DLF24 | Die Nachrichten

NatoPutins Drohungen "inakzeptabel"

Die Nato hat die jüngsten US-kritischen Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf kritisiert. "Erklärungen in denen gedroht wird, Verbündete ins Visier zu nehmen, sind inakzeptabel", sagte der stellvertretende Bündnissprecher Cazalet. Die Nato sei ein defensives Bündnis, aber jederzeit bereit, jedes Mitglied gegen jegliche Gefahr zu verteidigen. Im Streit über den INF-Abrüstungsvertrag hatte der russische Präsident Putin den USA mit neuen Waffen gedroht. Falls die Vereinigten Staaten in Europa neue Mittelstreckenraketen stationierten, würde Russland ebenfalls entsprechende Waffen in Position bringen, sagte Putin in seiner Rede an die Nation. Diese Geschütze seien dann in der Lage, wichtige Entscheidungszentren zu treffen. Putin erklärte, Russland habe nicht die Absicht, als erster derartige Raketen zu positionieren, müsse aber reagieren, falls die USA dies täten. Abermals wies der Präsident US-Vorwürfe zurück, Russland habe in der Vergangenheit gegen den INF-Vertrag verstoßen. Die USA und Russland werfen sich gegenseitig Verletzungen des Abkommens vor und hatten es Anfang Februar aufgekündigt.

Diesel-SkandalAuch Daimler muss mit Bußgeld rechnen

Nach Porsche muss nun auch Daimler ein Bußgeld wegen seiner Verwicklung in den Diesel-Skandal fürchten. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart sagte, hat die Behörde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Autobauer eingeleitet. Damit droht nun eine empfindliche Strafe. Volkswagen hatte im vergangenen Jahr bereits eine Strafe in Höhe von einer Milliarde Euro akzeptiert. Audi zahte 800 Millionen Euro.

BundeskabinettMaßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung gebilligt

Das Bundeskabinett hat die Vorschläge von Ernährungsministerin Klöckner zur Eindämmung von Lebensmittelverschwendung gebilligt. Sie beinhalten unter anderem Millioneninvestitionen in die Entwicklung intelligenter Verpackungen. Diese sollen künftig anzeigen, ob Nahrungsmittel noch genießbar sind, etwa über einen Farbverlauf. Die CDU-Politikerin appellierte zudem an Unternehmen und Verbraucher, Lebensmittelabläufe zu minimieren. Bis 2030 will Klöckner die Lebensmittelabfälle halbieren. Kritik kam von Umweltverbänden. Ein Paket aus rein freiwilligen Maßnahmen reiche nicht aus, erklärte der BUND. Notwendig sei ein Gesetz gegen Lebensmittel-Verschwendung.

Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels: Märkte sensibilisieren

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels begrüßte die Strategie der Bundesregierung. Man unterstütze den freiwilligen Ansatz, sagte Verbandssprecher Böttcher im Deutschlandfunk. Vorgehensweisen, die freiwillig wunderbar funktionierten, müssten nicht gesetztlich reguliert werden. Die Zusammenarbeit zwischen dem Lebensmittelhandel und den Tafeln verlaufe sehr gut. Zugleich räumte Böttcher ein, dass es weiterhin Bedarf gebe, die Verluste weiter zu reduzieren. So könnten Märkte weiter sensibilisiert werden, noch besser mit Tafeln zusammenzuarbeiten oder Produkte verbilligt zu verkaufen statt wegzuwerfen. Klöckner zufolge werden allein in Deutschland jedes Jahr elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, für deren Produktion zuvor Böden beansprucht und Wasser und Energie benötigt wurden. Dies sei eine Menge, "die zwei Mal den Bodensee füllen könnte".

Von der LeyenSchwere Vorwürfe gegen Elsflether Werft

Verteidigungsministerin von der Leyen hat schwere Vorwürfe gegen die abgelöste Führung der Elsflether Werft erhoben, die das Segelschulschiff "Gorch Fock" saniert. Nach bisherigem Ermittlungsstand seien Summen in Millionenhöhe, die die Bundeswehr bereits gezahlt habe, nicht an die Subunternehmer weitergeleitet worden, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Die vor drei Wochen abgesetzte Leitung der Werft habe ein Firmengeflecht von Tochterfirmen aufgebaut. Millionenbeträge seien in dieses Firmengeflecht geflossen. Dies habe zur Insolvenz der Werft geführt. Ein entsprechender Antrag der Elsflether Werft ist heute beim zuständigen Amtsgericht Nordenham eingegangen.

BrexitMay verliert an Unterstützung in den eigenen Reihen

Im Streit über den Brexit verliert die britische Premierministerin May an Rückhalt in den eigenen Reihen. Drei Abgeordnete der britischen Tories traten unter Protest aus der konservativen Regierungspartei und schlossen sich der neu gebildeten "Unabhängigen Gruppe" von Brexit-Gegnern im Unterhaus an. In ihrem Rücktrittsschreiben an May warfen die Parlamentarierinnen Allen, Soubry und Wollaston der Regierung einen desaströsen Umgang mit dem Brexit vor. Die Politik habe auf ganzer Linie versagt. Die Abgeordnete Allen kündigte weitere Tory-Austritte in den kommenden Tagen an. May bedauerte den Schritt der Politikerinnen. Am Abend trifft die britische Regierungschefin in Brüssel erneut EU-Kommissionspräsident Juncker. Sie will die Staatengemeinschaft abermals zu Zugeständnissen beim Austrittsabkommen bewegen. In Berlin kam der britische Außenminister Hunt mit Amtskollege Maas zusammen, um ein Entgegekommen Deutschlands und der EU beim Brexit auszuloten.

BundestagAbstimmung über Paragraf 219a am Donnerstag

Der Bundestag entscheidet morgen über den Koalitionskompromiss zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen. Das Parlament überwies den entsprechenden Regierungsentwurf ohne Debatte formal in die zuständigen Ausschüsse und machte damit den Weg für eine Abstimmung frei. Es geht dabei um die Reform des Paragrafen 219a. Geplant ist, dass Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, in Zukunft darauf hinweisen dürfen. Bei allen weiteren Informationen müssen sie aber auf Behörden oder Ärztekammern verweisen. Die Vorlage wurde mit der Koalitionsmehrheit von Union und SPD angenommen. Anträge der Opposition, den Paragrafen 219a ganz zu streichen, wurden abgelehnt.

GerichtsurteilKündigung von wiederverheiratetem Arzt unwirksam

Ein katholisches Krankenhaus darf einen Chefarzt nicht entlassen, weil er nach seiner Scheidung erneut geheiratet hat. Die Kündigung sei unwirksam, entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Zur Begründung hieß es, der katholische Arzt sei gegenüber nicht-katholischen Kollegen unzulässig benachteiligt worden. Es habe keine kündigungs-relevante Dienstverletzung vorgelegen. Das Gericht wies damit die Revisionsklage eines Krankenhausträgers unter Berufung auf das Europarecht zurück.

Rechtsstreit dauert bereits zehn Jahre

Der Kläger hatte nach einer Scheidung zum zweiten Mal standesamtlich geheiratet. Sein Arbeitgeber - ein katholisches Krankenhaus in Düsseldorf - sah darin einen Verstoß gegen die katholische Glaubens- und Sittenlehre und somit gegen seine Loyalitätspflichten. Das Erzbistum Köln kündigte in einer ersten Reaktion eine Prüfung des Urteils an. Pressesprecher Heckeley wies darauf hin, dass die katholische Kirche inzwischen ihr Arbeitsrecht liberalisiert habe. Der Rechtsstreit dauerte zehn Jahre und führte in unterschiedlichen Instanzen zu unterschiedlichen Urteilen. Zuletzt hatte der Europäische Gerichtshof betont, entscheidend sei die Frage, ob die Religion bei der konkreten Tätigkeit eine wesentliche Anforderung sei.

Öffentlicher DienstWarnstreiks in mehreren Bundesländern

Im öffentlichen Dienst hat es heute weitere Warnstreiks gegeben. In den Bundesländern Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen legten Beschäftigte ihre Arbeit nieder. Unter anderem nahmen an zentralen Kundgebungen in Hamburg, Hannover und Halle nach Gewerkschaftsangaben jeweils etwa 1000 Menschen teil. Zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen waren unter anderem Verwaltungsangestellte, Erzieher und Sozialpädagogen. Mit dem Warnstreik soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Tarifgemeinschaft der Länder lehnt die Forderung ab. Ein Angebot haben die Arbeitgeber noch nicht vorgelegt. Die Verhandlungen gehen Ende des Monats in Potsdam in die dritte Runde.

StatistikAutos bleiben Deutschlands Exportschlager

Autos und Autoteile bleiben die wichtigsten deutschen Exportgüter. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Demnach wurden in dieser Branche im vergangenen Jahr Waren im Wert von fast 230 Milliarden Euro exportiert. Der größte Abnehmer von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen aus Deutschland waren die USA. Deutschland selbst importierte vor allem Datenverarbeitungsgeräte, Autos und chemische Erzeugnisse.

IS-Anhängerin in SyrienGroßbritannien will Staatsbürgerschaft entziehen

Die britischen Behörden wollen einer jungen Britin die Staatsbürgerschaft entziehen, die sich in Syrien der Terrormiliz IS angeschlossen hat und nun in ihr Heimatland zurückkehren will. Der Anwalt der Familie teilte mit, die Angehörigen seien enttäuscht über die Absicht des Innenministeriums, Shamima Begum auszubürgern. Medienberichten zufolge geht das Ministerium davon aus, dass Begum dadurch nicht staatenlos würde, weil die Familie der jungen Frau aus Bangladesch stamme und sie dort Anspruch auf Staatsbürgerschaft habe. Shamima Begum war vor vier Jahren als damals 15-Jährige nach Syrien gereist, um sich der IS-Miliz anzuschließen. Am Wochenende brachte sie in einem kurdischen Gefangenenlager ein Kind zur Welt. Sie appellierte an das Mitgefühl der britischen Behörden und verlangte, das Kind in Großbritannien aufziehen zu dürfen. Zugleich zeigte sie keine Reue, dass sie sich dem IS angeschlossen hat.

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Waffenlieferungen an Saudi-Arabien "Auch mit Kriegstreibern muss man reden"

Ein Küstenschutzboot für Saudi-Arabien wird 28.12.2017 im Hafen von Mukran bei Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern) auf ein Transportschiff verladen. Die Bremer Lürssen-Gruppe, zu der die Wolgaster Werft gehört, hatte den milliardenschweren Auftrag für den Bau einer Flotte neuer saudischer Patrouillenboote erhalten und 2015 mit dem Bau begonnen. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit (dpa-Zentralbild / Stefan Sauer)

INTERVIEW Der Jemen-Krieg liefere "starke Argumente" gegen deutsche Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien, sagte der Linke-Politiker Jan van Aken im Dlf. Er halte es für falsch, in dem Machtkampf zwischen Saudi-Arabien und dem Iran einseitig Position zu ergreifen. Man müsse versuchen, über Gespräche die Situation zu lösen.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Ernährungsexpertin Lebensmittelverschwendung ist manchmal "der pure Überdruss"

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen pro Jahr in deutschen Mülleimern (Imago)

INTERVIEW Lebensmittel werden tonnenweise jedes Jahr in Privathaushalten entsorgt. Ernährungsexpertin Laura Gross empfiehlt deshalb, Lebensmittel besser zu ordnen und Einkäufe zu planen. Das helfe auch, im Supermarkt zwischen Sonderangeboten den Überblick zu bewahren, sagte sie im Dlf.

Bundesarbeitsgericht Kirche unterliegt im Streit um wiederverheirateten Chefarzt

Blick in den Operationssaal: Ein Ärzteteam setzt einem Patienten während einer Knie-Operation eine Knietotalendoprothese (Knie-TEP) ein. (Sven Hoppe/dpa)

Die Kündigung eines Chefarztes durch ein katholisches Krankenhaus wegen seiner Scheidung und Wiederheirat ist unwirksam. Dies entschied heute das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Der katholische Arzt sei gegenüber seinen nicht-katholischen Kollegen unzulässig benachteiligt worden.

Milliardenhilfen für DB Bahnkunden müssen wohl weiter viel Geduld aufbringen

Güterzug mit Waggons fährt an Bahnsteig vorbei mit Bewegungsunschärfe, daneben Fahrkartenautomat Bahnhof Langweid in Bayern *** Freight train with waggons drives past platform with motion blur next to ticket machine station Langweid in Bavaria  (imago stock&people)

Für dringend notwendige Investitionen soll die Deutsche Bahn 10,7 Milliarden Euro bekommen, sagte Dlf-Wirtschaftsexpertin Ursula Mense. Die Kosten trage der Bund zu fast 100 Prozent. Die Bahn wolle pünktlicher werden - und plane gleichzeitig mehr Baustellen. Eine Krux, die der Bahn auch bewusst sei, so Mense.

Antisemitismus "In der französischen Gesellschaft stimmt etwas nicht"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim Besuch eines jüdischen Friedhofs in Quatzenheim im Elsass, auf dem Grabsteine mit Hakenkreuzen beschmiert worden waren  (AFP/ Frederick Florin)

INTERVIEW Der Antisemitismus in Frankreich hat nach Ansicht des Literaturwissenschaftlers Jürgen Ritte von der Universität Sorbonne eine beängstigende Qualität erreicht. Er sei ein Symptom für andere gesellschaftliche Missstände, sagte er im Dlf. Das Problem müsse dringend in den Schulen thematisiert werden.

Naturschutz in Bayern "Das größte Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier"

Biene bestäubt eine Blüte (imago stock&people / Chromorange)

INTERVIEW Das Volksbegehren "Artenvielfalt - rettet die Bienen" in Bayern hat große Unterstützung bekommen. Der bayerische Grünen-Politiker Ludwig Hartmann fordert nun mehr konkrete Maßnahmen zum Naturschutz in Bayern. Die CSU müsse das Dogma ablegen, stets nur auf Freiwilligkeit zu setzen.

Armin Laschet zum Digitalpakt "Der Bund hat die föderale Ordnung infrage gestellt"

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Vizevorsitzender der CDU, aufgenommen bei einem dpa-Interview. (dpa / Michael Kappeler)

INTERVIEW Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält eine Einigung zum Digitalpakt im heute tagenden Vermittlungsausschuss zwischen Bund und Ländern für möglich. Der Kampf darum habe sich gelohnt, sagte Laschet im Dlf. Der Föderalismus in Deutschland sei gestärkt worden.

Europäische Union Was Cassis mit dem EU-Binnenmarkt zu tun hat

Etikett des französischen Johannisbeer-Likörs Cassis de Dijon. Ende der 1970er Jahre wollte Rewe diesen importieren. Weil er aber weniger als 32 Prozent Alkohol hatte, verbot die Bundesmonopolverwaltung den Import.  (imago stock&people)

Ein gemeinsamer Markt, in dem sich Waren und Personen frei bewegen können – das war seit Gründung der EU das Ziel. Aber viele Mitgliedsländer schotteten ihre Wirtschaft jahrelang ab. Das hat sich erst mit dem Cassis-de-Dijon-Urteil 1979 grundlegend geändert.

Gleichberechtigung "Paritégesetz ist ein Rückschritt"

Mehrere männliche und ein weibliches Vorstandsmitglied stehen am 15.05.2014 in Köln auf einer Hauptversammlung zusammen auf dem Podium.  (dpa / picture-alliance)

INTERVIEW Das brandenburgische Paritégesetz zu mehr Frauenbeteiligung im Parlament sei kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt in den Ständestaat. Es schwäche sogar den Mandatsträger, sagte der Staatsrechtler Christian Hillgruber im Dlf. Das Problem liege vielmehr in der fehlenden Beteiligung der Frauen in politischen Parteien.

Zum Tod von Karl Lagerfeld "Meister der Selbstvermarktung"

Karl Lagerfeld 2012 in Paris auf einer Fashionshow für das Modehaus Chanel. (imago stock&people)

INTERVIEW Karl Lagerfeld hat das Modehaus Chanel in die Moderne geführt, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Mode Instituts, Gerd Müller-Tomkins, im Dlf. Damit habe er die Marke voran getrieben. Auch, weil er sein eigenes Image dafür in die Waagschale geschmissen hat. Eine wichtige Eigenschaft für Kreativ-Chefs.

"Der goldene Handschuh" im Kino "Das ist ein Serienmörder - trotzdem mag ich ihn"

Regisseur Fatih Akin und Schauspieler Jonas Dassler beim Photocall des Films "Der goldene Handschuh". Der Film läuft bei den Internationalen Filmfestspielen in der Kategorie "Wettbewerb". (dpa / Christoph Soeder)

INTERVIEW Für die Verfilmung von „Der goldene Handschuh“ bekam Regisseur Faith Akin viele negative Kritiken. Seine Horrorgeschichte über den Mörder Fritz Honka solle mit einer realistischen Darstellung Angst machen, sagte Akin im Dlf. "Er war ein Monster, aber ein Mensch", so Honka-Darsteller Jonas Dassler.

Ernährung des Urmenschen Forscherin: Neandertaler aßen fast 100 Prozent Fleisch

Urmenschen bei der Höhlenbaerenjagd, Vor- und Frühgeschichte: Eiszeit, Zeit des Neandertalers, letzte Zwischeneiszeit. Farbdruck (Schulwandbild) nach einem Gemälde, 1937, von F. Roubal. (picture-alliance / akg-images)

INTERVIEW Neandertaler haben sich hauptsächlich von Fleisch ernährt, so eine Studie von Forschern des Leipziger Max-Planck-Institut. Den Speiseplan von Urmenschen zu erforschen sei wichtig, weil Ernährung und Evolution zusammenhingen, sagte Kleriva Jaouen, Mitautorin der Studie, im Dlf.

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Politik

US-Präsidentenwahl 2020 Bernie Sanders ist zurück

Bernie Sanders will sich erneut um das Amt des Präsidenten bewerben.  (dpa/ picture alliance/Bastiaan Slabbers)

Im Vorwahlkampf der Demokraten verlor Bernie Sanders 2016 nur knapp gegen Hillary Clinton. Nun will es der unabhängige Senator noch einmal wissen - und verkündete seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2020. Doch auf ihn wartet ein starkes Bewerberfeld in den eigenen Reihen.

Wahlkampf Stimmung in Indonesien aufgeladener als jemals zuvor

Yasonna Laoly, Justizminister von Indonesien, spricht am 25. Mai 2018 im Parlament. (dpa-Bildfunk / AP / Fadlan Syam)

Indonesien kämpft nicht nur gegen Terrorismus, sondern vor allem um seinen Glaubensfrieden. Mitte April haben die Indonesier die Wahl - ein neuer Präsident und ein neues Parlament werden bestimmt. Gerüchte und Hassnachrichten prägen die politische Stimmung.

Wirtschaft

CO2-Grenzwerte für Lkw und Busse Deutschland bremst wieder

Autos und Lkw fahren auf der A2 im Sonnenuntergang, aufgenommen am 16.04.2015 bei Helmstedt. (dpa-Zentralbild)

KOMMENTAR Nach langem Ringen haben sich EU-Parlament und Mitgliedstaaten auf verbindliche CO2-Grenzwerte für Lkw und Busse geeinigt. Der Kompromiss hätte ambitionierter ausfallen können, meint Paul Vorreiter. Wieder habe Deutschland das verhindert.

Handelsstreit mit den USA "Wir wollen alle Zölle auf Autos und Maschinen abschaffen"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) (picture alliance/ Xinhua/Shan Yuqi)

INTERVIEW In den Verhandlungen mit den USA über mögliche US-Strafzölle auf europäische Autos steht laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der schwierigste Teil noch bevor. Die EU sei bereit zu einem Abkommen, mit dem Industriezölle gesenkt werden, sagte Altmaier im Dlf.

Wissen

NASA-Sonde Clementine Wiederentdeckung des Mondes

Die Südpolarregion des Mondes – eine der bekanntesten Aufnahmen der Clementine-Mission (NASA)

Vor 25 Jahren erreichte die Sonde Clementine die Umlaufbahn um den Mond. Gut zwei Monate lang hat sie den Begleiter der Erde umkreist und fast zwei Millionen Fotos der Oberfläche zur Erde gefunkt.

Kelvin Droegemeier Erster öffentlicher Auftritt von US-Wissenschaftberater

Kelvin Droegemeier ist seit Anfang Januar 2019 Direktor des Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik des Weißen Hauses (OSTP) (imago stock&people)

Wissenschaftliche Fakten sind US-Präsident Donald Trump meist egal. Anfang Januar 2019 wurde nun die Stelle des Direktors des Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik des Weißen Hauses besetzt. Jetzt hat sich der Direktor erstmals auf dem Wissenschaftskongress AAAS vorgestellt.

Europa

Vor den Europawahlen Schwieriger Kampf gegen Fake-News

Eine Frau sitzt auf einem Sofa und liest die Zeitung "The Daily Fake News". (Unsplash / rawpixel)

Migration und innere Sicherheit – diese Themen könnten vor den Europawahlen für digitale Desinformationskampagnen genutzt werden. Die Europäische Kommission hat Gegenmaßnahmen auf den Weg gebracht. Aber das reiche nicht, meinen Experten.

Finnland Ein Milliardär als Klimaverbesserer

Mika Anttonen, Chef der finnischen Tankstellenkette "st1" (Imago )

Immer mehr finnische Konzerne erkennen, dass es sich lohnt, in den Klimaschutz zu investieren. Der Milliardär Mika Anttonen kann und will neue Verfahren ausprobieren, um möglichst ressourcenschonend und nachhaltig zu produzieren. Der Einzelne könne nichts tun, meint er - das System müsse sich ändern.

Kultur

Street Art Festival in Kapstadt Sprayen für eine bessere Zukunft

Ein buntes Graffiti aus Gesichtern an einer Häuserwand und über einem geparkten Auto. Rechts ebenfalls aufgesprayt der Spruch "Together We Are More". (Leonie March)

Bunt und großflächig - die Street Art in den Straßen des Trendviertels "Salt River" in Kapstadt ist kaum zu übersehen. Dank eines jährlichen Festivals ist diese Kunstform immer mehr akzeptiert - und will ein positives Zeichen setzen.

Vorwürfe gegen Dirigenten Kurt Masur und seine Beziehung zum System DDR

Kurt Masur als Musikalischer Direktor der New Yorker Philharmonie im Oktober 2001 im Leipziger Gewandhaus. (picture alliance / dpa / Wolfgang Kluge)

Fast 30 Jahre war Kurt Masur Kapellmeister beim Gewandhausorchester in Leipzig - auch zur Zeit der DDR. Der 2015 verstorbene Dirigent war zwar weder Mitglied der SED noch inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit, doch wirft ein Leipziger ihm mehrere Verfehlungen vor.

Literatur

Kritikergespräch Von "poet’s poets" zu zeitlosen Klassikern

Buchcover links: Elizabeth Bishop: „Gedichte“, Buchcover rechts: Jan Skácel: „Für alle die im Herzen barfuß sind. Lyrik und Prosa“ (Buchcover links: Carl Hanser Verlag, Buchcover rechts: Wallstein Verlag)

Zwei lyrische Stimmen von Weltrang: Elizabeth Bishop, die 1911 geborene verblüffend feministische und radikale US-amerikanische Dichterin und der Tscheche Jan Skácel, der melancholische Dichter des Schweigens. Durch neue Lese-Ausgaben sind beide nun erneut zu entdecken.

Hanya Yanagihara: "Das Volk der Bäume" Abgründe eines Genies

Die Schriftstellerin Hanya Yanagihara und ihr Roman „Das Volk der Bäume“ (Cover Hanser Berlin / Aitorenportrait (c)Jenny Westerhoff)

Der Immunologe Dr. Norton Perina wird 1997 zu zwei Jahren Haft verurteilt: wegen Vergewaltigung eines seiner 43 Adoptivkinder. Im Gefängnis schreibt er seine Lebenserinnerungen auf. Hanya Yanagihara ist mit "Das Volk der Bäume" ein mitreißender, zutiefst desillusionierender Roman gelungen.

Gesellschaft

Essen und Trinken im Islam Blutwurst ist nicht halal

Ein grüner Aufkleber mit dem Wort "Halal" ist an einer Dönerbude in Berlin zu sehen, aufgenonmmen in Berlin am 20.12.2015 in Berlin. Speisen, die Halal sind, dürfen von strenggläubigen Muslimen gegessen werden. Das Wort Halal kommt aus dem Arabischen und bedeutet "erlaubt". (picture alliance / dpa / Wolfram Steinberg)

Mett oder Schweineschmalz: Alle diese Lebensmittel sollten bei gläubigen Muslimen normalerweise nicht auf den Tisch kommen. Schließlich stellt der Koran klare Regeln zum Verzehr bestimmter Speisen und Getränke auf. Welche Schwierigkeiten im Alltag bringen diese Regeln für Muslime mit sich?

Patientenverfügung Autonomer versus natürlicher Wille

Eine Frau mit einem Kugelschreiber in der Hand betrachtet am 14.09.2017 in Dresden (Sachsen) einen Vordruck einer "Patientenverfügung". (picture alliance / dpa / Arno Burgi)

INTERVIEW Keine lebensverlängernden Maßnahmen, das legen viele Menschen in ihrer Patientenverfügung fest. Was aber tun, wenn Demenzpatienten dann doch andere Willensäußerungen zeigen? Philosophisch und rechtlich sei dieses Problem noch weitgehend ungeklärt, sagte der Philosoph Marko Fuchs im Dlf.

Sport

Wegen Reiseverbots Irans Fußballerinnen bangen um Olympia-Chance

Das Foto zeigt eine Iranerin auf der Tribüne des Azadi-Stadions bei einem Fußballspiel in Teheran (picture alliance / Photoshot / Ahmad Halabisaz)

Das iranische Frauenfußball-Nationalteam muss möglicherweise auf die Chance zur Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 verzichten. Das Qualifikationsturnier findet im von Israel besetzten Westjordanland statt. Reisen in dieses Gebiet sind von der iranischen Regierung verboten.

Hockeybund in der Kritik Ex-Bundestrainer fordern neue Führungsstruktur

Die Aufnahme zeigt den ehemaligen deutschen Bundestrainer der Hockey-Damen, Jamilon Mülders, bei der EM 2017 an der Seitenlinie mit seinem Headset. (Frank Uijlenbroek/Worldsportpics/dpa)

Vier ehemalige Bundestrainer haben den Deutschen Hockeybund in einem offenen Brief scharf kritisiert. Peter Lemmen, Bernhard Peters, Markus Weise und Jamilon Mülders fordern eine komplett neue Führungsstruktur - und stoßen mit der Art bei den Verbandsoberen auf Unverständnis.

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