Presseschau

Dienstag, 20. August 2019

Presseschau als MP3

Die Wirtschaftspresseschauvon 13:55 Uhr

Unterschiedlich aufgenommen wird die von Union und SPD beschlossene Laufzeitverlängerung der sogenannten "Mietpreisbremse" bis 2025.

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG begrüßt diesen Schritt:

"Die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland konzentriert sich immer mehr in den Ballungszentren. Die Arbeitnehmer dort sind darauf angewiesen, dass sie in der Nähe auch eine bezahlbare Wohnung finden. Deshalb ist es richtig, dass die Bundesregierung versucht, den weiteren Anstieg der Mieten zu bremsen - zumindest solange, bis das Angebot an neuen Wohnungen so groß ist, dass der Preisausgleich wieder von alleine funktioniert."

Der KÖLNER STADT-ANZEIGER hingegen findet, das reiche nicht:

"Die GroKo bleibt sich treu: Sie will keinem wehtun – schon gar nicht den großen Lobby-Verbänden. Wer keinem wehtun will, wird nur leider auch nichts bewegen. Dabei muss sich besonders in den Städten viel bewegen; mehr als um Preis-Regulierung geht es dabei um echte Stadtentwicklung. Wer Reichen-Ghettos verhindern und lebenswerte, bezahlbare Städte haben will, muss mehr tun: Es muss mehr neu gebaut werden, es braucht zusätzliches Bauland, für das es in den Peripherien überall Reserven gibt."

Rund 1,5 Millionen Rentenempfänger in Deutschland sind weiter erwerbstätig. Für die Wirtschaft sei das in jedem Fall von Vorteil, meint die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:

"Selten waren Fachkräfte so knapp und begehrt wie heute. Es gibt aber auch zahlreiche Menschen, die nur deshalb auch im Alter weiter arbeiten, weil ihre Rente allein nicht reicht und weil sie auf das zusätzliche Geld dringend angewiesen sind. Experten warnen eindringlich, dass ihr Anteil in Zukunft noch zunehmen wird. Für viele dieser Menschen, die auf die staatliche Grundsicherung zurückgeworfen sind, hat die Politik bisher noch keine Lösung zu bieten."

Der WIESBADENER KURIER verweist auf Aussagen der Betroffenen:

"Immerhin die Hälfte der Männer und sogar zwei Drittel der Frauen geben an, arbeiten zu müssen, da die Rente zum täglichen Leben nicht reicht. Das verweist auf ein elementares Problem, das schon während der normalen Erwerbstätigenphase angelegt ist. Vor allem Frauen sind aufgrund der Auszeiten im Beruf während der Kindererziehung benachteiligt. Diesen Rückstand holen sie später nicht mehr auf. Alleinerziehende trifft es besonders. Das Reservoir an potenziellen Nebenverdienern in Rente wird so oder so in Zukunft noch deutlich wachsen."

Heute mit folgenden Zeitungen

  • WIRTSCHAFTSPRESSE FÜR 20.08.