten Mordes

Nach der Attacke mit einem Auto vor dem britischen Parlament ist gegen den mutmaßlichen Täter ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet worden. Der aus dem Sudan stammende Brite werde am Montag einem Gericht in London vorgeführt, teilte die Polizei mit. Der 29-Jährige war am vergangenen Dienstag mit einem Kleinwagen in eine Absperrung vor dem Parlamentsgebäude gefahren und hatte dabei drei Menschen verletzt. Nach der Tat wurde er festgenommen. Die Staatsanwaltschaft behandele den Fall angesichts der Vorgehensweise und des symbolträchtigen Tatorts als Terrorakt, hieß es in einer Erklärung der Polizei. Das Parlamentsgebäude wird seit einem Anschlag im März vergangenen Jahres von einer Barriere aus Stahl und Beton geschützt. Damals waren vier Passanten getötet worden, als ein mutmaßlicher Islamist auf der Westminster-Brücke mit seinem Auto in eine Menschenmenge fuhr.

Hartz-IVUnion erteilt Nahles' Vorschlag klare Absage

Die Union hat der Forderung von SPD-Chefin Nahles eine klare Absage erteilt, bei jungen Hartz-IV-Empfängern auf Sanktionen zu verzichten. Zur Unterstützung durch Hartz-IV gehörten eben auch Mitwirkungspflichten mit dem Ziel, wieder Arbeit zu finden, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gröhe, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies sei gerade bei jungen Arbeitslosen wichtig. Zustimmung kam dagegen von der Linkspartei und dem Deutschen Gewerkschaftsbund. Allerdings sollten Sanktionen generell nicht abgeschafft werden, sagte DGB-Chef Hoffmann. Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Bartsch, sprach von einem Schritt in die richtige Richtung. Nahles hatte gefordert, für jüngere Hartz-IV-Empfänger Leistungskürzungen abzuschaffen. Sanktionen seien bei dieser Gruppe kontraproduktiv, weil sie sich nie wieder in einem Job-Center meldeten, um einen Ausbildungsplatz zu suchen. Ergebnis seien ungelernte junge Erwachsene, die man nicht mehr erreiche, erklärte Nahles.

ÄgyptenPräsident unterzeichnet Gesetz für Internetkontrollen

Der ägyptische Präsident al-Sisi hat ein Gesetz zur Sperrung bestimmter Internetseiten unterzeichnet. Danach erhält der Staat die Macht, die Sperrung anzuordnen, wenn auf den betreffenden Seiten Inhalte veröffentlicht werden, die als Bedrohung der nationalen Sicherheit betrachtet werden. Sollte man versuchen, die gesperrten Seiten aufzurufen, kann man mit einem Jahr Gefängnis oder einer Geldbuße bestraft werden. Im Juli hatte das ägyptische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das persönliche Konten in sozialen Netzwerken mit mehr als 5.000 Followern der Aufsicht der obersten Medienbehörde unterstellt. Amnesty International hatte damals kritisiert, damit erhalte der Staat nahezu die vollständige Kontrolle über Druck-, Online- und Rundfunkmedien.

Malta61 Migranten im Mittelmeer gerettet

Malta hat nach Angaben der Armee 61 Migranten im Mittelmeer gerettet. Der Motor des Bootes, auf dem sie sich befunden hätten, sei ausgefallen, teilte ein Regierungssprecher in Valletta mit. Erst am Mittwoch war das private Rettungsschiff "Aquarius" mit 141 Menschen an Bord in den Hafen der maltesischen Hauptstadt eingelaufen. Es hatte fünf Tage auf die Erlaubnis gewartet. Diese war erst erteilt worden, nachdem sich Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Portugal und Spanien bereit erklärt hatten, die Migranten aufzunehmen.

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Annalena Baerbock, Ko-Vorsitzende der Grünen "Die Kanzlerin macht einen riesengroßen Fehler"

Portrait von Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. (imago/Jens Jeske)

INTERVIEW DER WOCHE Bundeskanzlerin Angela Merkel mache einen "riesengroßen Fehler", angesichts der Klimakrise nicht sofort aus der Braunkohle-Verstromung auszusteigen, sagte die Ko-Vorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, im Dlf. Sogar mit stagnierenden Emissionen verschärfe sich die Klimakrise.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Der Eisenerz-Zug nach Zouérat Mauretaniens Lebensader

Pro Tag verkehren drei Züge in beide Richtungen. In Choum auf halber Strecke gibt es ein Ausweichgleis. Die Lokführer tauschen hier die Züge. So kommt jeder immer wieder abends nach Hause. Der eine nach Nouadhibou, der andere nach Zouerat.  (Deutschlandradio / Benjamin Moscovici)

Die Menschen nennen ihn einfach "den Zug": Die Erzbahn zwischen der nordwestafrikanischen Atlantikküste und dem Eisengebirge in der Sahara ist die einzige Bahnverbindung in ganz Mauretanien. Fahrt mit Hirten, Händlern, Familien und Tausenden Tonnen Eisenerz durch eine der abgeschiedensten Gegenden der Sahara.

Kofi Annan mit 80 Jahren gestorben Einer der ganz großen UN-Generalsekretäre

Foto des verstorbenen Ex-UN-Generalsekretärs Kofi Annan (picture alliance/dpa/Foto: Luiz Rampelotto/EuropaNewswire)

INTERVIEW Der im Alter von 80 Jahren gestorbene Kofi Annan sei einer der "ganz großen Generalsekretäre der Vereinten Nationen" gewesen, sagte der ehemalige deutsche UN-Botschafter Gunter Pleuger im Dlf. Annan sei ein erfolgreicher Botschafter des Friedens gewesen, der die Fähigkeit gehabt habe, andere zu überzeugen.

Nach dem Unglück von Genua Es steht nicht gut um Italien

Der italienische Innenminister Matteo Salvini von der Lega Nord kommt nach dem Einsturz der Morandi-Brücke mit vielen Toten in Genua an. (picture alliance / Portofino)

KOMMENTAR Verantwortung? Fehlanzeige! Nach dem Brückeneinsturz in Genua drehen sich Italiens regierende Populisten um sich selbst und zeigen mit dem Finger auf angeblich Schuldige. Damit dürfte der Letzte begriffen haben, dass diese Regierung das Land nicht voranbringen kann, meint Jan-Christoph Kitzler.

Einheitslehrer oder Quereinsteiger Was tun gegen grassierenden Lehrermangel?

Ein Plakat mit der Aufschrift "Ohne Lehrer werden wir leerer" hängt bei einer Demonstration vor dem Thüringer Landtag in Erfurt (Thüringen). Die Demonstration von Landes-Eltern-Vereinigung, Landesschülervertretung, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und dem Thüringer Lehrerverband richtete sich gegen Unterrichtsausfall und Lehrermangel.  (dpa / Martin Schutt)

Wenn die Schule wieder beginnt, werden wohl viele Schüler weiterhin immer wieder mal frei bekommen, weil zehntausende Lehrerinnen und Lehrer fehlen. Um die Lücken zu füllen, schicken die Kultusministerien jetzt Quereinsteiger, Pensionäre oder Akademiker ohne jegliche pädagogische Ausbildung in die Schulen.

Russland-Sanktionen und Ukraine-Konflikt "Wir brauchen einen wahrhaftigen Waffenstillstand"

Der SPD-Politiker Nils Schmid (picture alliance / ZB / Karlheinz Schindler)

INTERVIEW Ohne einen Waffenstillstand in der Ostukraine, der seinen Namen auch verdiene, werde es kein Ende der Sanktionen gegen Russland geben, sagte der SPD-Außenpolitiker Nils Schmid im Dlf. Erst wenn das Waffenstillstandsabkommen umgesetzt werde, könne man über einen Einstieg in den Ausstieg aus der Sanktionspolitik reden.

Syrien-Konflikt "Die Europäer sind ein eher schwacher Akteur"

INTERVIEW Es sei verfrüht, von einer Beruhigung der Situation in Syrien auszugehen, sagte der Politologe Guido Steinberg im Dlf. Dieser Konflikt könne durchaus noch einige Jahre dauern. In Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Putin über eine Lösung seien die Europäer in einer schwachen Position. "Sie sind in Syrien tatsächlich kein Akteur."

Richterbund zu Debatte um Sami A. Richterliche Entscheidungen gelten "ohne Wenn und Aber"

Justitia vor grauem Himmel (imago stock&people)

INTERVIEW Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes in Nordrhein-Westfalen hat um Verständnis für das Vorgehen der Justiz im Fall Sami A. geworben. Wenn eine Gerichtsentscheidung gebe, sei sie zu beachten, ohne Wenn und Aber, sagte Christian Friehoff im Dlf. Es sei aber auch Aufgabe der Justiz, Entscheidungen zu erklären.

Einwanderung und Pflegeberufe "Wir würden uns über qualifizierte Personen freuen"

Zwei Pflegerinnen bereiten ein frisches Bett vor  (dpa/Britta Pedersen)

INTERVIEW Wenn Asylsuchende oder Flüchtlinge, die bereits über eine Ausbildung in der Pflege verfügten, integriert werden könnten, wäre das gut, sagte Christel Bienstein vom Bundesverband für Pflegeberufe im Dlf. Die vorgeschlagenen Eckpunkte für ein Einwanderungsgesetz seien dazu ein Schritt in die richtige Richtung.

Debatte auf Twitter Nutzer berichten über sexuelle Diskriminierung

Das Foto zeigt die Regenbogenfahne mit der Aufschrift #mequeer. (Montage Deutschlandradio / picture-alliance / dpa)

Dlf24 Die Hashtags #metoo und #metwo haben in den vergangenen Monaten und Wochen hitzige Debatten auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken angestoßen. Jetzt folgt ein weiteres Schlagwort: Unter #mequeer berichten Nutzer bei Twitter, wie sie wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert wurden. Und werden.

Wirtschaftskrise in der Türkei Wie die EU politischen Druck auf Erdogan ausüben kann

Bundeskanzlerin Merkel begrüßt den türkischen Präsidenten Erdogan zum G20-Gipfel. Beide lächeln. (dpa / AP / Jens Meyer)

KOMMENTAR Wenn selbst die Niederlande mehr Geld in der Türkei investieren als alle arabischen Staaten zusammen, dann sollte auch einem Präsidenten Erdogan klar sein, dass sein Land ohne Europa wirtschaftlich nicht überleben kann. Die EU sollte daher jeden "Beistand" an Bedingungen knüpfen, meint Gunnar Köhne.

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Politik

Verschuldet, EU-kritisch, unberechenbar Ist Italien das neue Griechenland?

Die Flaggen Italiens und der Europäischen Union (EU) wehen über dem Eingang eines Gebäudes in Rom, (dpa / Soeren Stache)

Unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum, hohe Jugendarbeitslosigkeit, 2,2 Billionen Schulden: Viele Italiener machen die EU für den Zustand ihres Landes verantwortlich. Analysten hingegen sehen Italiens Politik als größten Risikofaktor. Denn viele der Probleme des Landes sind hausgemacht.

Rückführungsabkommen mit Griechenland Viel Lärm um 150 Personen an Österreichs Grenze

Ein Polizist steht an einer Autobahn und schaut durch ein Fernglas. (imago/stock&people/Roland Mühlager)

KOMMENTAR Ab heute können Flüchtlinge, die bereits in Griechenland registriert wurden, zurück geschickt werden. Der Streit um diese Maßnahme hat beinahe die Koalition gesprengt. Die Rettung des Abendlandes scheint damit ja endlich gesichert, meint Volker Finthammer. Aber: wo bleiben eigentlich die ganzen Flüchtlinge?

Wirtschaft

Trotz Kritik von Trump Deutsche Autos verkaufen sich gut in den USA

Neufahrzeuge von Audi werden auf dem VW-Autoterminal in Emden auf einen Autotransporter verladen. (picture alliance / dpa - Ingo Wagner)

Fahren ohne Tempolimit: Für viele US-Amerikaner sind deutsche Autobahnen ein Mythos. Und der wirkt sich auch auf BMW, VW und Daimler aus. Trotz Kritik von Präsident Donald Trump werden deutsche Autos in den USA nachgefragt. Besonders gut verkaufen sich Luxusautos.

US-Lebensmittelkonzern Tyson Foods Fleischgigant unter Druck durch Trumps Zollpolitik

Eine Geflügelfleisch-Auslage in einem Lebensmittelgeschäfts (dpa / Malte Christians)

Der größte Fleischverarbeiter in den USA sitzt in einer Hochburg der Republikaner und hat derzeit unter Trumps Zollpolitik schwer zu leiden. Denn seitdem Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte aus China und Mexiko gelten, machen diese Länder ihre Grenzen dicht für Fleisch von Tyson Foods.

Wissen

Manipulationen bei US-Wahlen Marode Wahlcomputer und unsichere Apps

Wahlcomputer in einem US-amerikanischen Wahllokal in Conyers/Georgia. (AP Photo/David Goldman, File) | (AP)

Bei den anstehenden Zwischenwahlen in den USA warnen Geheimdienste und Politiker erneut vor Hackerangriffen und Wahlmanipulationen, vor allem bei den leicht manipulierbaren Wahlcomputern. In West-Virginia können Bürger per Smartphone-App wählen, doch auch hier gibt es Sicherheitslücken.

Erbgutforschung Wissenschaftler entschlüsseln das Brotweizen-Genom

Ein Mähdrescher erntet in Garching (Bayern) ein Weizenfeld.  (dpa-Bildfunk / Lino Mirgeler)

Brotweizen ist neben Reis die wichtigste Kulturart in der Welternährung. Forschern haben dessen Genom nun vollständig entschlüsselt. Diese Einsichten ins Erbgut könnten auch Allergikern nutzen, so Nils Stein vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung im Dlf.

Europa

Griechenland Acht Jahre sparen

Eine griechische Euro-Münze steht hochkant auf einer Landkarte Griechenlands. (dpa / Svancara Petr)

Die Wirtschaft erholt sich langsam, der Haushaltsüberschuss steigt – aus Griechenland kamen zuletzt immer wieder positive Nachrichten. Mitte August endet nun das dritte Hilfsprogramm der internationalen Geldgeber. Doch die Krise ist noch nicht vorbei.

Erdgaspipeline Nord Stream 2 Widerstand in Dänemark

Ein Mann in Warnweste geht an den tonnenschweren Rohren für die zukünftige Ostsee-Erdgastrasse Nord Stream 2 auf einem Lagerplatz im Hafen von Sassnitz-Mukran vorbei.(2016) (dpa)

Bei ihrem Treffen in Meseberg will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch über Nord Stream 2 sprechen. Die USA und die Ukraine kritisieren die Erdgaspipeline, aber auch Ostseeanrainer wie Schweden oder Dänemark sind nicht begeistert:

Kultur

Haus der Geschichte für Nordrhein-Westfalen Kohle, Kunst und Karneval

Der Behrens-Bau am Rheinufer in Düsseldorf. Das geplante Haus der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalens nimmt Formen an. Das Kuratorium des Landtags möchte das Geschichtsmuseum in dem sogenannten Behrens-Bau am Rheinufer in der Nähe des Landtags unterbringen. (picture alliance / Martin Gerten / dpa)

Ein Museum für nordrhein-westfälische Landesgeschichte: Die Idee gibt es schon seit einigen Jahrzehnten. Die aktuelle Landesregierung will nun endlich Tatsachen schaffen und hat das Vorhaben in den Koalitionsvertrag geschrieben. Jetzt nimmt das Projekt Fahrt auf.

Eröffnung Ruhrtriennale Marthalers "Universe, incomplete"

Christoph Marthalers "Universe, Incomplete" in der Jahrhunderthalle Bochum bei der Ruhrtriennale 2018 (Walter Mair/Ruhrtriennale 2018)

Die politischen Diskussionen um die Ruhrtriennale kommen nicht zur Ruhe. Aber gestern Abend ging es wahrhaftig um die Kunst. Christoph Marthaler und Dirigent Titus Engel bespielten die komplette Bochumer Jahrhunderthalle und erzählten von sanften, versponnenen Menschen im Angesicht der Apokalypse zur Musik von Charles Ives.

Literatur

Kritikergespräch Tiere - beste Freunde für Kinder

Ein Wolf schaut hinter Bäumen hervor. (dpa picture alliance/ Klaus-Dietmar Gabbert)

Ein gefräßiger Wolf, ein Käfer auf Abenteuerfahrt, eine Ziege auf dem Mond, ein obdachloser Hund - das sind die Helden in vier neuen Tiergeschichten für Kinder. Renommierte Autoren wie Frida Nilsson, Erwin Moser, Stefan Beuse und Jon Klassen zeigen, was diese Tiere können.

Alexander Schimmelbusch: "Hochdeutschland" Im Porsche zur Petra-Kelly-Suite

(Buchcover: Tropenverlag / Portrait: Annette Hauschild-Ostkreuz)

Der Schriftsteller und ehemalige Investmentbanker Alexander Schimmelbusch zeigt in seiner Romansatire "Hochdeutschland", wie ein Banker in der Midlife-Krise ein Zukunftskonzept entwirft, das in Zeiten des Spätkapitalismus soziale Gerechtigkeit mit Populismus kombiniert.

Gesellschaft

Der Körper als Statussymbol "Bin ich schön?!"

Die Nase eines Mannes vor einer Schönheitsoperation wird von einem Arzt vermessen (imago/Science Photo Library)

Muskulöser Bauch, lange Beine, makelloses Gesicht - den perfekte Körper. Den bekommen wir täglich in Bildern vorgeführt, der Blick auf uns selbst hat sich verändert. Die Kosmetik-Industrie verdient damit Milliarden, Schönheits-OPs sind nicht mehr exotisch, der Besuch im Fitness-Studio ist für viele Alltag.

Mietentscheid Frankfurt am Main Bürgerbewegung für mehr Sozialwohnungen

Plakat mit der Aufschrift "Wohnraum in Frankfurt? Gibt's nur noch in Offenbach!" (Ludger Fittkau)

Weil es immer schwerer wird, an eine bezahlbare Wohnung zu kommen, haben sich Bürger in Frankfurt am Main zu einem Bündnis zusammengetan. Ihr Ziel: Über einen Bürgerentscheid die städtische Wohnungsbaugesellschaft zu verpflichten, in Zukunft nur noch Sozialwohnungen zu bauen.

Sport

Neuer FIFA-Ethik-Code "Es hat meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt"

FIFA-Zentrale in Zürich (imago sportfotodienst)

Seit 2004 handelt die Fifa nach ihrem eigenen Ethikkodex. Dieser wurde jetzt überarbeitet. Korruptionsbekämpfung werde schwieriger, sagt der ehemalige FIFA-Kontrolleur Miguel Maduro. Die Veränderung sei ein Zeichen dafür, "wie sehr sich die FIFA der externen Kontrolle entzieht".

Reform im Tennis "Der Davis-Cup hat seine Identität verloren"

Patrik Kühnen, ehemaliger Teamchef der deutschen Tennis-Nationalmannschaft, spricht während einer Pressekonferenz in Braunschweig zu Medienvertretern.  (dpa)

Nach 118 Jahren Davis Cup ändert der Weltverband ITF das Format des Tennis-Klassikers radikal. "Das ist schon ein herber Schlag", sagte der ehemalige Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen im Dlf. Anstelle von über das gesamte Jahr verteilten Runden spielen nun 18 Teams in einem einwöchigen Turnier um die Trophäe.

Programm