Die Nachrichten

AnschlagserieOpferzahl in Sri Lanka weiter gestiegen

Nach der Anschlagserie auf Hotels und Kirchen in Sri Lanka ist die Zahl der Toten auf mehr als 290 gestiegen. Wie die Polizei mitteilte, sind auch Ausländer unter den Opfern. Etwa 500 Menschen wurden bei den Explosionen verletzt. Die meisten von ihnen werden noch in Krankenhäusern behandelt. 24 Personen wurden inzwischen unter dem Verdacht festgenommen, etwas mit den Anschlägen zu tun zu haben. Zur Tat hat sich bislang niemand bekannt. In der Nähe des größten Flughafens des Landes, in Colombo, hat das Militär unterdessen einen weiteren Sprengsatz gefunden und unschädlich gemacht. Die deutsche Botschaft in dem asiatischen Land steht nach Angaben von Außenminister Maas mit den örtlichen Behörden in Kontakt und versucht herauszufinden, ob auch Deutsche betroffen sind. Maas bezeichnete die Lage als "unübersichtlich". Die Regierung von Sri Lanka hat den Nationalen Sicherheitrat einberufen.

FriedensbewegungOstermärsche enden

Die diesjährigen bundesweiten Ostermärsche gehen heute zu Ende. Eine der größten Demonstrationen ist im rheinland-pfälzischen Büchel geplant, wo nach Einschätzung von Fachleuten noch etwa 20 US-Atombomben auf einem Fliegerhorst stationiert sind. Zentrale Forderungen der Teilnehmer sind der Stopp von Waffenexporten, weniger Rüstungsausgaben und ein generelles Verbot nuklearer Waffen. Daneben setzen sich die Demonstranten in diesem Jahr auch für mehr Umweltschutz und höhere Sozialausgaben ein. Den ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik gab es 1960 in der Lüneburger Heide. Zu den Hochzeiten der Friedensbewegung - etwa während der Nachrüstungsdebatte zu Beginn der 80er Jahre - kamen Hunderttausende zu den Kundgebungen.

EuropawahlenJuncker will gegen Fake-News vorgehen

EU-Kommissionspräsident Juncker hat ein entschlossenes Vorgehen gegen Falschinformationen im Europawahlkampf angekündigt. Wenn Regierungen Behauptungen über die EU oder die Kommission aufstellten, die der Wahrheit nicht entsprächen, müsse man reagieren, sagte Juncker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch in einigen Mitgliedsstaaten der EU gebe es Versuche, die Wähler mit falschen Informationen zu beeinflussen und so die Wahl zum Europäischen Parlament zu manipulieren. Als Beispiel nannte der Kommissionspräsident den ungarischen Ministerpräsidenten Orban, der zuletzt behauptet hatte, Juncker sei Schuld am Brexit. Zudem habe Orban der Kommission vorgeworfen, für die Spaltung Europas in Ost und West verantwortlich zu sein. Die Wahl zum Europaparlament findet vom 23. bis 26. Mai statt.

SyrienNur wenige Geflüchtete kehren zurück

Von den nach Deutschland geflüchteten Syrern sind bisher nur wenige mit staatlicher Förderung in ihr Heimatland zurückgekehrt. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht, stellten seit 2017 bundesweit nur rund 740 Menschen einen Antrag auf eine finanzielle Unterstützung ihrer Ausreise nach Syrien. Als Gründe für die Rückkehr würden häufig Heimweh, Integrationsschwierigkeiten oder die Erkrankung von Familienangehörigen genannt. In Deutschland wurden rund 780.000 Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Insgesamt haben seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 etwa 5,7 Millionen Menschen das Land verlassen. Die Bundesregierung ist der Ansicht, dass die Bedingungen für eine Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien in Sicherheit und Würde bislang nicht gegeben sind.

StrategiepapierGewerkschaften setzen offenbar wieder auf Kurzarbeitsgeld

Die Gewerkschaften fordern offenbar eine neue Form des Kurzarbeitsgelds. Die Zeitungen der "Funke-Mediengruppe" zitieren aus einem Strategiepapier des Deutschen Gewerkschaftsbundes, das bei Umbrüchen in einer Branche ein sogenanntes Transformations-Kurzarbeitsgeld empfiehlt. Dieses solle Kurzarbeit und Qualifizierung verknüpfen, heißt es darin. Ziel sei vor allem, Weiterbildung zu fördern. Die Bundesagentur für Arbeit solle sich an den Kosten dafür beteiligen. Der Vorschlag ist den Angaben zufolge Teil eines Zehn-Punkte-Programms, mit dem der DGB auf den erwarteten Strukturwandel in zahlreichen Branchen reagieren will. Für diejenigen, deren Arbeitsplätze durch technologischen Wandel bedroht seien oder künftig wegfielen, solle es ein Recht auf Weiterbildung und berufliche Neuorientierung geben.

ForstwirtschaftGrößte Holzernte seit 2007

Eine Kombination aus Dürre, Stürmen und Borkenkäferplage hat 2018 zur größten Holzernte seit mehr als einem Jahrzehnt geführt. Wie der Bundesverband der Deutschen Säge- und Holzindustrie mitteilte, sind im vergangenen Jahr deutschlandweit gut 64 Millionen Festmeter Holz geschlagen worden. Dies sei soviel gewesen wie seit 2007 nicht mehr. Der Klimawandel sei auch im Wald angekommen, hieß es.

"Washington Post"US-Regierung will Öl-Exporte aus dem Iran verhindern

Die USA wollen offenbar im Atomstreit mit dem Iran Öl-Exporte von dort weltweit verhindern. Einem Bericht der "Washington Post" zufolge plant die US-Regierung, diese Exporte zu torpedieren. Außenminister Pompeo werde heute ankündigen, dass die USA keinem Land mehr Ausnahmen gewähren werden, das derzeit noch iranisches Öl importiere. Die Ausnahmenregelungen gelten unter anderem für China, Japan, Indien und Südkorea und sollen in einem halben Jahr enden. Sollte sich ein Staat nicht an das Embargo halten, drohten ihm US-Sanktionen, hieß es. US-Präsident Trump hatte das internationale Atomabkommen mit dem Iran im vergangenen Jahr aufgekündigt und neue Sanktionen verhängt. Sie zielen unter anderem auf die für den Iran wichtigen Einnahmen aus dem Öl-Geschäft ab. Trump will die iranische Regierung unter Druck setzen und zu Neuverhandlungen über ein strengeres Atomabkommen zwingen.

FrankreichStaatsanwaltschaft ermittelt nach "Gelbwesten"-Sprechchören

Nach den jüngsten Demonstrationen der so genannten Gelbwesten hat die französische Justiz Ermittlungen eingeleitet. Wie die Staatsanwaltschaft in Paris mitteilte, geht es um den Vorwurf der gemeinschaftlichen Beleidigung von Amtsträgern. Bei den Protesten hatten Demonstranten die Sicherheitskräfte in Sprechchören zum Suizid aufgefordert. Das löste in Frankreich öffentliche Empörung aus. Die Polizeigewerkschaft Alliance sprach von einem "Höhepunkt des Hasses" auf Polizisten. Innenminister Castaner erklärte, die Betreffenden sollten sich schämen. - Seit Beginn des Jahres hatte es eine Reihe von Selbstmorden unter Polizisten gegeben.

NordmazedonienPräsidentenwahl geht in zweite Runde

Über den neuen Präsidenten Nordmazedoniens wird eine Stichwahl am 5. Mai entscheiden. Im ersten Durchgang erhielt keiner der Bewerber 50 Prozent der Stimmen. Am besten schnitten der Kandidat Pendarovski von den regierenden Sozialdemokraten und die parteilose Kandidatin Siljanovska-Davkova ab, die von der nationalistischen Opposition unterstützt wird. Nach Angaben der staatlichen Wahlkommission liegen sie nach Auszählung der meisten Stimmen beide bei etwa 42 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 41 Prozent. Die frühere jugoslawische Republik Mazedonien hatte sich im Februar in Nordmazedonien umbenannt, um den Streit mit Griechenland beizulegen.

Extremismus"Festung Europa" vereint rechte Parteien

In der bulgarischen Hauptstadt Sofia haben sich rechtsextreme Parteien aus Europa zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Die Organisation trägt den Namen "Festung Europa" und vereint unter anderem Parteien aus Frankreich, Polen, Ungarn und Tschechien. Aus Deutschland beteiligt sich die rechtsextreme Kleinpartei Die Rechte. Der Vorsitzende der im bulgarischen Parlament nicht vertretenen rechtsextremen Bulgarischen Nationalen Union, Andronow, sagte dem Fernsehsender bTV, Ziel des Bündnisses sei, das physische, kulturelle und geistige Überleben der europäischen Zivilisation zu wahren. Bereits im Vorfeld der Gründung gab es Proteste: Der jüdische Zusammenschluss "Shalom" verurteilte die Veranstaltung scharf. Auch der Jüdische Weltkongress prangerte das Treffen an.

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Ukraine Neuer Präsident Selenskyj

Der Ukrainer Wolodymyr Selenskyj kurz nach seinem Wahlsieg: Er winkt in die Menge und steht vor einem wandfüllenden Bildschirm. (imago/Sergej Glovny)

Die Ukraine bekommt einen neuen Präsidenten. Nach Auszählung etwa der Hälfte aller abgegebener Stimmen bekommt der Politik-Neuling Selenskyj rund 73 Prozent Wählerzuspruch, auf den bisherigen Amtsinhaber Poroschenko entfallen demnach 25 Prozent. Poroschenko hatte seine Niederlage bereits kurz nach Veröffentlichung der ersten Prognosen eingeräumt.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Einführung der Pflegeversicherung Die Gefahr, durch Pflege arm zu werden

Seniorin bekommt Medikamente in Pflegeheim. (imago/MITO)

Eine anständige Antwort auf das Thema Pflege forderte vor 25 Jahren Bundesarbeitsminister Norbert Blüm im Bundestag. Wer krank und pflegebedürftig war, wurde bis dahin schnell zum Sozialhilfe-Empfänger. Bis heute deckt sie allerdings nicht die kompletten Kosten - und um sie wird wieder gestritten.

Bischöfin Ilse Junkermann "Das Evangelium ist politisch"

EKM-Bischöfin Ilse Junkermann.  (imago stock&people/ Steffen Schellhorn)

INTERVIEW "Wir haben als Christen viel dazu zu sagen, was ein gutes Leben ausmacht", sagte Ilse Junkermann im Dlf. Die Landesbischöfin von Mitteldeutschland verteidigt die evangelische Kirche gegen Kritik, dass sie sich in Politisches einmische. Es sei wichtig, sich dem Populismus der AfD in einer Sachdiskussion zu stellen.

Sport gegen Depression "Die größte Kunst ist, den Einstieg zu finden"

Ein Jogger im Abendrot. (imago stock&people)

Vielen Menschen hilft der Sport, um die Symptome von Depressionen zu lindern. Im Dlf-Sportgespräch sagte Markus Bock vom Verein "Sport gegen Depression", es gebe viele Hürden für Menschen mit Depressionen. Aber der Sport helfe dabei, Struktur im Leben zu schaffen.

Biolandbau Ganz natürlich - oder anders?

Ein Mädchen steht mit einer großen Weltkugel als Ball in einem Kornfeld. (imago )

Der alte Gegensatz von Natur und Chemie, von Tradition und Technologie, von Gut und Böse wird in der ökologischen Landwirtschaft zunehmend infrage gestellt. Kann man sich die Ablehnung neuer Technologien angesichts einer schnell wachsenden Weltbevölkerung überhaupt noch leisten?

"Nacht ohne Sterne" Fantastischer Totentanz

"Nacht ohne Sterne" von Bernhard Studlar. Auf dem Bild: Wenzel Banneyer, Anne Cathrin Buhtz, Katharina Schmidt, Andreas Herrmann, Marie Rathscheck (Schauspiel Leipzig / Rolf Arnold)

Wie in Arthur Schnitzlers Reigen verbinden sich die Figuren in "Nacht ohne Sterne" immer weiter mit anderen Figuren. Das Stück des Österreichers Bernhard Studlar war eine Auftragsarbeit für das Nationaltheater im slowakischen Bratislava und wurde dort vor zwei Jahren uraufgeführt. Nun hatte es Premiere in Leipzig.

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Politik

Neue Debatte um CO2-Steuer "Auch 20 Euro bringen etwas"

Otmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (Imago / Jens Jeske)

Der Klimaforscher Otmar Edenhofer unterstützt den Vorstoß von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, auf Benzin, Diesel, Heizöl oder Erdgas einen CO2-Preis zu erheben. Anders als in den 1990er-Jahren glaubt er, dass eine CO2-Steuer diesmal durchsetzbar sei. Ein Grund dafür: europarechtliche Verpflichtungen.

Israel Warum so wenige arabische Israelis gewählt haben

Regierungschef Netanjahu begrüßt in der Wahlnacht seine Anhänger (AFP/Thomas Coex)

Etwa 20 Prozent der Bevölkerung Israels sind Araber. Im neu gewählten Parlament stellen sie jedoch nur acht Prozent der Abgeordneten. Viele arabische Israelis haben nicht gewählt. Sie sind von ihren Volksvertretern enttäuscht. Ein weiterer Grund: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Wirtschaft

Anklage gegen Winterkorn Ein Skandal, der kein Ende nimmt

Ex-VW-Chef Martin Winterkorn (SVEN SIMON)

Kommt es zum Prozess gegen Martin Winterkorn, würden ihm bis zu zehn Jahre Haft drohen und die Rückzahlung von bis zu elf Millionen Euro Boni. Es wäre die endgültige Pulverisierung seines Lebenswerkes. Doch es steht noch viel mehr auf dem Spiel, kommentiert Silke Hahne.

Bahntrasse Turin-Lyon Das teuerste Großprojekt Europas

Journalisten besichtigen am 4. Juni 2013 den Tunnel für die geplante Hochgeschwindigkeits-Trasse Turin Lyon (TAV). (picture alliance / Alessandro di Marco)

Seit Jahrzehnten wird erbittert um den Bau der Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke Turin-Lyon (TAV) gestritten. Besonders im Nordwesten Italiens stehen sich Gegner und Befürworter unversöhnlich gegenüber. Die Spaltung hat mittlerweile auch die italienische Regierung erreicht.

Wissen

Über Glauben und Wissen Irrwege und Irrsinn

Die Erde im Weltall, aufgenommen am 26.7.1971 (picture alliance / dpa / NASA)

Die Erde ist flach, Lämmer wachsen auf Bäumen, waschen ist schlecht für die Gesundheit: Die Liste zweifelhafter Überzeugungen lässt sich beliebig verlängern. Die Menschheit hat schon viele Absurditäten geglaubt. Warum tun wir das, obwohl die Fakten dagegen sprechen?

Erforscht, entdeckt, entwickelt Das Info-Update

(Deutschlandradio)

Datenpannen bei Facebook +++ Hohes Gebot bei 5G-Auktion +++ YouTube und der Brand von Notre-Dame +++ Google ändert Browser- und Suchmaschinenauswahl +++ Bundesnetzagentur geht gegen Fax-Spam vor +++ EU-Parlament stimmt für Kompetenzzentrum Cybersicherheit +++ Anklicken einer Datenschutzerklärung ist keine Einwilligung

Europa

Europa "Krieg wird möglich, weil wir ihn für unmöglich halten"

In Griechenland nahe der Grenze zu Nordmazedonien ist es Anfang April erneut zu gewalttätigen Zusammenstößen von Migranten mit der Polizei gekommen. Hunderte Migranten folgten einem Gerücht im Internet, demzufolge die Balkanroute über Nordmazedonien wieder geöffnet würde. Doch sie wurden enttäuscht - und schleuderten Steine auf Polizisten.  (dpa / picture alliance / Nicolas Economou)

Der slowenische Philosoph Slavoj Zizek hält den Zerfall der Europäischen Union für denkbar. Die großen Mächte setzten alles daran, die letzten Überreste der europäischen Einheit zu zerstören, sagte er im Dlf. Selbst ein Krieg sei möglich.

Unter Dänen Über die Grenzen der Integration

Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen (Venstre) mit anderen Politikern und frisch eingebürgerten Dänen am 22. April 2019 (Bax Lindhardt / Ritzau Scanpix / picture alliance)

Seitdem sich die Sozialdemokraten für eine besonders strikte Zuwanderungs- und Asylpolitik stark machen, kommen sie bei den Wählern besser an. Umfragen zufolge steht Dänemark vor einem Machtwechsel. Damit wären die Tage von Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen gezählt.

Kultur

Reihe: Gerechtigkeitsfragen im Theater "Herero_Nama" am Schauspiel Köln

Israel Kaunatjike (Mitte), Talita Uinuses und Israel Kaunatjike (Video) in "Herero_Nama - A History of Violence" von Nuran David Calis am Schauspiel Köln. (David Baltzer)

In deutschen Schulgeschichtsbüchern ist allenfalls eine Randnotiz: der deutsche Völkermord an rund 80.000 Herero und Nama während der Kolonialherrschaft in Namibia von 1884 bis 1915. Das Stück "Herero_Nama - A History of Violence" von Nuran David Calis ist eine vielstimmige Abrechnung.

Klaviermusik von Alberto Posadas Spuren der musikalischen Erinnerung

Komponist Alberto Posadas und Pianist Florian Hölscher stehen nebeneinander (Marija Bokor)

Der spanische Komponist Alberto Posadas durchleuchtet das Klavierrepertoire zwischen Barock und dem 20. Jahrhundert, um daraus eigene Entwürfe mit spezifischen Klängen und Gesten für sein Instrument zu entwickeln. Florian Hölscher hat den umfassenden Zyklus "Erinnerungsspuren" auf CD eingespielt.

Literatur

Hannah Arendt Vom Verworfenen im Gewordenen

Die Politologin und Philosophin Hannah Arendt  (picture alliance / dpa)

Hannah Arendts republikanischer Geist, ihr Ringen um Wahrheit und um die Freiheit in der Politik faszinieren. Jetzt sind die ersten zwei Bände einer Kritischen Gesamtausgabe erschienen. Sie handeln von den politischen Herausforderungen der Moderne, von Karl Marx und von der Zukunft des Judentums.

Peter Sís im Porträt Alles nur ein Traum

Peter Sís gestikuliert (mago images / CTK Photo)

Peter Sís gehört zu den renommiertesten Bilderbuchkünstlern der USA. In seiner autobiografischen Bildergeschichte "Robinson" erinnert er sich an ein Erlebnis aus seinen Kindertagen in Prag, das für ihn traumatische Folgen hatte: Bei einem Maskenball in seiner Schule trat er im Robinson-Kostüm auf.

Gesellschaft

Publizist über Wölfe und Schafe Der Wolf ist ein Beispiel für Kontrollverlust

Ein Wolf schaut hinter Bäumen hervor. (picture alliance / Klaus-Dietmar Gabbert)

INTERVIEW Das Verhältnis von Mensch zur Natur sei zwiespältig, sagte der Publizist Eckhard Fuhr im Dlf. Der Mensch müsse sich aber damit abfinden, dass die Natur mehr sei als bloß Kulisse oder Abenteuerspielraum. Sie sei eben nicht kontrollierbar.

Erinnerungsstücke Geliebte Dinge

Auf dem Schreibtisch in Andres Veiels Jugendzimmer in Stuttgart: eine Muschelsammlung, ein Telefon, Figuren und andere Kleinigkeiten. (Deutschlandradio / Frank Ulbricht)

Was würden Sie in den Koffer packen, wenn Sie auswandern müssten? Die Lieblingsstrickjacke, den Verlobungsring der Oma, Ihr Tagebuch? Die Beziehung zu geliebten Objekten durchzieht unser gesamtes Leben, sie geben Halt, Orientierung, verbinden das Gestern mit dem Heute, begleiten uns treu ins ungewisse Morgen.

Sport

Rapid Surfen Warten auf die künstliche Welle

Surfen auf der künstlichen Welle in Langenfeld (Deutschlandradio / Daniela Müllenborn)

Surfen wandelt sich. Weg vom Hochglanz-Image, weg vom Bild der super-coolen, braungebrannten Wellenreiter auf Hawaii hin zum Sport für Jedermann, vom Meer in die Städte, in Flüssen auf Surf-Anlagen, draußen oder unter dem Hallendach.

1. FC Köln "Es droht eine öffentliche Schlammschlacht"

Vizepräsident Toni Schumacher auf dem Podiumbei der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln 2018 (Henning Kaiser/dpa)

Sportlich steht der 1. FC Köln vor der geplanten Rückkehr in die 1. Liga. Im Hintergrund gibt es aber einen handfesten Machtkampf. Sportjournalist Daniel Theweleit sieht im Dlf-Interview aktuell keine Möglichkeit für eine "saubere Lösung" bei der Wahl eines neuen Präsidenten.

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