Presseschau

Mittwoch, 25. November 2020

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Blick in die Zeitungen von morgenvon 23:10 Uhr

Hauptthema in den Kommentaren sind die neu beschlossenen Corona-Regeln für Dezember.

"Immer wieder wurde die Bevölkerung darauf eingeschworen: Reißt euch zusammen und heißa, dann ist Weihnachten! Doch die Maßnahmen, mit denen die Politik für ein sorgenfreies Weihnachten geworben hatte, reichten nicht aus."

kommentiert die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG aus Halle.

Die HEILBRONNER STIMME stört sich an den Lockerungsdiskussionen:

"Seit die Zahlen außer Kontrolle geraten sind, wird diskutiert, abgewägt und verschoben. Die Deutschen böllern doch so gern an Silvester? Also gut, dann kein Verbot. Weihnachten ist das Fest der Familie? Dann werden die Regeln dafür gelockert. Die traurigen Fakten: Zuletzt stieg die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus auf den Höchststand von 410 in 24 Stunden."

Auch die RHEIN-NECKAR-ZEITUNG aus Heidelberg hat sich strengere Regeln erhofft:

"Je länger die Pandemie dauert, desto ungeduldiger scharren Wirtschaftstreibende mit den Hufen: Lässt sich nicht ein bisschen etwas lockern? Nein, es lässt sich nicht. Die Länderchefs wollen das aber nicht wahrhaben. Die Ausnahmen zu Weihnachten, das alles birgt ein Risiko in sich. Und wer das nicht glaubt, möge bitte nach Spanien, Italien, Frankreich blicken: Alles Länder, die für ihren Leichtsinn zahlen. Der Preis wird in Menschenleben gerechnet."

Die NÜRNBERGER ZEITUNG schlägt in Hinblick auf die steigenden Infektionszahlen drastischere Maßnahmen vor:

"Wenn die Regierungen von Bund und Ländern es ohnehin nicht allen recht machen können, können sie auch gleich zur Radikallösung greifen. Deshalb werden wir möglicherweise zu Beginn des neuen Jahres um einen strengen mehrwöchigen Lockdown nicht herumkommen."

Der NORDBAYERISCHE KURIER aus Bayreuth analysiert:

"Die aktuellen Beschlüsse haben auch den Charakter einer Wette. Gewettet wird darauf, dass auf einen wesentlich härteren Maßnahmenkatalog aus einem einzigen Grund verzichtet werden kann: Bald können die Impfungen losgehen."

Die LUDWIGSBURGER KREISZEITUNG befasst sich mit den Bemühungen der Bundesregierung gegen Rechtsextremismus. Mit mehr als einer Milliarde Euro sollen in den nächsten vier Jahren knapp 90 Projekte finanziert werden.

"Werden die Vorschläge des Ausschusses endlich zur Initialzündung für den Kampf gegen den Rechtsextremismus? Nicht einmal der Weckruf durch den NSU-Terror hat nachhaltige Fortschritte gebracht. Der Rechtsstaat muss die Szene ausleuchten und ihre Netzwerke zerschlagen. Es muss verhindert werden, dass jene, die für eine offene Gesellschaft eintreten, eingeschüchtert werden und verstummen."

Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG fordert:

"Forschung und Prävention sollen jetzt eine Wende zum Besseren bringen. Das wird allein aber nicht reichen. Denn Hass und Hetze haben pandemische Ausmaße angenommen. Auf den Straßen, am Arbeitsplatz, in den Parlamenten – überall machen sie sich breit. Nur eine große Koalition couragierter und engagierter Bürger kann dies stoppen."

Heute mit folgenden Zeitungen

  • SPÄTPRESSE 25.11.