DLF24 | Die Nachrichten

Diesel-Affäre800 Mio. Euro Strafe für Audi

Der Autohersteller Audi zahlt in der Dieselaffäre ein Bußgeld in Höhe von 800 Millionen Euro. Das teilte der Mutterkonzern VW in Wolfsburg mit. Mit der Zahlung dieser Strafe wird gegen Audi vorläufig nicht weiter ermittelt. Die Staatsanwaltschaft München erklärte, damit ende das Verfahren gegen Audi wegen des Verkaufs von manipulierten Dieselautos. Audi habe darauf verzichtet, weitere Rechtsmittel einzulegen und bekenne sich mit diesem Schritt zu seiner Verantwortung. Offiziell hat die Staatsanwaltschaft den Bußgeldbescheid verhängt wegen "Verletzung der Aufsichtspflicht in Unternehmen". Das reine Bußgeld wegen Ordnungswidrigkeiten beträgt demnach 5 Millionen Euro, mit dem überwiegenden Teil der Strafe - 795 Millionen Euro - sollen laut Staatsanwaltschaft "die wirtschaftlichen Vorteile der Audi AG aus dem pflichtwidrigen Verhalten" ausgeglichen werden. Dabei seien Gewinne aus dem Verkauf der betroffenen Fahrzeuge, die Einsparung für den Bau zulassungskonformer Neuwagen und der Wettbewerbsvorteil berücksichtigt worden. Audi hatte in bestimmten Dieselmotoren Software verbaut, die den Schadstoffausstoß auf dem Prüfstand drosselte. Nachweise des Kraftfahrtbundesamtes beanstandet von Audi verbaute V6 ud V8 Motoren in mindestens 470.000 Fahrzeugen.

BayernSeehofer will zunächst Stabilität

Zur Aufarbeitung der Verluste bei der Landtagswahl fordert der größte CSU-Bezirksverband Oberbayern einen Sonderparteitag. Man wolle gemeinsam mit der Basis über den Ausgang der Abstimmung und mögliche Konsequenzen diskutieren, erklärte Bezirkschefin Aigner. CSU-Chef Seehofer sagte in Berlin, zunächst gelte es, eine stabile Regierung zu bilden. Deshalb habe er die Landtagsfraktion aufgefordert, Ministerpräsident Söder erneut zu nominieren. Bereits morgen werde es Sondierungsgespräche geben, allerdings nicht mit der AfD. Über den zukünftigen Kurs der CSU könne dann ein Parteitag Ende des Jahres entscheiden. Es mache keinen Sinn, nur eine Analyse der Wahlergebnisse durchzuführen, sondern es müssten auch die notwendigen Konsequenzen gezogen werden.

Brexit-VerhandlungenBundesregierung bereitet Notfall-Plan vor

Die Bundesregierung bereitet sich auf einen möglichen Brexit ohne Vertrag vor. Wie der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Roth, am Rande eines EU-Treffens in Luxemburg sagte, sollen entsprechende Gesetzesentwürfe noch in dieser Woche im Kabinett eingebracht werden. Man habe weiterhin Vertrauen, dass es einen vernünftigen Deal für einen Austritt Großbritanniens aus der EU geben könne. Aber derzeit könne man auch nichts ausschließen. Aus EU-Kreisen hieß es, dass beispielsweise das Aufenthaltsrecht für Briten neu geregelt werden müsse. Nach derzeitigem Stand will Großbritannien die EU am 29. März 2019 verlassen.

StatistikMehr als jeder zehnte Mensch weltweit ist chronisch unterernährt

Mehr als jeder zehnte Mensch weltweit ist chronisch unterernährt. Das sind elf Prozent der Weltbevölkerung, teilte das Statitische Bundesamt in Wiesbaden mit. Damit sei die Zahl der Menschen, die Hunger leiden müssen, zum dritten Mal in Folge gestiegen. Im Jahr 2017 seien es weltweit insgesamt 821 Millionen Menschen gewesen. Für den erneuten Anstieg der chronisch unterernährten Menschen werden in einem aktuellen Bericht der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen vor allem Klimaschwankungen verantwortlich gemacht. Daneben trugen Konflikte und Gewalt in Teilen der Welt zur höheren Zahl hungernder Menschen bei.

Fall KhashoggiUS-Außenminister Pompeo zu Gesprächen in Riad

US-Außenminister Pompeo hat mit dem saudi-arabischen König Salman über den Fall des verschwundenen Journalisten Khashoggi gesprochen. Pompeo war von US-Präsident Trump nach Riad entsandt worden. Über den Inhalt des Gesprächs, das etwa 20 Minuten dauerte, ist nichts bekannt. Am Abend steht noch eine Unterredung mit Kronprinz Mohammed Bin Salman an. Die türkischen Behörden wollen offenbar ihre Ermittlungen ausweiten. Nach einem Bericht des türkischen Fensehsenders NTV wird auch die Residenz des saudischen Konsuls durchsucht. UNO-Menschenrechtskommissarin Bachelet forderte die sofortige Aufhebung der diplomatischen Immunität jener Saudi-Arabier, die mit dem Verschwinden Khashoggis im Zusammenhang stehen. Eine Immunität dürfe nicht dazu genutzt werden, Ermittlungen zu behindern. Der zuletzt in den USA lebende Journalist wird seit dem 2. Oktober vermisst, seitdem er das saudische Konsulat in Istanbul betreten hatte.

IstanbulJournalistin Mesale Tolu fordert vor türkischem Gericht Freispruch

Die deutsche Journalistin Mesale Tolu hat vor einem türkischen Gericht ihren Freispruch gefordert. Zur Fortsetzung des Gerichtsprozesses gegen sie war die 33-Jährige gestern nach Istanbul gereist. Die türkische Staatsanwaltschaft wirft ihr unter anderem Terrorpropaganda vor. Tolu hält die Vorwürfe für politisch motiviert. Für ihren ebenfalls angeklagten Mann forderte sie ein Ende der Ausreisesperre. Der türkische Staatsbürger darf das Land derzeit nicht verlassen. Tolu selbst konnte erst im August nach einer mehrmonatigen Untersuchungshaft und einer anschließenden Ausreisesperre nach Deutschland zurückkehren.

Fall KhashoggiTod bei aus dem Ruder gelaufenen Verhör?

US-Außenminister Pompeo ist in Saudi-Arabien eingetroffen. In Riad will er mit König Salman über den Fall Khashoggi sprechen. Der zuletzt in den USA lebende Journalist wird seit einem Besuch im saudischen Konsulat in Istanbul am 2. Oktober vermisst. Ermittler aus der Türkei und Saudi-Arabien durchsuchten das Konsulatsgebäude nach Spuren Khashoggis. Zu neuen Erkenntnissen wurde nichts bekannt. Saudi-Arabien steht Medienberichten zufolge kurz davor einzuräumen, dass der verschwundene Journalist Jamal Khashoggi bei einem schief gelaufenen Verhör ums Leben gekommen ist. Eine entsprechende Erklärung sei in Arbeit, berichteten der US-TV-Sender CNN und die "New York Times" unter Berufung auf verschiedene ungenannte Quellen.

UngarnRegierung verbietet Geschlechterforschung an Universitäten

In Ungarn wird das Studienfach Geschlechterforschung an den Universitäten verboten. Ungarns Regierungschef Orban hat einen entsprechenden Erlass unterschrieben. Begründet wird der Schritt mit einer angeblich mangelnden Nachfrage dieser Lehrgänge. Die ungarische Regierung steht für ein rückwärtsgewandtes Familien- und Geschlechterrollenbild. Sie hält Gender Studies für ein Fach, dass die - wörtlich - "Fundamente der christlichen Familie" untergrabe. In der akademischen Welt wird der Schritt als schwerer Angriff auf die Freiheit von Lehre und Forschung kritisiert.

Kölner StadtarchivStaatsanwaltschaft legt nach Urteil Revision ein

Nach dem Urteil im Prozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Eine Sprecherin sagte, man beschränke sich auf die Freisprüche der beiden angeklagten Mitarbeiter beteiligter Baufirmen. Die verhängte Bewährungsstrafe werde nicht beanstandet. Über die Revision entscheidet der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Bei dem Einsturz waren im März 2009 zwei Anwohner ums Leben gekommen. Viele historische Dokumente wurden verschüttet. Das Kölner Landgericht hatte festgestellt, dass das Archiv aufgrund eines gravierenden Fehlers beim U-Bahnbau einstürzte.

ItalienEtat mit Unwägbarkeiten

Die italienische Regierung hat den Haushaltsentwurf für 2019 verabschiedet und zur Prüfung an die EU-Kommission geschickt. Die Frist dafür lief um Mitternacht ab. Der Entwurf wird in Brüssel aller Voraussicht nach auf wenig Gegenliebe stoßen, denn die geplante Neuverschuldung ist deutlich höher als die EU verlangt. Die Koalition aus "Fünf Sterne" und Lega plant für 2019 eine Steigerung der Neuverschuldung um 2,4 Prozent. Die Vorgängerregierung hatte der EU versprochen, maximal 0,8 Prozent mehr neue Schulden zu machen. Premierminister Conte nannte den Etatentwurf "mehr als Projekt als einen Haushalt". Conte sprach wörtlich von einem "Projekt der Wirtschaftspolitik, das gut ist für das Land. Es nützt den Bürgern." Man habe es geschafft, den Haushalt in Ordnung zu bringen und die Versprechen zu halten. Der Entwurf sieht unter anderem die Einführung eines Grundeinkommens für Arme, ein früheres Renteneintrittsalter und Steuererleichterungen für Selbstständige vor. Banken sollen Steuervergünstigungen verlieren. Innenminister Salvini äußerte die Hoffnung, dass sich in Italien nun etwas zum Besseren ändert: "Das ist ein Haushalt, der keine Wunder vollbringt, aber der das Leben von einigen Millionen Italienern verbessert." Er zeigte sich gewiss, dass die Pläne hunderttausenden jungen Italienern Arbeit verschaffen und sie davon abhalten, ins Ausland zu gehen. Das Paket, das die italienische Regierung jetzt beschlossen hat, soll insgesamt 37 Milliarden Euro umfassen. Finanzminister Tria wies die Befürchtung zurück, dieser Haushaltsentwurf berge Gefahren für Europa. "Die Idee, dass wir mit diesem Haushalt Europa in die Luft jagen wollen, ist völlig unbegründet", beteuerte er. In der Diskussion mit der EU-Kommission sei davon keine Rede. Bis Ende des Jahres muss der Haushalt noch ausgearbeitet und vom Parlament in Rom abgesegnet werden.

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Wahlen in Luxemburg Grüne im Aufwind

Auf einem Schild ist das Logo der Grünen Partei in Luxemburg. (imago stock&people)

Nicht nur in Bayern, auch in Luxemburg haben die Grünen bei Parlamentswahlen am Sonntag viele Stimmen dazugewonnen. Dahinter steht ein allgemeiner Trend für die Ökopartei – aber der Erfolg im Großherzogtum hat noch andere Gründe.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Nach der Bayernwahl Mohring (CDU): Die Union muss raus aus dem Streitmodus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l), Bundesinnenminister Horst Seehofer und SPD-Chefin Andrea Nahles im Kanzleramt. (dpa / Rainer Jensen)

INTERVIEW Der Thüringer CDU-Chef Mike Mohring sieht im andauernden Streit zwischen CDU und CSU die Ursache für das schlechte Wahlergebnis der CSU in Bayern. Die Fraktionsgemeinschaft will er deswegen allerdings nicht infrage stellen, sagte er im Dlf. Er forderte die Schwesterparteien mit Blick auf die Hessen-Wahl zu mehr Sachlichkeit auf.

Soziologin zur Bayern-Wahl "Freie Wähler haben sich geschickt im ländlichen Raum positioniert"

INTERVIEW Bei der Wahl in Bayern hat sich erneut gezeigt: Stadt und Land wählen unterschiedlich. Die Soziologin Claudia Neu sieht den Grund dafür unter anderem in der mangelnden Infrastruktur auf dem Land. In Bayern hätten die Freien Wähler das gut aufgefangen, sagte sie im Dlf.

CSU nach dem Wahl-Debakel Neue Mehrheiten, altes Bayern

CSU-Ministerpräsident Markus Söder bei einer Rede am Abend der Landtagswahl im Maximilianeum in München. | picture alliance / Xinhua / Shan Yuqi | Keine Weitergabe an Wiederverkäufer. (picture alliance / XinHua)

Die CSU ist nach dem historischen Absturz bei den bayerischen Landtagswahlen auf einen Mehrheitsbeschaffer angewiesen. Dennoch wird sich politisch in Bayern künftig wohl nicht viel ändern. Ministerpräsident Markus Söder favorisiert eine Koalition mit den Freien Wählern - und die stehen der CSU recht nahe.

Syrien Offensive auf Idlib weiter möglich

Oppositionelle Kämpfer am Checkpoint Idlib am 13. Oktober 2018 (dpa / picture-allaince / Ugur Can )

Eine entmilitarisierte Pufferzone in der Region Idlib sollte eine Großoffensive der syrischen Regierung auf das Gebiet verhindern. Doch die Islamistengruppierung HTS weigert sich, aus Idlib abzuziehen. Das Gebiet ist für sie eine gute Einnahmequelle.

Hohe Neuverschuldung Italiens Regierung beschließt Haushaltsplanung

Die Flaggen Italiens und der Europäischen Union (EU) wehen über dem Eingang eines Gebäudes in Rom, (dpa / Soeren Stache)

Nach heftigen Verhandlungen steht der Entwurf für die italienische Haushaltsplanung. Er sieht eine hohe Neuverschuldung vor: Insgesamt 37 Milliarden soll das Paket der Regierung kosten. Nun muss die EU ihr Urteil fällen - begeistert wird man von den Plänen nicht sein.

Welternährungstag Zu viel Essen landet im Müll

Lebensmittel liegen in einer Mülltonne (picture alliance/dpa/Foto: Patrick Pleul)

Viele Verbraucher schmeißen Lebensmittel in den Müll, obwohl sie eigentlich noch genießbar wären. Grund dafür: das Mindesthaltbarkeitsdatum - das oft falsch verstanden wird. Auch der Handel ist mit dafür verantwortlich, dass zu viel Brot, Gemüse und Fleisch in der Tonne landet.

Handelsstreit mit den USA "Bei Autozöllen von 25 Prozent müssen wir reagieren"

Cecilia Malmström, EU-Handelskommissarin, bei einer Pressekonferenz in Brüssel (dpa/picture alliance/ Wiktor Dabkowski)

INTERVIEW Im andauernden Handelsstreit mit den USA hat die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström vor neuen US-Importzöllen für Autos gewarnt. Diese könnten die Verhandlungen deutlich erschweren, sagte sie im Dlf. Auf solche werde die EU dann mit Gegenzöllen reagieren müssen.

Präventionsprojekt Trotz Pädophilie kein Täter werden

Mitglieder einer Therapiegruppe sitzen im Kreis (picture alliance/dpa/Foto: Felix Kästle)

Das bundesweite Projekt „Kein Täter werden“ richtet sich an Menschen mit pädophilen Neigungen. An insgesamt elf Standorten finden sie Hilfe und können ihr Geheimnis teilen. In Gruppentherapien sollen sie lernen, mit ihren Neigungen umzugehen - damit daraus keine Taten werden.

Rückruf von Blutdruckmitteln Vertrauen der Patienten ist beschädigt

Älterer Mann schaut auf sein Smartpone, das Blutdruckwerte anzeigt. (imago )

Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland nehmen Blutdrucksenker mit dem Inhaltsstoff Valsartan ein. Im Juli 2018 wurde fast die Hälfte der Chargen wegen krebserregender Verunreinigungen zurückgerufen. Experten fordern nun eine bessere Prüfung der pharmazeutischen Rohstoffe.

Afrikanische Savanne Bäume ergrünen vor der Regenzeit

Blick über die Landschaft des Massai Mara Nationalparks in Kenia. Auf einem Baum sitzen zwei Geier und beobachten ihre Umgebung auf der Suche nach Nahrung. (dpa)

Manche Bäume in den Savannen Afrikas warten nicht bis zum ersten Regen, um frische Blätter zu bilden. Sie schlagen schon früher aus. Bisher galt das als lokale Besonderheit. Doch offenbar handelt es sich um ein weit verbreitetes Phänomen - mit potenziell weitreichenden Folgen.

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Politik

#Unteilbar-Demonstration Mehr Masse als klare Aussage

Der Zug der Demonstration gegen Rassismus und Rechtsruck mit dem Motto "Unteilbar" zieht vor dem Brandenburger Tor auf der Straße des 17. Juni Richtung Siegessäule. (picture alliance / Christoph Soeder)

KOMMENTAR Was von der #Unteilbar-Demonstration in Berlin im Gedächtnis bleibe, sei die beeindruckende Masse an Menschen, die ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung setzen wollten, kommentiert Anja Nehls. Allerdings drohten bei der Vielzahl der vertretenen Anliegen die Inhalte zu verschwimmen.

Klimaforscher Edenhofer "Wir sind nur die Treuhänder künftiger Generationen"

 Ein Ballon mit der Aufschrift "Es gibt keinen Planet B." ist vor Braunkohlekraftwerken zu sehen - aufgenommen am Rande des Landesparteitags der nordrhein-Westfälischen Grünen, der am Hambacher Forst stattfand. (zu dpa " Weltklimarat drängt zu raschem Handeln für 1,5-Grad-Ziel" vom  (dpa/Ina Fassbender)

INTERVIEW DER WOCHE Wenn kein Wunder geschehe, werde Deutschland weder seine Klimaziele für 2020 noch für 2030 erreichen, sagte Ottmar Edenhofer im Dlf. Der neue Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung spricht sich für einen CO2-Mindestpreis und eine rasche Reduktion des Kohlestroms aus.

Wirtschaft

Ende des Steinkohlenbergbaus Importkohle bleibt unverzichtbar

Die Zeche Prosper-Haniel in Bottrop (dpa)

In weniger als hundert Tagen schließen die letzten beiden deutschen Steinkohlenzechen. Die Ära der Steinkohle in Deutschland endet damit allerdings nicht. Im Gegenteil: Verfeuert wird dann Importkohle - und das wirft Fragen auf.

Der Fall Khashoggi Saudi-Arabien drohen wirtschaftliche Konsequenzen

(dpa)

Was ist mit dem saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi passiert? Der Fall sorgt nicht nur für politische Spannungen, er hat auch wirtschaftliche Folgen. Internationale Unternehmen gehen auf Distanz zu Saudi-Arabien. JPMorgan und Viacom haben ihre Teilnahme an einem Wirtschaftsforum abgesagt.

Wissen

Gebraucht-Akkus als Stromspeicher Ein zweites Leben für die Autobatterie

Hochspannungsleitungen vor einem Sonnenuntergang im Essener Stadtteil Karnap. (Imago / Jochen Tack)

Was tun mit abgelaufenen Akkus für Elektroautos? Sie zu einem Batteriespeicher zusammenschließen, schlagen die Macher des Projekts "Battery 2nd Life" vor. Dieser Speicher kann helfen, plötzliche Schwankungen im Stromnetz zu stabilisieren. Ein Prototyp läuft bereits - im Hamburger Hafen.

Eine Doktorandin krempelt die Ärmel hoch Hypatia und die Chemie der Sterne

Hypatia und die Chemie der Sterne: Emblem des neuen Katalogs (Hinkel)

Der Schlüssel zum Verständnis von Sternen ist ihre chemische Zusammensetzung, also der Anteil an schweren Elementen wie Sauerstoff oder Eisen. Die Chemie verrät viel über den Werdegang eines Sterns und die Entwicklung ganzer Galaxien.

Europa

Portugal der 40er-Jahre (2/5) Als Deutsche in Lissabon

Rossio Square, Lisbon, Portugal, 1936. Rossio Square is the popular name for the Pedro IV Square, Lisbon, Portugal. From a private album of a passenger who undertook a cruise on the S.S. Arandora Star, which began 9th April, 1936. | Verwendung weltweit, Keine Weitergabe an Wiederverkäufer. (The Print Collector)

In der Zeit des Zweiten Weltkrieges gab es in Lissabon eine deutsche Gemeinde. Hier wuchs Gisela Bach ab 1929 auf, zwischen Nazi-Uniformen in der Schule und obskuren Hausgästen ihres Vaters. Portugal war damals offiziell neutral, der Krieg fand auf einer anderen Ebene statt.

Portugal der 40er-Jahre Lissabon, Stadt der Schlapphüte

Schwarzweißfoto: Passanten am Rossio-Platz in Lissabon (imago )

Portugal war im Zweiten Weltkrieg neutral. Die Hauptstadt Lissabon wurde zum Anlaufpunkt für verfolgte Intellektuelle, Schriftsteller, jüdische Flüchtlinge - und für Spione der Kriegsparteien. Die Spuren sind in der Stadt heute noch zu finden.

Kultur

Exil in der Literatur "Heimat hat nichts mit dem Grundgesetz zu tun"

Die Schriftstellerin Olga Grjasnowa bei Deutschlandradio Kultur auf der Leipziger Buchmesse 2017 (Deutschlandradio / Stefan Fischer)

INTERVIEW Den Begriff Heimat würde sie am liebsten komplett aus dem politischen Zusammenhang weglassen, sagte die Schriftstellerin Olga Grjasnowa im Dlf. Denn jedes Mal, wenn er in der Politik auftauche, werde es gemeingefährlich. Heimat sei etwas sehr Lokales, was meist einer Erinnerung entspringe.

"Spex" hört auf Ein Popdiskurs-Organ ist am Ende

Cover des Magazins Spex aus dem Jahr 1991 (Quelle: www.spex.de)

Seit ihrer Gründung im Jahr 1980 hat die Zeitschrift "Spex" die Berichterstattung über Popkultur in Deutschland maßgeblich geprägt. Doch nun ist Schluss - wegen sinkender Auflage und Werbeeinnahmen. Ende des Jahres soll die letzte "Spex"-Ausgabe erscheinen.

Literatur

Frankfurter Buchmesse 2018 Die Schoah als künstlerische DNA

Adriana Altaras im Gespräch auf der DLF-Buchmessenbühne (Deutschlandradio / Jelina Berzkalns)

Eine Souffleuse, die ihre verschollenen jüdischen Angehörigen sucht und eine vom Theater besessene Regisseurin: Adriana Altaras erklärt, warum das Leben die besten Geschichten schreibt, und warum sie in ihrem künstlerischen Schaffen immer wieder auf die Schoah zu sprechen kommt.

Frankfurter Buchmesse Die politische Wirkung des Lesens

11.10.2018, Hessen, Frankfurt/Main: Besucher der Frankfurter Buchmesse blättern an einem Verlagsstand in Büchern. Die weltgrößte Bücherschau findet bis zum 14. Oktober statt. (dpa / Arne Dedert)

Die diesjährige Buchmesse steht im Zeichen vielfacher Politisierung, von der Frage, wie mit der neuen Rechten umzugehen sei bis zur Lage verfolgter Schriftsteller und Journalisten nicht nur in der Türkei. Auch das buchbegeisterte Gastland Georgien kann seine Probleme nicht ausklammern.

Gesellschaft

Sineb El Masrar über legalistischen Islamismus "Religion wird pervertiert"

Sineb El Masrar, deutsche Autorin und Journalistin mit marokkanischen Wurzeln. Aufgenommen am 19.10.2016 auf der Buchmesse in Frankfurt/Main (Hessen). (dpa/ Erwin Elsner)

INTERVIEW Die Publizistin Sineb El Masrar bezweifelt, dass deutsche Politiker die Islamverbände als Ansprechpartner brauchen. Sie so zu "demokratisieren und den Löwen zu bändigen", werde nicht gelingen, sagte El Masrar im Dlf. Die Verbände würden zum Teil islamistische Ideologien verbreiten.

Das Erbe des Theologen Karl Barth "Kirche war wieder mal schwach"

Der Schweizer Theologe Karl Barth auf einer Briefmarke der Deutschen Bundespost (imago stock&people)

Er gilt als der wichtigste evangelische Theologe des 20. Jahrhunderts: der Schweizer mit dem deutschen Pass, Karl Barth. Christliche Selbst- und Kirchenverehrung war ihm zuwider. Vielleicht ist er auch deshalb bis heute so populär. Barth starb vor 50 Jahren im Dezember 1968.

Sport

Spitzensportreform "Es geht nicht nur um die Medaillen allein"

Ein Startblock beim 100-Meter-Sprint (dpa / picture-alliance)

Die Spitzensportreform soll den deutschen Sport neu ausrichten. Kritik, das Bundesinnenministerium lege zu viel Wert auf Podiumsplatzierungen, konterte der Staatssekretär, Markus Kerber, im Dlf auch mit dem Verweis darauf, dass er "Medaillen als Ausweis eines erfolgreichen sportlichen Engagements" sehe.

Triathlon auf Hawaii Ironman mit 70 Jahren

Die Einsamkeit des Langstreckenläufers: Der Ironman Hawaii besticht in puncto Anspruch und Schönheit. (imago )

Für Triathlon-Fans ist es ein Pflichttermin: Die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Jürgen Bäuerle war schon drei Mal dabei, im vergangenen Jahr mit 70 Jahren. „Man braucht natürlich einen starken Willen, um das dann durchzuziehen“, sagte er im Dlf.

Programm